2003-12 Weihnachten in Spanien

Wenn ich nicht hier bin, dann bin ich auf dem Sonnendeck! — vom 19. bis zum 26. Dezember 2003

Weihnachten ein Mal anders: Unter der Sonne des Südens, am Strand liegen, im T-Shirt raus gehen. Total schön, aber doch komisch!!!


Warum muss das alles eigentlich immer so schrecklich früh los gehen??? Nach einer mit Sicherheit nicht ganz so direkten Fahrt (wir sind nach Schildern gefahren, aber über die Vahrenwader wäre es mit Sicherheit schneller gegangen) war ich also in aller Herrgottsfrühe am Flughafen. Wunderbar ruhig aber schrecklich langweilig! Irgend etwas stimmt doch nicht, wenn die Eincheck-Zeit mehr als 50% der Flug-Zeit in Anspruch nimmt… Von wegen Düsenjet-Zeitalter!

Und dann saßen wir nun alle und es konnte los gehen. Denkste. Dezember in Norddeutschland hat ehr selten etwas mit Eis und Schnee zu tun. Nur dann, wenn ich fliege! Also musste der Flieger erst noch in die Enteisungs-Anlage… Wobei „Anlage“ etwas übertrieben ist, denn man fährt nicht etwa in eine Wasch-Anlage, wie man das erwarten würde, sondern es kommt ein Wagen mit einem Rüssel, und sprüht die Tragflächen mit einem Glykol-Glyzerin-Gemisch (3G) ein…

Ein Vorteil, wenn man so früh fliegt, ist zweifellos ein Sonnenaufgang ohne Wolken. Bzw. ein Sonnenaufgang über den Wolken! Da weiß man gar nicht, wem man mehr Aufmerksamkeit schenken soll: Der Pressfüllung oder der Sonne. Vermutlich läuft es dann doch ehr auf das Futter hinaus, weil man sonst beim Aufmachen alles auf des Nachbarn Schoß verteilen würde…

Unerlässlich sind bei mir immer diese nüchternen Flug-Daten… Ich weiß auch nicht so recht, aber irgendwie ziehen die mich immer magisch an!!! Der Informations-Gehalt ist ehr vernachlässigbar. Man will sowieso nicht da draußen sein, oder? Einzig neues war allerdings die Bug-Kamera, aber dazu gleich mehr…

Kaum zu glauben, dass man im Flugzeug noch was neues sieht, aber es geht wirklich! Diesmal hatten wir ne Bug-Kamera, die das Starten und vor allem Landen zeigt!!! Sehr interessant, und auch teilweise beängstigend, wenn erst bedenklich nahe am Boden die Lande-Bahn erkennbar wird. Aber man muss sich immer vor Augen halten, dass der Pilot auch heile runter will ;o) Und das muss man auch dem Nachbarn sagen *g*

Hatte ich schon erwähnt, dass mein Flug über Mallorca ging? Nein? Tat er! Mit satten 45 Minuten Aufenthalt. Na toll. Zum sterben zu viel, zum Leben zu wenig… Aber immerhin waren mir ein paar Blicke über die Insel gegönnt. Wir zum Beispiel Cala Agulla von Oben. Haben wir zwar schon im letzten Jahr gesehen, aber nicht abgelichtet…

Und beim Starten in Richtung Ibiza (nein, nur drüber geflogen, nicht noch mal gelandet) haben wir dann auch die Drachen-Insel gesehen, die dieses Jahr ein Ziel sein wird… Und dann war da noch ein Bild: Jau, Torre del Mar. Zumindest glauben das alle, die das Bild sehen. Ich denke mal, dass auch vieles dafür spricht. Aber genau sagen kann es dann wieder doch keiner. Aber wir gehen mal davon aus, dass es so von oben ausschaut.

Ja, und kaum gelandet, gehts auch schon zum Strand. Und der Sommer erwartet einen schon in voller Blüte!!! Riesen-Strelizien. Nein, keine Bananen, auch wenns so ausschaut… Ja, und die Post-Straße, die gar nicht so heißt, ist auch fertig geworden. Das Fischer-Denkmal… Nur die Bäume sind noch etwas klein, aber das wird schon noch, denke ich mal! Meine kleine Schwester muss mal wieder Dönikens machen ;o) *winke*

Tja, und an der Promenade ist dann auch das erste weihnachtliche Familien-Foto fällig… Ok, hier merkt man dann doch, dass es etwas winterlicher ist. Die Sonne steht leider ziemlich tief :o( Aber wenn sie denn da ist, dann richtig ;o) Ja, und der dusselige Hund ist natürlich immer tierisch neugierig und muss überall seine Zunge rein stecken. Dass da Salzwasser vom Meer drin war, hat er leider erst zu spät bemerkt *g*

Vor nem Weihnachtsmarkt bleibt man selbst in Spanien nicht verschont. Aber dieser hier war echt lustig. Das, was man nämlich auf dem Foto sieht, ist auch schon alles!!! Klein und schlecht. Aber geil!!! Man beachte dann übrigens noch die Mützen im Vordergrund: Mit und ohne Zöpfe für Männlein und Weiblein. Die Emanzipation des Weihnachtsmarktes ;o)

Und das ist das tolle an Weihnachten in Spanien! Man kann wirklich in kurzer Hose und T-Shirt am Strand rum laufen!!! Mein sonst gar nicht so Kälte empfindlicher Vater hat jeden Tag gesagt: Nimm nen Pullover mit, es ist kalt. Und ich hab auf ihn gehört. Und er durfte den Pulli dann immer tragen *freu*

Und hier der ultimative Beweis, dass man auch ins Wasser gehen kann!!! Zugegebenermaßen, nur mit den Füßen, aber immerhin. Zum richtigen Baden war es dann doch wirklich zu kalt… Dem dusseligen Hund hat das alles natürlich überhaupt nichts aus gemacht. Der hat aber irgendwie auch Respekt vor den Wellen *grinz* Aber wenn man sich dann hinterher in die Sonne legt, um wieder seinen Füße zu trocknen, dann kommt schon fast Urlaubs-Stimmung auf!!! Keiner weiß, warum Hunde unaufgefordert Stöckchen zurück bringen. Und genau so weiß auch keiner, warum Hunde Halb eingebuddelte Stöckchen wieder ausgraben wollen. Damit können sie sich Stunden lang beschäftigen. Wie praktisch, wenn man das weiß ;o)

Nicht nur die Deutschen verfügen über eine Vielzahl an Weihnachts-Beleuchtungen. Nein, auch die Spanier können das! Allerdings glaube ich kaum, dass die dort auch so früh aufgehängt werden, wie hier zu Lande. Aber mir soll das nur recht sein!!! Wenn man sich dann an den Strand begibt, und mal einen Blick zurück wirft, bekommt man auch mal einen schönen Eindruck des Szenerie bei Nacht! Gar nicht mal so schlecht!!!

Fast schon zur Perfektion gebracht ist im Süden übrigens das Krippen bauen! Eine größer und schöner, als die andere. Natürlich nicht ohne Grund. Denn kurz vor den Heiligen Drei Königen wird die schönste Krippe im Ort dann prämiert. Kein Wunder, dass sich dann jeder ins Zeug wirft! Übrigens auch ein netter Brauch, den man eigentlich mal übernehmen sollte, ist der, dass man im Geschäft einen Schnaps und Weihnachts-Gebäck bekommt. So kann ein kleiner Einkaufs-Bummel schnell in eine Sauf-Tour ausarten!

Auf das nun Folgende, sollte man ein Auge drauf werfen, denn das sieht man nicht alle Tage: Wir pflanzen einen Weihnachtsbaum!!! Und nicht wie bei Alf: „dfadn sdfapiu asdufp asdfpuou qwer asdeiu“ – „WAAAS??? Du musst es schon übersetzen, Alf“ – „Schritt 1: Malen sie den Stamm grün!“ – „Grün?“ – „Farbe im Preis nicht eingeschlossen…“

Man stelle den Baum auf, lege die Girlande drum und stecke den Stern oben auf. Dann fülle man das „Wasser“ unten hinein. Dann muss man warten. Ganz lange. Etwa 24 Stunden lang. Während dessen wächst er lansam… Und hinterher sieht er dann schön buschig aus!!!

Genau so muss der Heilige Vormittag sein. Strahlender Sonnenschein. Kurze Hosen. T-Shirt. Palmen. Saftige Wiesen. Eine rote Mütze. Ein kleiner Tannenbaum.

Während die MaPas auf der Parkpank kopfschüttelnd das Treiben ihrer Kinder verfolgten… … tummeln sich meine Schwester und ich in den Fluten des Mittelmeers und zeigen dem Tannenbaum mal wieder eine Ecke, die er bis Dato bestimmt noch nicht gesehen hat!

Nein, keine Foto-Montage!!! Kaffee-Zeit am Heiligen Nachmittag an der Strand-Promenade… Etwas deplaziert wirkt der arme Baum schon, aber da muss er jetzt durch…

Ja, und wenn dann der Trubel am Heiligen Abend vorbei ist, kommt man auch zur Ruhe. Könnte glatt die Tee-Oma sein ;o)

Und sooo schnell geht ne Woche auch schon wieder rum. Es geht wieder zurück in den kalten Norden!!! Wieder in zwei Etappen. Wieder mit zwei mal Fress-Naarkose…

Ja, da war wieder die Insel der Träume. Mallorca. Und diesmal auch ein Blick auf den Ballermann… Ich finde, das ist genau der richtige Abstand, den man dazu haben solle ;o)

Diesmal kein Auszug aus den ohnehin langweiligen Flug-Daten sondern mal was anderes Interessantes, das sich beim Umsteigen in Palma ergeben hat (wir mussten übers Rollfeld…) Vor dem Tanken muss zwischen Tankwagen und Flugzeug ein Potenzial-Ausgleich stattfinden. Daher diese blanken Stellen, die nicht überlackiert werden!

Kennt man sonst nur vom Füller: Der Mont Blanc. Aber der Pilot kann einem ja viel erzählen… Dieser hier war übrigens ein sehr gespärchiger seiner Gattung. Normalerweise stammeln die ja nur einen „Guten Tag“ ins Mikro. Aber der hat geredet, wie ein Wasserfall. Nur war kaum jemand da,

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