2003-07 Socken und Sandalen auf Mallorca

Die Malle-Diven — vom 10. bis zum 24. Juli 2003

Ein Mal Spanien, immer Spanien? Nein, nicht wirklich. Daher ging es dieses Jahr zum „entwöhnen“ in die deutsche Kolonie nach Mallorca… Aber wenn man sich an eine Regel hält: Gucken, in welche Richtung die Touristen gehen, und dann in die entgegengesetzte Richtung laufen…

Hier wird der Beweis erbracht, dass man als deutscher Tourist auf Mallorca auch sehr freundlich und zuvorkommend empfangen werden kann! Die einzige Voraussetzung: Gesunder Menschenverstand und man sollte wenigstens etwas Spanisch sprechen können!

Den Bericht ist nun endlich fertig, der kühlen Jahreszeit sei Dank, denn im Sommer hab ich keine Lust, bei der Hitze noch am Rechner zu hocken.

Mal wieder ein Urlaub, wo alles auf eigene Faust geplant ist. Nichts wird anderen überlassen, keiner denkt für uns mit, wir machen alles selber. Schließlich ist der Mann ja auch Selbst! (Anders herum hört sich dieser Spruch irgendwie besser an!)

Mit anderen Worten: Wir haben Flug, Auto und Unterkunft selber zusammen gestoppelt, in der Hoffnung, dass das alles auch klappt! Naja, zugegebenermaßen, so ganz selbst haben wir das dann doch nicht gemacht. Wir haben ein kleines Reisebüro bei Marco um die Ecke damit beauftragt… Dennoch musste ich selber beim Hotel anrufen und das Zimmer reservieren.

Die Koffer sind gepackt, unser Taxi-Dienst vom Chef wartet bereits vor der Haustür und es kann Los gehen. Marco nimmt meinen Koffer und will ihn vor die Haustür stellen, da passiert schon das erste Unglück! Der Griff reißt ab! (Dabei stellte sich hinterher beim Wiegen am Flughafen heraus, dass er 2 Kilo Untergewicht hat!)

Und dann ging es los in die Lüfte. Marco musste wie immer seine Schuhe ausziehen. Das kommt halt davon, wenn man ASi-Schuhe trägt… Dann mussten wir noch kurz warten (wieso stürmen eigentlich immer alle sofort zur Gangway??? Die Plätze sind doch reserviert!) und dann waren wir endlich in den hohen Lüften!

Wie das beim Fliegen dann halt auch immer so ist, gibt es dann auch gleich die Fress-Narkose, damit das Begleitpersonal auch seine Ruhe hat… Wobei man von Ruhe bei diesen kurzen Flügen wohl kaum sprechen kann.

Zum Thema Essen gibt’s da noch eine nette Anekdote: Über 90% der Tomaten-Saft-Produktion wird über den Wolken genossen!!! Kein normaler vernünftiger Mensch würde auf der Erde auf die Idee kommen, dort Tomaten-Saft zu trinken! Warum das? Ganz einfach: Dazu muss man sich nur mal vor Augen halten, was der Kapitän so von sich gibt. Kaum ist man friedlich im Flugzeug eingeduselt, da ertönt schon die Stimme aus den Lautsprechern: „Guten Tag, hier ist Käpten Sowieso von XYZ-Airlines.

Zunächst ein paar Informationen zum Flug: Unsere momentane Flughöhe beträgt 11.000 Meter und die Außentemperatur ist -53°C.“ Was sollen uns diese Worte sagen? Ganz einfach: „DU SOLLTEST NICHT HIER SEIN!!!“ Und deswegen versuchen die Menschen den drohenden Blutverlust im Falle eines Falles im Voraus schon durch Tomaten-Saft zu kompensieren!

Wir haben ja nun abends um 11 im Hotel eingecheckt. Da haben wir noch nicht gesehen, was für ein Zimmerchen wir haben. Bei Tageslicht sieht das nun so aus! Dieses kleine unscheinbare Fensterchen in der großen Wand, das ist unser Fesnter. Ehrlich! Nicht gelogen! Naja, ok, es ist das Badezimmer-Fenster. Aber immerhin hatten wir eins im Bad. Die anderen nämlich nicht!

An sonsten konnten wir und über unser Hotel aber wirklich nicht beschweren! Das Zimmer war sauber und wurde täglich gemacht. Und auch an sonsten stimmte das Preis-Leistungs-Verhältnis! Und die Lage war ja wohl 1a!!! Wir waren ungefähr 1 Minute vom Hafen entfernt – zu Fuß wohl gemerkt…

Ein kapitaler Fehler bei unserer Buchungsaktion war, dass wir kein Appartment genommen haben, welches auch über eine Küche verfügt hätte. Daher waren wir gezwungen, jegliche Nahrungsaufnahme außerhalb unserer eigenen vier Wände zu vollziehen. Gott sei Dank haben wir dann auch gleich am zweiten Tag Gabis Super-Mega-Monster-Baguettes gefunden. Tutto Kompletto. Mit allem Schnulli! Gabi und ihr Mann sind eines der unzähligen Aussteiger-Päärchen auf Mallorca, die einen Imbiss, eine Bar oder was auch immer auf gemacht haben. So konnte man auch problemlos bei 30°C im Schatten  Rostbratwürstchen mit Sauerkraut essen. Wir sind dann aber doch beim Baguett geblieben.

Und dann erkundeten wir die Gegend. Im Reisebüro sagte man uns, dass es einen FKK-Strand gäbe. Eine knappe halbe Stunde von unserem Hotel entfernt. Zu Fuß. Den versuchten wir nun zu finden. Gefunden haben wir ihn nicht. Aber dafür haben wir die erste Cala (in Frankreich an der Cote d’Azur hießen sie noch Calanque) nämlich Cala Gat gefunden. Der Strand, den man auf dem Bild sieht, ist auch schon der ganze Strand von Cala Gat. Also sehr schön kuschelig und Gott sei Dank nicht überlaufen!

Cala Gat ist die kleinste von den drei Buchten in Cala Ratjada. Und wie wir finden auch die Schönste!!! Außerdem ist sie am dichtesten an unserem Hotel dran gewesen. Unnötig zu erwähnen, wo wir nach einer kurzen Testphase dann immer hin gegangen sind…

Apropos überlaufen. Wer das haben möchte, der kann gerne zu Son Mol gehen. Zum einen küren diesen Strand die einzigen Bettenburgen in Cala Ratjada und zum anderen ist man dort alles andere, als alleine! Das ist doch mal Tourismus auf Mallorca, wie man ihn sich vorstellt – Urlaub zum abgewöhnen!


Und da gab es noch etwas, was uns gleich zu Anfang aufgefallen ist: Man spricht Deutsch! Überall und zu jeder Zeit. Spanisch braucht man wirklich nicht in Cala Ratjada. Oder doch? Nun, wenn man Land und Leute von einer anderen Seite aus kennen lernen will, dann ist es auf jeden Fall von Vorteil!

Apropos „Man Spricht Deutsch“: So toll ist das mit dem Deutsch nun auch wieder nicht. Oder sind das etwa die Auswirkungen der PISA-Studie???

Und hier sind wir bei unserer allabendlichen Lieblings-Beschäftigungen anzutreffen: Abends an der Poolbar einen Batida- Kirsch trinken…

Das mit den Bars ist sowieso so eine Sache. Wo anders gibt es überall Rausschmeißer. Auf Malle sind aber nur Reinschmeißer da. Die stehen an der Straße und verteilen Gutscheine für Gratis-Getränke. Am zweiten Abend sind wir dann auch prompt auf so einen Nepp herein gefallen!

Folgende Situation: Wir bummeln die Hauptstraße entlang und bekommen einen Gutschein für 2 (in Worten ZWEI) Freigetränke im Cocos Pool. Na gut, dann mal rein. Gutscheine Einlösen. Pustekuchen, die Freigetränke gibt es nur bei der ersten Bestellung, wie wir erfuhren. Also gut, dann bestellen wir halt was. Ich nehme einen Batida-Kirsch und Marco einen Tequila-Sunrise. Nun ist es aber so, dass in Cala Ratjada irgendwie immer Happy Hour ist. Wussten wir nur nicht… Also bekamen wir 2 Batida-Kirsch und 2 Tequila-Sunrise und dann noch 2 Begrüßungs-Getränke alias Batida-de-Coco. Also 6 (in Worten SECHS) Cocktails!!! Aber das war immer noch nicht das Ende der Fahnenstange: Denn für jeden bestellten Cocktail gab’s noch ’nen Los dazu. Damit haben wir dann noch ein Polo-Shirt gewonnen und einen Schnaps! Also 7 (in Worten SIEBEN) Getränke. Und 2 haben wir nur bezahlt. Was für ein feucht-fröhlicher Abend. *hicks*

Wenn man schon mal auf Mallorca ist, und noch dazu ein Auto hat, dann muss man auch mal eine Tagesfahrt nach Palma machen. Gesagt, getan. Hin gedüst. Durch viel Glück einen versteckten Parkplatz direkt in der City gefunden (der auch bezahlbar war) — der ist hinter dem Bahnhof von der Bimmel-Bahn, falls mal jemand da hin kommt. Dann gleich um die Ecke lecker gefrühstückt (wenn wir größeres vor hatten, dann haben wir immer englisch gefrühstückt, also Spiegelei, Würstchen, Pommes und so…). Und dann ging’s los zum Sightseeing:

Der Tradition halber musste Marco dieses Mal an die Arsch-Säule ran. Er hat erst hinterher gemerkt, dass das ’ne Frau war!

Palma. Das wohl berühmteste Bauwerk in Palma ist die Kathedrale. Man sieht sie schon von weitem vom Meer aus, denn sie ist direkt am Hafen gebaut. Auszeichnen tut sie sich eigentlich nur durch die Tatsache, dass sie die größte Rosette der Welt besitzt. Ihr Durchmesser schwankt zwischen 12,3 Meter und 13,5 Meter. Je nachdem, in welchem Reiseführer man nachschaut!

An sonsten ist die Kathedrale relativ unspektakulär. Erwähnenswert wäre vielleicht noch die Dornenkrone, der über dem Altar hängt. Der ist nämlich von Gaudi. Im übrigen fanden wir den Hof hinter der Kirche viel interessanter…

Abends aus Palma zurück gekehrt, mussten wir feststellen, dass uns der Mond so herzhaft anlacht. Da konnten wir nicht widerstehen, und etwas dönikens machen…

Und noch eine Lieblingsbeschäftigung. Es ist ja nun nicht so, dass wir ausschließlich in Cala Gat gelegen haben. Dann und wann waren wir auch mal in Cala Agulla anzutreffen. Und dann sind wir immer auf dem Rückweg in den Königgarten eingekehrt. Im Zuge der Germanisierung ist der frühere Name (Torro Bravo) leider verloren gegangen.

Der König-Garten zeichnete sich durch vielerlei Highlights aus: Es gab dort den besten Erdbeer-Kuchen in ganz Cala Ratjada. Es gab dort einen überaus schnuckeligen Kellner (siehe unten). Es gab dort einen schlitzohrigen Chef und man konnte dort kostenlos surfen! Tja, und das haben wir uns natürlich nicht nehmen lassen, dort spätestens jeden dritten Tag vorbei zu schauen!

Und ganz begeistert war der der Chef dann noch von Marcos USB-Stick!!! Seit dem hatten wir dort einen Stein im Brett *freu*

Wenn man schon mal auf Mallorca ist, dann muss man eines auf jeden Fall gesehen haben: Die größte, die schönste, die beste, die tiefste, die längste, die beleuchtetste, die bunteste, die älteste, die, die, die… Tropfstein-Höhle. Die Drachen-Höhle.

Sie ist vermutlich auch die vollste, die überlaufenste, die lauteste, die teuerste die unsympathischte, die, die, die… Kurzum, wir waren nicht begeistert. Man zahlt einen Haufen Eintritt und darf nicht mal fotografieren. Man wird da hindurch geschleust, ohne dass man richtig gucken kann. Das Konzert auf dem See ist schrecklich. Jeder Geiger in der Fußgängerzone spielt besser und alles ist sowieso nur am brabbeln…

Dafür hatten wir auf dem Rückweg unseren Spaß!!!

Und dann gab es noch ein unvorhergesehenes Highlight in Cala Ratjada. Zumindest für uns unvorhergesehen. Denn in der ersten Woche war das Fest der Ortsheiligen! Das resultierte zunächst erstmal in einem großen Fest am Hafen mit vielen Buden und Ständen und so. So waren wir das auch schon vom letzten Jahr in Torre del Mar gewohnt. (Dass das aber nach den Festivitäten abgebaut wurde, und danach total tote Hose am Hafen war, wussten wir allerdings auch nicht.)

Als nächste Steigerung gab es dann Show- und Tanz-Darbietungen am Hafen. Mit Bühne, Licht und allem Schnulli. Bierzelt-Garnituren, etc. Die ultimative Steigerung des Ganzen war dann die Segnung der Schiffe. Das muss man sich dann so vorstellen, dass alle Schiffe bei Sonnenuntergang aufs offene Meer hinaus fahren und sich dann um das Schiff mit dem Pfarrer herum versammeln. Dann werden sie gesegnet und fahren dann zur Hafeneinfahrt zurück. Von dort hat man dann unweigerlich den besten Platz, um das Feuerwerk zu bewundern. Aber auch wir saßen auf sehr exclusiven Plätzen und konnten sehen, wie so einiges in die Luft gegangen ist!!! Da kann sich so mancher Herrenhäuser noch eine Scheibe abschneiden!

Nach dem Frust in der Drachen-Höhle solle es nun einen mehr als angemessenen Ausgleich geben. Wie drei Jahre zuvor mit Marius war wieder ein Abstecher in die nicht kommerzialisierte Tropfsteinhöhle am Cap de Menorca geplant.

Den dazu nötigen Reiseführer haben wir schon zwei Tage vorher gekauft (in Deutschland gibt es den aus irgend welchen Gründen nicht mehr), so dass es ganz entspannt los gehen konnte. Den Wanderweg zur Höhle hätte ich auch ohne Reiseführer gefunden, jedoch für die Anfahrt im Auto brauchte ich ihn dann doch…

Der Weg dort hin war vertraut. Teilweise auch durch schreckliche Farbmarkierungen gekennzeichnet, die sich glücklicherweise schnell verloren. Problem war jedoch, dass die Stürme im letzten Herbst doch den einen oder anderen Baum umgestürzt hatten. Daher war der Weg streckenweise nicht immer ganz offenstlichtlich. Dennoch sind wir trotz einigen Spielereien am Ziel angekommen!

Apropos Spielereien: So was wird von ganz Oben natürlich sofort bestraft! Beim Fotografieren in besagter Haltung ist mir dann auch prompt mein Wanderführer und zwei Akkus aus der Hosentasche gefallen und haben sich nach unten den Abhang verabschiedet. Gott sei Dank sind sie auf der übernächsten Wegbiegung 20 Meter weiter unten zum Liegen gekommen. Wenn auch sehr verkratzt…

Wir haben es geschafft. Der Höhleneingang ist erreicht. Eine kurze Verschnaufpause ist angesagt, nicht zuletzt, um die herrliche Aussicht von hier zu genießen…

Schon gleich zu Anfang musste ich feststellen, dass sich im Vergleich zum letzten Mal vieles verändert hat. Leider zum schlechten. Denn es gab kaum Teelichter un der Höhle. Und die paar, die es gab, waren eigentlich alle ausgeschüttet worden. Eigentlich läuft das dort so ab, dass jeder welche mitbringt, und leere wieder mitnimmt. Beim Rausgehen pustet man die Lichter aus und schüttet sie nicht aus.

Aber trotzdem hatten wir genug Kerzen dabei, um die Höhle in ein schaurig-schönes Licht zu tauchen. Allerdings mussten wir feststellen, dass man mit einer Taschenlampe und zwei Personen doch etwas schlecht ausgerüstet ist. Beim nächsten Mal ist auf jeden Fall ein besseres Equipment erforderlich.

Die Höhle geht schätzungsweise über 100 Meter tief in den Berg hinein. Dieses Mal jedoch sind wir nicht bis ans allerletzte Ende gegangen. Und schon gar nicht die halsbrecherische Schräge hinunter gerutscht, wie beim letzten Mal. Aber demnächst werden wir das ganze noch einmal mit Seil und co. wiederholen!

Dennoch haben wir fast jeden Winkel in der Höhle erkundet und so manchen gruselig-schaurigen als auch schönen Augenblick dort verbracht. Die Zeit verging wie im Fluge und wir haben volle drei Stunden in der Höhle verbracht. Übrigens sind wir das erste Mal seit Tagen wieder auf „normale“ Körpertemperaturen gekommen!

Leider hat der Vandalismus hier auch nicht Halt gemacht. Deswegen möchte ich an dieser Stelle auch nicht weiter verraten, wo diese Höhle genau liegt, und wie der Reiseführer heißt. Aber Wer wirklich Interesse hat, der scheue sich bitte nicht, nachzufragen. Eine Antwort ist garantiert!

Nach besagten drei Stunden, die wie der Wind vergangen sind, ging’s wieder in Richtung Heimat! Leider mussten wir das, was es vorher runter ging, nun wieder hinauf klettern. Aber die Höhle liegt ohnehin auf einem ähnlichen Niveau, wie der Parkplatz. Nur dass man auf dem Weg dahin zwei Bergkuppen übersteigen muss…

Abends bei Andrea und Mike angekommen, haben wir von unserer spädeologischen Expedition berichtet und unser wohl verdientes Eis geschlemmt! (Der kleine Löffel war übrigens für Marco *grinz*)

Aus zeitlichen Gründen haben wir es bei unserem ersten Palma-Besuch nicht geschafft, mit der Bimmel-Bahn, dem Roten Blitz, zu fahren. Der fährt nämlich nicht den ganzen Tag über, sondern nur bis zum frühen Nachmittag. Da wir aber nicht noch einmal nach Palma fahren wollten, haben wir das Pferd umgekehrt aufgezogen: Wir sind mit dem Auto nach Soller gefahren um dann mit der Bahn nach Palma zu zuckeln.

Gesagt, getan. Diese Bahnfahrt ist ein Muss bei einem Mallorcabesuch! Auch der drei Kilometer lange, schnurgerade Tunnel, durch den man hindurch gucken kann, ist eine Sensation! Und an den Sitzbänken kann sich die Deutsche Bahn auch eine Scheibe abschneiden. Es lohnt sich also wirklich und ist auch spott-billig! Man zahlt etwa 2,47 Euro dafür. Und trotzdem ist es eine der wenigen öffentlichen Einrichtungen, die Gewinn abwirft! Vielleicht, weil die Bewohner von Soller daran beteiligt sind…

Zurück sind wir dann nach reiflicher Überlegung mit dem Linienbus gefahren. Der ist 3 Cent teurer, als die Bahn. Auch das hat sich als Volltreffer herausgestellt! Denn der Busfahrer war ein Alleinunterhalter erster Klasse! Singen, Witze erzählen Passagiere foppen… Und das alles während der Fahrt über engste Sepentienen: „Ich gucke auf die Straße, das ist mein Job. Und Sie gucken sich das Panorama an, das ist Ihr Job!“

Auch so eine Sache, die sich irgendwie eingeschlichen hat: Crazy Disk, oder wie auch immer dieses Spiel heißt. Letztes Jahr in Torre del Mar zum ersten Mal gespielt. Hier in Cala Ratjada haben wir es allabendlich gemacht. Jeden Abend eine Partie. Ich muss ja nicht sagen, wer gewonnen hat *grinz*

Wenn man auf einer Insel Urlaub macht, die zu alledem noch zu Spanien gehört, dann muss man einfach auch mal Fisch essen!!! Man darf allerdings nicht den Fehler machen, Restaurants am Hafen zu nehmen. Das haben wir ja nun schon am ersten Abend gehabt: 22.30 Uhr. Wir verlassen das Hotel, um richtig Essen zu gehen. Alle Restaurants haben schon zu. Nur noch eines am Hafen hat auf. Wir setzen uns, der Kellner naht. Er bat uns, dass wir uns beeilen sollten, denn die Küche mache gleich zu. Also verzichteten wir auf langes wälzen der Karte und nahmen das Tagesgericht: Thunfisch.

War ja auch sehr lecker. Nur dass das hinterher 52,38 Euro gekostet hat, war uns nicht bewusst. Ein guter Start in den Urlaub, der uns die Angst machte, dass nach einer Woche das Geld alle sei. Glücklicherweise haben wir dann ja Andrea und Mike kennen gelernt, die uns den Insidertipp gegeben haben, wo man gut Fisch essen kann: Im Restaurant Los Arcos Dazu noch der Bonus der Muttersprache, und der Abend war mehr als gerettet und das finanzielle Fiasko vergessen!

Ein Ausflug in das Kloster von Lluch gehört auch zu dem Pflicht-Programm eines Mallorcabesuchs. Allerdings bitte auch erst nach dem Kaffeetrinken, denn dann ist es wunderbar leer dort, denn alles ist wieder auf dem Heimweg zur Futterkrippe!

Das Kloster, nein, DAS Kloster der Insel ist ein Pilger-Kloster. Es zeichnet sich vor allem durch seine schwarze Madonna aus. Auf der ganzen Welt gibt es nur drei Stück davon. Für gewöhnlich ist sie in die hintere Kapelle gedreht. Nur zur Messe wird sie um 180° gedreht und man kann sie vom Kirchenraum aus sehen.

Eine unserer Lieblingsbeschäftigungen war übrigens, wie sollte es anders sein, das Baden. Allerdings stellten wir schon am zweiten Tag fest, dass wir essenzielle Dinge vergesseh hatten: Sonnenschirm, LuMa, Schnorchel und Brille. Was blieb uns anderes übrig, als alles nach und nach zu kaufen???

Übrigens tut man sehr gut daran, all das nicht am Strand zu kaufen, weil man dort mit etwa 300%igen Aufschlägen rechnen muss. Viel günstiger kommt man weg, wenn man all das im Supermarkt kauft!

Eigentlich sollte es die größte Wanderung des Urlaubs werden. Nur durfte ich nicht. Und das nur, weil zwei Tage vorher auf der Strecke durch den Torrent de Pareis eine dusselige Touristin verdurstet ist. Das hat uns nämlich unser Hotelier Vicente vom Hostal Marina erzählt. Und genau DESWEGEN durfte ich da nicht lang gehen!!! Marco hat mir bösen Blickes den Weg versperrt. So musste ich neben diesem Häufchen Elend unverrichteter Dinge stehen bleiben. Unnötig zu erwähnen, das man den Weg, im Gegensatz zum Reiseführer, locker in drei anstatt fünf Stunden schafft… Aber ich durfte ja nicht!

Nun denn, also sind wir, anstatt zu wandern, mit dem Auto nach Sa Calobra gefahren. Millionen von Serpentinen. Steilste Hänge hinunter. Eine echt geniale Strecke. Nicht umsonst steht in dem Reiseführer drin, dass das nur etwas für geübte Autofahrer sei. Nicht zuletzt übrigens, weil es dort so den einen oder anderen verrückten Raser gibt. Übrigens eine Regel beim Antreffen von Reisebussen: Stehenbleiben. Nicht rückwärts fahren. Es sei denn, der Busfahrer fordert einen dazu auf! Denn schon so manch einer ist beim rückwärts Fahren den Hang hinunter gerollt, denn es gibt nicht überall Leitplanken.

Unten in Sa Calobra angekommen erwartet einen erst einmal ein kostenpflichtiger Parkplatz. Und an sonsten Halteverbot. Wen wunderts… Alles dort unten ist teuer. Der Strand besteht aus Kieseln. Trotzdem baden dort wirklich manche ernsthaft! Man kann dann noch etwas den Torrent hinauf gehen. Dann kommt man auch an dem Totenkopf vorbei.

Diese Mallorquinischen Gatter findet man überall auf der Insel. Nur nicht dann, wenn man sie sucht und einem Tischler zeigen will, weil sie absolut symmetrisch sind. In Sa Calobra haben wir dann doch eins gefunden…

Der Urlaub neigt sich dem Ende, und es bleibt nur noch Danke zu sagen. Danke an Vicente, dem Besitzer vom Hostal Marina. Dort haben wir morgens vor unseren großen Touren immer unseren Kaffee getrunken und Abends einen Absacker oder zwei. Und von dort haben wir auch diverse Mails und Fotos verschickt. Vicente spricht übrigens sehr gutes Deutsch. Daher können wir zu einem Aufenthalt dort auf jeden Fall raten!!!

Danke an den süßen Kellner vom König Garten. Der spricht perfekt Deutsch und ist gebürtiger Spanier. Immer für einen frechen Spruch zu haben! Gott sei Dank konnten wir ihn am letzten Abend aus der Bahn werfen, als er mitbekommen hat, dass ich auch Spanisch spreche *grinz*

Und abschließend bleiben dann noch Andrea und Mike. Das Aussteiger-Päärchen aus dem Ruhrpott. Die Beiden haben drei Wochen vor unserer Ankunft das Cafe Laurenzius (Schutzpatron der Gastronomen) direkt gegenüber vom Hafen aufgemacht. Sehr nette Leute mit einem tollen Cafe und suuuper günstig und extrem lecker – Andrea und Mike, wir drücken Euch die Daumen!!!

Und als Winke-Winke gibts noch mal die schönsten Impressionen in Über-Kino-Größe!!!

Bis zum nächsten Jahr Mallorca – das hab ich meiner Maus versprochen!!!

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