1996-09 Die erste Motorrad-Tour nach Mainz

Auf zu den Mainzel-Männchen — vom 11. September bis zum 16. September 1996

Die erste amtliche Motorrad-Tour führte uns zu den Meinzel-Männchen… Bei herrlichstem Regen-Wetter verbrachten wir 4 Tage lang eine feucht-fröhliche Zeit in Mainz bei Janine und Zaki.

Unsere erste hardcore-Motorrad-Tour führte uns zu den Mainzel-Männchen! Hier zu sehen oben in braun gekleidet und unten mit Jeansjacke. Der ist der Mitte ist kein Mainzel-Männchen, obwohl es von der Größe her am besten passen würde… Bei herrlichstem Regenwetter verbrachten wir also vier feucht-fröhlichge Tage in Mainz!

Decken wir die Motorradjacke des Schweigens über den ersten Teil der Hinfahrt und starten die visuelle Dokumentation in Korbach…

Auch wen das Wetter „ohne Worte“ war, so kann man die JH in Korbach nur weiter empfehlen. Beim ersten Mal mussten wir uns allerdings ein Vierer-Zimmer mit einem aus dem Aktenkoffer lebenden Jüngling teilen, doch auf der Rückfahrt hatten wir das Zimmer dann für uns!

Nach einer angenehmen Nacht waren wir wieder fit for den Tag, der hoffentlich nicht so verregnet sein würde – ein Irrtum, wie sich später heraus stellen sollte…

Da Vorsicht bekanntlich die Mutter der Porzellankiste ist, haben wir uns glücklicherweise zusätzlich noch in unseren Friesennerz gehüllt (kein echter, wirder Fachmann gleich an der Farbe erkennt). Man beachte außerdem die aufwändige

Verpackung der Reiseutensilien…

Zu beachten ist in Korbach ganz besonders, dass man die Einbahnstraßenregelung einhält – obwohl man nicht ortskundig ist! Schließlich gibt es ja überall auf der Welt Einbahnstraßen. (Besonders auf Gibraltar, aber das steht in einem anderen Buch…)

Wir trotzdem dem Ohne-Worte-Wetter und fuhren weiter drauf los, bis wir schließlich in weiß-der-Kuckuck-wo eine Pause einlegten, um unsere Socken zu trocknen und etwas Nahrung aufzunehmen.

Da sprach uns ein etwas sehr viel älterer Herr an und fragte, ob wir denn aus Hannover kämen und wo wir hin wollten. Obwohl unsere Eltern und immer gesagt hatten, dass wir uns nicht von fremden Menschen ansprechen lassen sollten, gaben wir bereitwillig Auskunft. Der Mann danke und verschwand.

Wir beendeten unser feudales Mahl aus einem Brot und einem Apfel und erfreuten uns dem Regenloch, welches über uns weilte. Da erschien doch wieder dieser Mann! „Jaja, ich bin früher auch mit meinem Motorrad durch die Gegend gefahren, aber heute bin ich 70 und fahre Cabrio. Wenn es regnet macht ich einfach das Dach zu!“

Es folgte ein kurzes Geplauder unter Motorradfahrern und der gute Mann verließ uns wieder. Er hinterließ uns jedoch den Tip, wo man gut günstig essen könne (hatten wir leider schon) und, was viel wichtiger war, die örtliche Tageszeitung – als kurze Abwechslung, wie er meinte…

Wie sich kurz darauf herausstellte, eignete sie sich aber wesentlich besser, um damit unsere nassen Schuhe auszustopfen!

Nachdem unsere Schuhe danke der Zeitung wieder einigermaßen getrocknet waren, folgten wir besagtem Regenloch weiter nach Mainz. Eingeholt haben wir es leider nicht.

Die Straße und Hausnummer fanden wir ohne Probleme (danke der Firma LINDE). Jedoch gestaltete sich die Suche nach dem Klingelknopf etwas schwieriger, da der Hintereingang des Hauses vorne an der Straße lag! Doch auch dieses Problem lösten wir (innerhalb eines gewissen Zeitrahmens).

Bei Janine und Zaki angekommen, musste erst einmal alles Nasse ins Bad – das war auch unser gesamtes Hab und Gut. Nach einer ausgiebigen Ruhepause… und einer ausgiebigen Stärkung…

… machten wir uns auf den Weg zum Max-Planck-Institut, wo dieses Ohne-Worte-Wetter gemacht wird und versuchten, mit dem Wettergott Kontakt aufzunehmen.

Dem naiven Beobachter sei gesagt, dass dies nicht gelang :o(

Tags darauf war eine Sight-Seeing-Tour angesagt! Wir hätten uns doch sehr gewundert, wenn sich das Ohne-Worte-Wetter geändert hätte… Daher beachte man den gelben Punkt auf dem Bild…

Doch scheinbar hat uns das Regenloch wieder gefunden! Zumindest zur die kurze Zeit des zweiten Fotos! Nur einen sehr kurzen Moment, wie man auf dem dritten Bild sehen kann, denn das Bild ist nicht unscharf oder verwackelt, nein, es regnet nur so stark!!! ;o)

Zuflucht vor dem Ohne-Worte-Wetter fanden wir dann bei einem Cafe in einem Eis. Oder umgekehrt…

Nach drei sehr schönen (es ist nicht immer alles vom Wetter abhängig), arbeitsreichen (hoffentlich hängt die Zimmerlampe noch) und teilweise etwas kränklichen (ein Nachteil hatte dieses Ohne-Worte-Wetter wohl doch) Tagen hieß es Abschied nehmen von einer schönen Stadt und tollen Gastgebern!

Durch das Gepäck war die Beförderung von weiteren Passagieren leider ausgeschlossen :o( Ein Blick nach oben sagte uns, dass wir keine Zeit verlieren dürfen, denn, man mag es kaum glauben, es herrschte ein Ohne-Worte-Wetter: Wir waren wirklich sprachlos, weil die Sonne schien!!! Nun galt es, unsere 61 Pferde zu satteln…

… und die Elektronik ein letztes Mal auf einwandfreie Funktion überprüfen. Übrigens eine unheimlich tolle Erfindung, diese Funkgeräte! (Janine, danke übrigens für die Schal-Leihgabe!) Noch ein Blick in den Kofferraum: Nichts vergessen? Dann ab durch die Mitte!

Um diese Reise als Bildungsurlaub zu verbucken, war noch etwas mehr Sight-Seeing von Nöten. In Klein-Kleckers-Dorf wurden wir dann fündig und besichtigten eine Hinterlassenschaft unserer Ahnen… Um vor möglichen Eindringlingen (Touristen?) geschützt zu sein, war die Burg nach einem etwas unübersichtlichen Grundriss aufgebaut! Nachdem wir uns aber einen überblick verschafft hatten, gelang es uns auch, unsere Motorräder wieder zu finden… Man beachte das Ohne-Worte-Wetter der neuen Generation!!!

Nach einem kurzen Intermezzo während der Weiterfahrt (siehe dunklen Fleck unten Mitte)…

… folgten wir unser Anfangs ausgesprochenen Empfehlung und nächtigten erneut in der JH Korbach. Als dann zum Aufbruch geblasen wurde, beendeten wir unsere Tour, wo wir sie begonnen hatten (wo auch sonst).

Fazit: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung!

 

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