2004-07 Teufelsaustreibung auf Mallorca

20.000 (mikro) Meilen unter dem Meer — vom 27. Juli bis zum 09. August

Die Mallorca-Revival-Tour. Wir haben es der Insel, Vicente, Andrea und Meik und auch uns selber versprochen. Und auch prompt wieder wahr gemacht! Wir haben zwei wunderschöne Wochen in der Sonne verbracht, und waren sogar tauchen und klettern!

Dienstag, 27. Juli


JA, wir sind mit HLX geflogen, aber NEIN, wir haben dafür nicht 19,95 EUR bezahlt. Aber immerhin war es billiger, als im letzten Jahr. Als wir dann aber im Flugzeug saßen, wussten wir auch, warum es günstiger war: Nix mit Filmchen vorweg zu den
Sicherheits-Geschichten. Nein, da wird noch gut alles mit der Hand gemacht!!! Auch nix mit modernen LCD-Displays über den Sitzen, wie bei AirBerlin, sondern gute alte Röhren-Technik im Mittelgang! Und auch nix mit Kurzfilmen während des Fluges. Nein, da gibt’s nur HLX-Werbung.

Allerdings hatte man durch die Fernseher die Möglichkeit, wieder einen tieferen Einblick in die Funktionsweise eines Flugzeugs zu erlangen: Irgendwann beim Bremsen muss scheinbar auch eine elektrische Bremse zum Einsatz kommen! Anders lässt es sich nicht erklären, dass der gelbe HLX-Bildschirm auf ein mal total grün wird…


Essen gab’s natürlich auch nicht. Aber gegen einen geringen Aufpreis von 8 EUR gibt’s dann doch noch dieses feudale Mal. Tomaten-Saft ist ja beim Fliegen ein MUSS *grinz*.

Und dann waren wir schließlich da. Geglaubt hat es keiner von uns, nachdem der Pilot über Malle noch diverse Haken geschlagen hat… Als wir dann schließlich am Boden waren, gab’s dann auch prompt keine Gangway. Statt dessen ’nen Bus. Der ist dann auch prompt um das gesamte Terminal herum gefahren! So lange waren wir noch nie auf dem Flughafen unterwegs. Aber immerhin blieb uns so dann der ewig lange Fußmarsch erspart, der auf PMI eigentlich üblich ist.

Mittwoch, 28. Juli


Endlich wieder zu Hause. Irgendwie war es so, als wenn wir nie weg waren… Alles wie immer. Man fühlt sich echt wie zu Hause!!! Kaum am Flughafen angekommen, hat Andrea schon unsere Bestellung fürs Abendessen entgegen genommen, so dass wir uns direkt an den gedeckten Tisch setzen konnten. DAS ist doch mal ein Service!!! Wo hat man das schon?


Und das war er dann: Der erste Test von Marcos AQUAPAC! Wenn man solche Fotos machen will, hat man mehrere Möglichkeiten:

  1. Man kauft eine Unter-Wasser-Wegwerf-Kamera. Aber wenn man erst mal Digi-Fotos gewohnt ist, dann ist das keine wirkliche Alternative.
  2. Man kauft ein Hardcase, was speziell für die Kamera passt. Aber die gibt es in der Regel nur vom Original-Hersteller, und kostet für gewöhnlich so viel, wie die Kamera selber mal gekostet hat.
  3. Man kauft eine Plastik-Tüte von AQUAPAC! Sie sind die einzigen (wirklich die einzigen), die so eine „Low-Tech“-Geschichte überhaupt anbieten. Der einzigen Haken an der Sache ist nur der, dass die Kamera dann auch in die Tüte rein passen muss. Aber die Mini-Cam von Marco ist wie dafür gemacht!!!

ABER: Wenn man sich dann die Bilder zu Hause anschaut, dann kommt die große Enttäuschung: Alles nur grau in grau und ohne Kontraste. Eine Suppe. Aber genau dafür gibt es ja einen Knopf in jedem Bildbearbeitungs-Programm. Und dann ist die
Welt wieder strahlend und in Ordnung!

Donnerstag, 29. Juli


Wolken? Kalt? Fast-Regen? Dafür hätten wir nun wirklich nicht nach Mallorca fahren müssen… Oder doch? Wir nutzen also die Chance, um zu unserer ersten Wanderung auf Schusters Rappen zu begeben. Vorher haben wir uns natürlich auch brav bei Andrea und Mike und auch bei Vicente abgemeldet. Keiner hatte etwas dagegen und die Aktion wurde als unbedenklich eingestuft.

Das Ziel war klar. Nur der Weg dorthin noch nicht so ganz. Denn eigentlich hätten wir zunächst am fast endlos langen Strand der Cala Agulla entlang spazieren müssen. In Wanderstiefeln… Also nicht ganz so das Strand-Outfit. Daher haben wir uns
hinter den Strand im Pinien-Wald sehr erfolgreich unseren Weg gebahnt.


Irgendwann sind wir dann wieder aus dem Wald heraus gestolpert. Und da hatten wir dann auch endlich mal unser fernes Ziel vor Augen: Einer der unzähligen Beobachtungstürme auf Mallorca.

Der Weg dort hin sollte einfach sein. Laut Mike eine Jogging-Strecke von ca. 35 Minuten. Naja, sooo einfach ist das dann doch alles nicht gewesen. Also der Weg ist definitiv nichts für Badelatschen. Ein Freund von Vicente hat das nämlich schon mal
getestet. Mit dem Erfolg, dass sich die Latschen schon auf dem Hinweg aufgelöst haben. Merke: Festes Schuhwerk  mitnehmen!!! Zumindest jedoch Turnschuhe.

Nun haben wir allerdings nicht den „offiziellen“ Weg gewählt, sondern erst einmal einen bequemen und breiten Weg unten knapp über Meereshöhe um den Berg herum, bis wir mehr oder weniger direkt unter dem Turm waren. Den Rest des Weges findet man dann ganz einfach: Immer dem Gradienten folgen. Also steil nach oben! Aber auch dieser „Weg“ war Gott sei Dank mit Steinmännchen markiert.


Nun denn, man soll es nicht für möglich halten, aber wir haben es tatsächlich geschafft! Wir sind knapp 100 Meter vom Turm entfernt auf dem Kamm angekommen. Immer den Steinmännchen folgend. Und dort oben war es windig!!! Und wir waren
vollkommen durchgeschwitzt von der Kletter-Partie.

Direkt neben dem Turm gab es, wie so oft auf Mallroca, mal wieder einen geodätischen Vermessungspunkt. Und auch hier fehlt, wie so häufig auf Mallorca, die Stahlplatte mit dem Hinweis, dass das Entfernen ebend dieser Platte mindestens mit
der Todesstrafe geahndet wird. Immer diese Touristen!

Immerhin bot dieser Vermessungspunkt einen idealen Ausgangspunkt für ein neues Panorama. 360°. Von Cala Mesquida bis Cala Agulla und zurück!


Nein, da erleichtert sich keiner nach dem schweren Aufstieg!!! Marco hat nur wieder seine Schwäche für Makro-Aufnahmen entdeckt, und wuselt da wieder in zweideutigen Posen am Abhang herum.

Diese Zeit kann man dafür nutzen, die unterschiedlichsten Touristen zu beobachten, die in den verschiedensten Stadien körperlicher Auflösung oben am Turm stranden. Denn mittlerweile hat der Himmel sich wieder geklärt, und im Windschatten oder in der prallen Sonne ist es fast unerträglich heiß. Zumindest, wenn man kein kühlendes Nass in seiner Nähe hat…


Anfangs, als wir oben am Turm angekommen waren, haben wir diese Windstille Ecke des halben Turmes noch genossen, da und diese Ecke wahrscheinlich vor dem sibirischen Bluthusten verschont hat. Jetzt aber, für das Foto und bei stahlblauem Himmel ist es in dieser Ecke unerträglich heiß!!!

Daher nur ganz kurz für ein Foto posiert. Gehofft, dass keiner die Kamera mit dem Selbstauslöser klaut. Gefreut, dass wir so viele Stative mit haben, und für jeden Einsatzbereich individuell eins aussuchen konnten. Gebangt, ob die eine oder andere
Windböe, die hier oben doch mal vorbei fegt, die Kamera nicht den Abhang hinunter pustet.


Wo wir schon bei Fotos und posieren sind. Es soll ja Leute geben, die nach dieser Kletter-Tour (immerhin gut 300 Meter in einer halben Stunde) immer noch nicht die Schnauze vollhaben. Dieser Turm hier ist ja nur nochzur Hälfte da. Also bleibt
einem nichts weiter übrig, als innen hoch zu klettern. Gesagt getan!


Der Abstieg naht. Bevor die Sonne hier noch unerträglicher wird. Immerhin hat man auf den letzten (oder ersten) Metern nun gar keinen Sonnenschutz mehr, es sei denn, man bringt ihn mit…

Ja, und dann war da ja noch unser Re-Entry-Punkt. Auf dem Hinweg haben wir dann auch ganz vergessen, da ein kleines Bildchen von der Cala Agulla zu machen. Das haben wir selbstverständlich in diesem Augenblick dann nachgeholt. Für den Abstieg lohnt sich die Strecke nicht wirklich. Ehr im Gegenteil. Es ist dann doch etwas zu gefährlich. Allerdings hat bergab ja den Vorteil, dass man eine größere Weitsicht hat, und vielleicht nicht an jedem Steinmännchen vorbei läuft, und sich so diverse
zusätzliche Meter erspart.


Die erste Etappe ist geschafft, wir verlassen den Kamm und biegen in ein kleines Wäldchen ein. Dort läd uns ein kleiner Felsvorsprung zu einer kleinen Rast ein.

Wir haben noch einmal die Möglichkeit, verschieden schlecht ausgerüstete Touristen in Trittchen und mit hochrotem Kopf an uns vorbei dampfen… Sie wissen ja nicht, was sie noch vor sich haben ;o)


Die armen Leutchen sind ja teilweise nicht mal in der Lage, „Hola, buenas“ zu sagen… Nur der eine Junge kam im Laufschritt oben an. Dafür brauchte er dann hinterher aber auch ein Sauerstoffzelt! Der Rest seiner Familie kam dann auch
wesentlich später an. Dafür aber auch viel lebendiger!

Genau diese Familie hatten dann oben übrigens auch ein Problem: Die Batterien von deren Digi-Cam waren alle! Ein Schicksal, was uns nur schwer ereilen kann. Wir waren ja dieses Jahr doppelt ausgerüstet!

Schließlich waren wir dann wieder unten. Die Sonne brannte dann mittlerweile unerbittlich. Vor der morgendliche Bewölkung war nichts mehr übrig geblieben. Daher verbrachten wir die Siesta-Zeit bei Vicente bei einem Halsabschneider (ein
cortado – Espresso mit Milch).

Als dann Neckermann und Tui zum Abendessen vom Strand gehen, sind wir dann an den Strand gegangen. Die Standard-Prozedur quasi. So hat man dann doch etwas mehr Platz am Strand. Genau so machen es die Spanier nämlich auch.

Freitag, 30. Juli


Heute waren wir schon recht früh am Strand. So gegen 15 Uhr. Schnullis gucken… Man hat ja gar keine andere Wahl!!! Nein, der eigentliche Hintergedanke war jetzt der wirkliche Herz- und Nieren-Test für das Aquapac.

Außerdem haben wir unsere gute alte LuMa vom letzten Jahr (ja, die mit dem Loch – aber nur ein ganz kleines) mit  genommen. Natürlich wieder nach Cala Gat. Dort ist es dann doch etwas familiärer und kleiner. Außerdem ist es irgendwie näher dran…


Man liegt dann da ahnungslos im Wasser auf seiner LuMa und denkt an nichts böses, lässt sich von seinem Freund durch das Wasser schieben und lässt den Lieben Gott einen guten Mann sein…

Und dann stehen da plötzlich Caro und ihre Mutter neben einem! Nackig! Naja, halbnackt zumindest. Frau müsste man sein. Dann darf man auch Soft-FKK machen… Und so hatten wir dann schließlich viel Spaß am Strand und haben über fast alle
anderen Badegäste am Strand gelästert!


Und am Strand laufen ja echt teilweise kaputte Typen rum…

Erst mal gibt es ja immer noch diese ambulanten Verkäufer. Entweder ist es die Melonen-Frau. Vor dieser Dame hat uns ja schon die BamS gewarnt! Die wollen ja nur die Kohle von einem! Mag ja sein. Aber davor kann man sich ja schützen, indem man gar nicht auf sie zu geht. Aber was viel schlimmer ist: Diese älteren Damen rufen ja immer, was sie so bei sich tragen! Aber was es ist, wissen wir bis heute nicht. Das einzige Obst, welches nur aus einem Dauer-Ton besteht ist die
Ananananananananas!


Die anderen sind dann die „Sunglasses-Typen“ aus der Kitkat-Werbung. Glücklicherweise sind die etwas diskreter als der Canabis-Man. Und sie verkaufen auch keine Sonnenbrillen! Statt dessen verkaufen sie Tücher. Und was für Tücher!!!
Was man damit alles machen kann… Das ist unglaublich. Ob es nun ein Oberteil für Frauen ist, was man sich in 3 Sekunden umwickeln kann oder aber eine Hose, die sich Mann oder Frau auch einfach nur umwickelt. Unglaublich!!! Und diese Leute legen ihren Krams einfach zwischen die Strand-Laken der Badegäste und fangen dann an, eine regelrechte Modenschau am Strand zu veranstalten.

Soweit so gut. Das Problem mit diesen Tüchern ist nur, dass wenn man denn mal so eins gekauft hat, dann schafft man es hinterher zu Hause definitiv nicht mehr, die so rum zu wickeln, wie das eigentlich gedacht ist. Schließlich sieht man dann
vermutlich aus, wie ein Kandidat im Sack!


Und dann gibt es dann noch die Kunden! Es soll ja wirklich Leute geben, die solche Tücher sogar anprobieren! Und irgendwie sind es dann immer solche Leute, die solche Tücher besser nicht tragen sollten. Wenn man über 100 Kilo Lebendgewicht auf 170 cm verteilt, dann ist man für solche Tücher wohl ehr nicht geeignet.

Nur merken diese Leute das glücklicherweise nicht! Und genau das ist unser Glück. So konnten wir direkt aus nächster Nähe sehen, wie so ein wandelnder Kubikmeter eingewickelt wurde. Das Problem war nur: Das Tuch reichte nicht um den Bauch herum!


Und so kam es, dass der Gute zum Gespött des gesamten Bade-Publikums wurde. Leider haben wir vor lauter Lachen und Lästern nicht mehr die Zeit gehabt, ein Foto von dem Dicken zu machen…

Gekauft hat er dann doch nichts. Er hatte nämlich kein Geld mehr. Der Hautfarbe nach zu urteilen war er aber erst 3 Tage hier. Vermutlich hat er das ganze Taschengeld in Snickers investiert hat, was er sich dann auch nach der Modenschau
auch rein geschoben hat. Übrigens war die Mutter vom selben Kaliber, wie der Sohn…


So ein Strand-Tag kann dann schon sehr erheiternd werden. Aber irgendwie wollte uns der Strand dann doch los werden. Denn mit einem Mal wurden die Wellen immer höher. Die Reihe vor uns hat schon die Flucht ergriffen!

Marco wurde schon von einer Welle geweckt, die seine Füße und auch seinen Struh-Hut gebadet hat. Bei unseren Nachbarn ging dann auch prompt die ganze Bade-Tasche flöten! (Caro und Muttern sind schon weg gegangen – Frauen brauchen ja immer etwas länger, bis sie dann im Laurenzius aufschlagen können.)


Und dann kam der erste Insider-Tip. Von Vicente. Wir waren ja nun letztes Jahr pünktlich zu den Festen der Heiligen Maria von Cala Ratjada dort. Dieses Jahr waren wir nun 2 Wochen zu spät. Dafür waren die Festivitäten von Artá angesagt. Vicente hat uns da genauestens Informiert. Das Fest-Programm war dieses Jahr auf Spiel-Karten gedruckt. Leider auf Mallorquin. Deswegen musste Vicente das Programm übersetzen und die Highlights zusammenfassen.

Und an diesem Abend sollte ein ganz besonders Spektakel statt finden: Eine Art Teufelsaustreibung aus der Stadt oder so etwas ähnliches. Was genau der historische Hintergrund dazu war, konnte aber nicht mal Vicente genau erklären.


Das Spektakel war nun folgendes: Vorboten sind viele Einheimische, die trotz der abendliche Hitze vollkommen vermummt herum gelaufen. Lange Hose, Pullover mit Kapuze, Cappy, Halstuch vor dem Mund. Und dann sind die Leute dann auch noch
klatschnass herum gelaufen!

Und wieso das ganze? Ganz einfach. Diese Teufel (eine einheimische Theater-Gruppe) werden durch die ganze Stadt gescheucht. Soweit auch nicht weiter schlimm. Aber diese Teufel hatten nun einen riesen Phallus vorgeschnallt und einen langen Stock. an beiden war ein Goldregen-Feuerwerk befestigt. Aber nicht so eins, was man hier von Silvester kennt, was nach 5 Sekunden alle ist, sondern ein wirklich amtliches Teil, welches mehrere Minuten brennt!

Und damit laufen die dann durch die Menge und scheuchen diese auf! Ich stand, um besser fotografieren zu könne, auf einer Laterne, währen Marco mich festgehalten hat. Und dieser Feuer speiende Teufel is dann hinter Marco her, der mit mir um die
Laterne lief…


Zu guter Letzt sind da noch die hübschen Straßen-Girlanden zu erwähnen! Alle Gassen, durch die diese Hatz geht, sind wohl geschmückt. Sobald aber die Teufel und sie nassen vermummten durch diese Gassen gescheucht werden, geht’s dann richtig
los: Diese Girlanden sind nämlich keine, sondern ebenfalls Goldregen-Feuerwerk!!! Und dann geht es dann richtig rund! Feuer von allen Seiten!!! Ein wahnsinniges Spektakel! (Das würde man hier in Deutschland definitiv NIE genehmigt bekommen…)

Das ganze Spektakel fand dann auf dem Rathaus-Platz seinen Höhepunkt! Alles in rotem Licht getaucht, das Rathaus von lauter Trommlern besetzt, die sich mit dem Publikum in eine wahre Extase getrommelt haben, was sich zu guter Letzt dann noch mal ein einem wahren Feuer-Regen von oben entlädt… Da MUSS man einfach dabei gewesen sein!!!


Und am Ende, als wieder Ruhe eingekehrt war, kommt dann der Einzug der Glücksbringer der Stadt. Warum die beiden so schiefe Zähne haben, konnte uns Vicente aber auch nicht sagen…

Nun konnte man aber auch sehen, wie die Anlieger der entsprechenden Straßen ihre Schaufenster gegen die Feuerbrunst zu schützen versucht haben!


Noch etwas, was man in Deutschland nie genehmigt bekommen würde: Eine Schiffschaukel, die auf jeden Auto-Anhänger passt! Natürlich ohne Sicherheits-Bügel oder Schutzgitter oder irgend welche anderen Sicherheits-Vorkehrungen! Aber dafür
einfach nur GEIL!!!

Aber bevor es los geht, wurde die Schaukel erst mal austariert. Und zwar, indem der Chef die Leute so lange von rechts nach links und umgekehrt umgesetzt hat, bis die ganze Geschichte wieder waagerecht war…

Und dann ging’s rund. Naja, fast. Nur bis senkrecht… Aber ordentlich festhalten, denn sonst fliegt man mit Sicherheit aus der Kanzel raus!


Hui, was für ein erlebnisreicher Tag!!! Das ganze haben wir dann mit dem Vollmond in aller Ruhe ausklingen lassen…

Samstag, 31. Juli


Wir wollten auch mal richtiges FKK machen!!! Das ist ja auf Mallorca nicht ganz so einfach. Von mehreren Seiten wurde uns aber die Cala Torta ans Herz gelegt. Etwas abseits gelegen. Bei Artá. Nur mit dem Auto zu erreichen. Also nix wie hin!

Dass das ganze aber knapp ’ne halbe Stunde über eine Schotter- und Schlagloch-Piste führt, hat uns keiner gesagt. Später hat Vicente uns gesagt, dass das eine private Straße ist. Die Schlaglöcher waren teilweise 30 cm tief! Und das Auto sah hinterher
leicht paniert aus.

Mit FKK war dann nicht so wirklich was zu wollen. Denn an dem Strand waren alle angezogen. So’n Scheiß! Also sind wir über Stock und Stein in die nächste Bucht gestolpert. Dort war sage und Schreibe 1 (in Worten EIN) Paar, welches nackig war.
Und die sind dann auch nach einer Stunde gegangen…

Es war zwar trotzdem nett, aber da es kein wirklicher FKK-Strand war, ist der Weg einfach zu beschwerlich und nicht weiter zu empfehlen.


Des Abends im Laurenzius haben wir dann Caros Mutter und deren Freundin getroffen…

Und die gaben dann auch prompt einen Witz zum besten. Aber da muss ich mich dann doch etwas beschränken. Aber die Bilder sprechen ja auch für sich!

Sonntag, 01. August


Sonntag. Markt in Pollenca. Tip von Andrea! Und sie sagte außerdem: Oh, und ihr müsst da spätestens um 8 Uhr morgens da sein, denn danach kommen die Neckermann-Busse und dann wird alles suuuper voll. Nun gut, wir stehen also in
aller Frühe um 6 Uhr auf – und das im Urlaub – um dann um 8 Uhr in Pollenca zum Frühstück zu sein.

Ich saß mit dem Rücken zur Tür. Marco wollte gerade in ein Croissant beißen, als er plötzlich inne hielt: Warzen-Heino! Unglaublich!!! Peter Maffay setzt sich bei uns an den Nachbar-Tisch und trinkt einen Milchkaffee zum Frühstück! Ist der klein!!! Kleiner als ich! Und alt! Aber ’nen Knackarsch hat er trotzdem.

Und dann kam noch ein Junge vorbei: „Bist Du der Tabaluga?“ – „Nein, der bin ich nich, aber ich arbeite mit Tabaluga ganz eng zusammen!“ Und dann hat Warzen-Heino den Kleinen noch etwas ausgefragt und ist dann mit 2 Baguettes unterm Arm wieder von Dannen gezogen.


Jau, danke Andrea! Wir waren also um 8 Uhr morgens in Pollenca! Der einzige Vorteil, den wir dadurch hatten, war, dass wir ’nen Parkplatz im Schatten bekommen
haben.

Aber an sonsten war Pollenca noch sehr ruhig. Denn in der Nacht zuvor fand dort eine sehr wilde Party statt und alle waren noch mit Aufräumen beschäftigt. Deswegen gab’s im Cafe auch nur ’nen Self-Service.

Da der Markt noch schlief, und so früh nur die Gemüse-Händler da waren, haben wir die angeblichen 365 Stufen zur Kirche hinauf gestokelt. Das waren dann aber 414 Stufen – Danke Andrea!!! Selbstverständlich war die Kirche auch zu…


Aber immerhin bescherte uns dieser Aufstieg dann doch noch ein paar kleineImpressionen aus der Flora…


Wenn man schon mal in Pollenca ist, dann ist ein Besuch am Cap Formentor ja irgendwie auch Pflicht! Leider sind wir da ja nicht die einzigen, die auf diese Idee kommen… Denn auch Neckermann und Tui wollen natürlich hoch hinaus, um dann
steil hinunter zu gucken.

Und wenn dann so ein Bus kommt, dann wird’s eng!!! Aber dank des letzten Jahres waren wir ja bestens auf solche Gegebenheiten vorbereitet. Bleibt noch die Frage zu klären, wie die Busse das da oben machen. Denn wenn sich 2 Busse begegnen, dann geht wirklich nichts mehr. Daher vermuten wir mal, dass zu geraden Stunden die Busse hinauf fahren, und zu ungeraden wieder hinunter. Anders kann’s nicht funktionieren.


Wenn man dann schließlich oben ist, sich an den diversen Aussichtspunkten vorbei gearbeitet hat und auch das Parkplatz-Problem dann auch noch erschlagen hat, dann kann man endlich die Aussicht genießen, die sich einem da oben bietet!

Allerdings muss man dann doch aufpassen, dass sich die einzelnen Fotografen nicht gegenseitig mit den Schnappschüssen in die Quere kommen ;o)


Und als abschließender Höhepunkt des Tages war dann der Besuch in DER Höhle geplant. Den Weg dorthin haben wir dieses Mal ganz ohne Wanderführer gefunden (übrigens habe ich nach DIESEM Urlaub eine Benachrichtigungs-Karte vom Buchladen
bekommen, dass dieser Wanderführer, den ich vor dem LETZTEN Urlaub bestellt und NACH dem letzten Urlaub wieder storniert habe…)

Auf halben Wege dann in der Siedlung Es Mal Pas haben wir dann wieder zu Mittag gegessen. Ganz klassisch.

Und dann ging es in die Berge! Erster Anhaltspunkt nach der „großen Pinie“ (die ja schon letztes Jahr gefällt war) sind die beiden V-Pinien. Und dort habe ich dann festgestellt, dass Marco nachdem er seine SD-Karte aus meinem Apparat genommen hat, meine Karte nicht mehr hinein getan hat. Mit anderen Worten: Wir hatten zwar 2 Foto-Apparate mit, konnten defacto aber nur einen benutzen.


Auch den restlichen Weg zur Höhle kannten wir beide noch auswändig. Es ging erst mal rauf, dann runter und wieder rauf und runter und noch ein Mal rauf und wieder runter. Dabei kommt man jeweils immer wieder runter auf fast Meeres-Niveau.

Der Weg war wie zuvor auch mit Steinmännchen markiert. Aber eigentlich gab es auch keinen anderen Weg. Beim Trümmerfeld, was der Sturm im vorletzten Winter hinterlassen hat, haben wir dann auch noch zusätzliche Steinmännchen aufgeschüttet, damit wir beim Rückweg nicht wieder in die eine Sackgasse laufen.


Auf dem Hinweg zur Höhle haben wir zwei Junx gesehen, die auch auf einer Wanderung waren. Da man Junx ja nun auf den Po guckt, hab ich dann halt auch gesehen, dass der ganz dreckig war. Und nun wussten wir auch, woher sie gekommen waren. Denn in der Höhle brannten noch ein paar Kerzen. Nicht viele. Nur zwei. Eine recht weit vorne und eine ganz am Ende der Höhle.

Die Höhle war aber an sonsten quasi unberührt. Als wenn wir erst Tags zuvor dort gewesen waren. Als wir uns zum Großen Saal vor gearbeitet haben, und dort schließlich die über 40 Kerzen angezündet haben fühlten wir uns wieder wie zu
Hause.


Das Wohnzimmer-Gefühl kam dieses Mal vielleicht gerade deswegen auf, weil wir uns diesmal diese zwar billigen, aber für diesen Zweck voll ausreichenden Stirn-Lampen zugelegt. So etwas praktisches!!! Immer Licht genau an der Stelle, wo man hin
guckt. Besser geht’s doch kaum, oder?

Letztes Mal hatten wir ja nur eine Taschenlampe mit, was dann doch sehr einschränkend war. Aber da nun jeder beleuchtet war, und man auch beide Hände frei hat, sind wir dieses Mal bis in den letzten Winkel der Höhle vorgedrungen und haben
die allererste Vermessungs-Markierung erreicht. Schätzungsweise ist die Höhle etwa 500 Meter tief.


Was den Vandalismus angeht, waren wir doch positiv überrascht! Denn scheinbar hat die Zivilisation dort wieder Einzug erhalten. Nur an einer Stelle hat jemand mit Ruß an die Wand geschmiert…

Und das mit dem Mitnehmen leere Teelichter hat sich auch noch nicht so recht herum gesprochen. Daher haben wir auch mehr leere Döschen mitgenommen, als wir in die Höhle gebracht haben.


Apropos Teelicht: Das ist ja immer wieder ein schwieriges Kapitel in Spanien. Es gibt zwar einen IKEA, der ist aber in Palma. Die einzigen, die wir dann gefunden haben, waren beim Schlecker. Und mit Duft. Wir haben uns dann für das kleinste Übel
entschieden. Apfel.

Einen von den Kunst-Äpfeln haben wir Tags zuvor bei Andrea gegen Vanille eingetauscht. Daher haben wir die Höhle dann in eine Apfel-Plantage verwandelt ;o)


Der Rückweg war dann der Kletterpartie Teil II. Irgendwie vergeht der Rückweg immer schneller, als der Hinweg. Allerdings auch anstrengender.

Und natürlich haben wir uns auf dem Rückweg wieder in die selbe Sackgasse verirrt, wie im letzten Jahr. Nicht weiter schlimm. Das sind immer nur 5 Meter, aber es war die selbe Stelle…


Dieses Mal wurden wir von Andrea vor unserem Trip in die Höhle ordentlich geimpft, dass wir uns ja zurück melden sollten, sobald wir wieder daheim sind, damit notfalls eine Such-Aktion nach uns gestartet werden konnte. Und brav, wie wir sind, haben wir auch bei unserer Heimkehr vor dem Laurenzius ein wahres Hup-Konzert veranstaltet, damit auch jeder sehen konnte, dass wir wohlbehalten wieder da sind.

Nachdem wir uns dann restauriert hatten, ging’s dann natürlich gleich an die Futter-Krippe um Bericht zu erstatten und diverse Bilder zu zeigen! Wir gönnten uns an dem Abend Tapas! Suuuper lecker! Und gaaanz viel zur Auswahl. Wir hatten – mal wieder – Mühe, das alles aufzuessen. Dazu gab’s dann den gesponserten leckeren Weiß-Wein. Ganz stilvoll und gar nicht nach Art des Hauses in einem Kühler serviert! Dass wir auch immer die Aufmerksamkeit auf uns lenken mussten…

Montag, 02. August


Kaum zu glauben, aber es ist wirklich wahr: wir haben in diesem Urlaub knapp 3000 Fotos gemacht. Keine Angst, so viele kommen nicht mehr… Dazu hatten wir 2 Digi-Cams (nur wen es interessiert: Minolta DImage F100 und Minolta X20 – beide sehr zu empfehlen!!!) und auch 2 Notebooks (auch nur für den Interessierten: beide Rechner über 5 Jahre alt, und somit genau richtig, um auf Reisen mit genommen zu werden), um die Bilder abends gleich zu sortieren. Aber es gibt doch tatsächlich einen ganzen Tag, wo wir nicht ein Foto geschossen haben!!!

Das heißt aber noch lange nicht, dass wir uns in der Wohnung eingeschlossen haben. Nach unserem Morgen-Marathon (aufstehen, frühstücken, Talkshows gucken – das späte aufstehen hat nicht nur Vorteile, denn die Geschäfte schließen spätestens um 14 Uhr und für den Strand ist es definitiv noch zu heiß! Also Tut man sich halt die Abgründe der deutschen Gesellschaft an…) Also, trotzdem sind wir diesen Tags dann doch sehr früh zum Strand gegangen – ein mal das Neckermann-Feeling haben. Um 15 Uhr waren wir da. Tui war natürlich doch ehr da. Aber für uns ist das gnadenlos früh gewesen! Und immerhin hat sich uns so die Möglichkeit geboten, diverse (vorwiegend deutsche) Touristen in den verschiedenen Stadien des verbrennens zu beobachten. Ich meine, man muss alles mal gesehen haben – schönen Dank auch ;o)

Dienstag, 03. August


Palma. Ganz wie sich das gehört und wie wir es auch schon im letzen Jahr gemacht haben, wurde mitten im Zentrum geparkt. Direkt neben der Bimmelbahn. Besser geht’s wohl nicht. Übrigens kostet auf dem Parkplatz (mit Schatten!!!) die Stunde nur halb so viel, wie hier in Hannover. Danach ging’s, genau wir im Jahr zuvor (warum sollte man gute Angewohnheiten ändern?) Erst mal zum englischen Frühstück in der Bar nebenan. Pommes, gebratene Würstchen, Spiegelei, Frikadellen. Genau das richtige auf nüchternem Magen und die Garantie, dass man den Tag ohne weitere Hungergefühle übersteht. In der Bar hatte sich übrigens nichts verändert, und auch die nette Dame hat uns wieder erkannt *freu*

Von unserem Startpunkt aus ist man dann auch fix in der Innenstadt. Vorbei an einem Spielzeug-Laden. Gut, dass es da zwei Eingänge gab… Warum Marco so grießgrämig guckt, konnten wir leider nicht mehr rekonstruieren. Einen Grund dafür gab’s bis zu dem Zeitpunkt noch nicht. Aber der sollte nun folgen…

Wir haben ja nun unser spezielles Parfüm entdeckt. Und das gibt es praktischerweise auch nur in Palma. Also haben wir uns auch in diesem Jahr über eine Stunde in dem Laden aufgehalten, um die neuen und alten Kreationen zu testen. Schließlich haben wir uns mit einem großzügigen Jahresbadarf eingedeckt und schreiten zur Kasse. Amex Karte gezückt und … Pustekuchen! Die nette Dame teilte uns mit, dass Amex auf der Insel nicht weit verbreitet ist, denn die sind einfach zu teuer! Eigentlich kein Problem, denn wir haben auch andere Karten. Nur nicht hier, sondern in der Wohnung!!! Also bar bezahlen. Übrig blieben nur noch ca. 15 EUR.

Ja, mit einer Kreditkrate kann man auch Bargeld abheben, wenn auch zu xxx Preisen. Allerdings bekommt man bei Amex die Geheimnummer erst ab einem gewissen Jahres-Umsatz. Also blieb es bei der Barschaft von 15 EUR… Davon musste auch noch das Lösegeld für das Auto bezahlt werden…

Wir beschränkten uns also nur aufs gucken und fotografieren. Diverse Panoramen sind so entstanden. Auch kann man sich wundervoll in den Schatten der Alleen setzen, und die Leute beobachten… Aber wenn man kein Geld ausgeben kann, dann isses total langweilig.

Also beschlossen wir, unsere Segel zu streichen und wieder den Heimweg an zu treten. Das Auto hat dann auch nur 5 EUR gekostet. Bleiben also noch 10 EUR.

Dieses Mal wollten wir allerdings unserem Mallorca-Urlaub alle Ehre machen, und dann doch mal den Ballermann besuchen. Denn sooo schlimm, wie bei Pro7 kann es doch in Realität gar nicht sein. Zumal sich dieser Ort im Herbst schon mal von einer recht ruhigen Seite gezeigt hat.

Es ist wirklich unglaublich!!! Pro7 und co. haben nicht übertrieben. Kein Stück!!! Es ist dort wirklich so schlimm, wie man es immer in fernsehen sieht!!! Einfach nur grausam. Wir haben uns dann beim Ballermann hingesetzt, und eine Cola getrunken, und uns schlechte deutsche Lieder angehört („Ich liebe deine dicken Titten“ und solch tiefsinnige Texte…). Aber wenn man nicht zwischen den Schnaps-Leichen liegt (die ausnahmslos krebsrot sind), dann ist es sogar sehr amüsant!!!

Und dann gibt es da diese unangenehmen Zeitgenossen in den rosa T-Shirts. Das ist die Malle-Schlauch-Kombo. Deren oberste Direktive ist es, dass sie nur Alkohol durch einen Schlauch zu sich nehmen dürfen. Bier wird daher in einen großen Trichter gefüllt, der Schlauch wird in den Mund genommen, und dann wird der Trichter angehoben. Auf deren Webseite sind noch viel ekeligere Dinge abgebildet…

Ja, wir haben deren Seite besucht. Asche auf unser Haupt. Aber nur aus einem Grund: Wir haben uns gesucht! Und sogar gefunden!!! Denn der Haus- und Hof-Fotograf hat uns tatsächlich abgelichtet!!! Wer und nicht gleich entdeckt: Die beiden Gestalten im Hintergrund, zwischen den beiden rosa T-Shirts… Marco is ganz drauf und ich zu 75%.

Die Rückfahrt nach Hause gestaltet sich durch unser mangelndes Bargeld und die mangelnde Akzeptanz von American Express Karten als sehr schwierig! Schließlich tanken wir dann für stolze 3,83 EUR und kommen mal so ebend mit Ach und Krach wieder nach Cala Ratjada.


Und natürlich war auch wieder mal Schmackofatz-Fisch angesagt!!! Dank Andrea und Mike wussten wir ja schon im letzten Jahr, wo es leckeren und frischen Fisch gibt. Außerdem war der ja auch ganz in der Nähe unserer Wohnung. Und wir haben sogar wieder den selben Tisch bekommen. Und den selben Kellner. Und er hat uns sogar vom letzten Jahr erkannt und fragte, ob ich da nicht blonde Haare gehabt hätte. Donnerwetter!!!

Das Lokal war überwiegend ein richtiger Insider-Tip, wo hauptsächlich einheimische speisen. Nur eine deutsche Familie saß am Nachbartisch. Vater, Mutter, Tochter, Sohn und ein Freund… Komische aber sehr häufige Konstellation, wie wir im Laufe der Tage festgestellt hatten…


Vorne Weg haben wir kleine frittierte Calamares gegessen. Das alleine war schon ein mächtiger Berg gewesen! Und Marco war ganz tapfer, denn die kleinen Biester waren immerhin komplett mit Motor uns Steuer-Einheit… Für Marco gab’s dann wie üblich was Vorgeformtes. Zu seinem Bedauern mit Reis, und nicht mit Pommes…

Meine Wenigkeit hat dann wieder den Bausatz genommen. Diesmal keinen Wolfsbarsch, sondern xxx. Aber im Prinzip sind sie ja nun alle gleich. Man zerlegt sie fein säuberlich, und dann verspeist man sie *grinz*


Naja, dieses Bild musste ich mit rein nehmen… Dabei bin ich UNSCHULDIG!!! Wir haben ja auch in diesem Jahr dieses unsägliche Crazy-Disk-Spiel gespielt. Leider hat mich meine Glücks-Strähne aus dem letzten Jahr verlassen. Nachdem ich nun an diesem Abend 4 Spiele hinter einander verloren hatte, bin ich halt aus lauter Frust wieder zurück ins Laurenzius gegangen, um meinen Frust dort zu ersäufen. Nur hatte Marco das nicht mitbekommen… Daher habe ich nun Caro in seine Richtung geschickt, um ihn zu informieren. Is doch lieb, oder?

Trotzdem sollte ich mich hinterher schämen :o(

Donnerstag, 05. August


Heute war’s extrem stürmisch!!! Das war echt genial! Sooo hohe Wellen!!! Absoluter Spaß-Faktor *grinz* Da hat es mit der LuMa besonders viel Spaß gemacht. Außerdem kam endlich mal unser Aquapac so richtig zum Einsatz. Vor allem der Halte-Riemen…

Da waren so die einen oder anderen Wellen, wo man hinterher nicht mehr so ganz weiß, wo oben und wo unten ist. So macht Strand so richtig Spaß!!! Und hinterher ist man fix und fertig…


Ein „ewiger Begleiter“ auf Mallorca war irgendwie der Rätsel-Mann. Oder wie auch immer man ihn nennen mag. Er verkauft diese Geduld-Spiele, bei dem zwei verrückt gebogene Drähte ineinander verschlungen sind. Und man muss dann versuchen, diese wieder auseinander zu basteln. Andrea und Mike haben in ihrem Cafe auch eine Nerven aufreibende Sammlung davon… Wir kennen den Typen schon vom letzten Mal… Und er ist in der Region irgendwie allgegenwärtig.

Diese Spiele sind extrem teuer. Trotzdem gehen sie weg wie warme Semmel. Das kann man dem Kerl ja nicht übel nehmen. Ein Lächeln aus der Zahnpasta-Werbung: 32 Zähne oben UND unten ;o) Aber irgendwie ist er ein arroganter Wichtig-Minister. Und das macht ihn so unsympathisch!!!

Und alle Spiele hat sein Schwager erfunden! Wie wir später noch im [[Sugars Club Sugars]] erfahren sollten, stimmt das gar nicht. Er ist nämlich auch nur ein kleines Licht am Ende eines langen Tunnels… Aber dazu später mehr!


Aus mir unerklärlichen Gründen gibt es in südlichen Ländern ja immer eine Unmenge von herumstreunenden Hunden und Katzen. Diese werden dann natürlich auch von den Touristen ausreichend gefüttert, so dass eine ausreichende Vermehrung gewährleistet ist.

Nun sind sie ja auch ganz niedlich, so dass MArco auf die Idee gekommen ist, ein Makro von ihnen zu machen. Vorsichtig und leise schleicht er sich heran, um sie bei Sonnenbaden nicht zu stören, in der Hoffnung, dass sie nicht weg laufen. Aber das Gegenteil war der Fall! In der Hoffnung auf frisches Fressen stürmen auf ein Mal alle Katzen auf ihn ein! Allerdings war dann die Enttäuschung doch groß, als es nichts zu Essen gab.


Dieses Bild könnte den Eindruck vermitteln, dass es in Cala Ratjada genau so zu geht, wie am Ballermann. Aber weit gefehlt. Außer den langen Strohhalmen haben Beide nichts gemeinsam. Und auch bei den Strohhalmen ist man schnell am Ende, denn hier in Cala Ratjada bleiben die Trinkhalme dort, wo sie hin gehören: Nämlich im Glas.

Am Ballermann dagegen werden sie zu wahren Kunstwerken verknüpft. Eigentlich erstaunlich, wenn man bedenkt, dass die Träger dieser Plastikhalm-Hüte sich schon im zweistelligen Promille-Bereich befinden müssten.

Den Höhepunkt oder vielleicht besser einen weiteren Höhepunkt der Festwoche in Artá bildet das Feuerwerk. Wohlgemerkt wird die Festwoche, wie allgemein üblich, nicht mit einem Feuerwerk beendet, sondern mit nur einem einzigen Böllerschuss.

Noch eine Besonderheit ist die Tatsache, dass es recht früh ist. 22 Uhr, um genau zu sein. Vicente konnte auch nicht erklären, warum das so ist, aber in den Spielkarten (dieses Jahr war das Fest-Programm auf Spielkarten gedruckt) stand es nun mal so.

Da wir uns nicht in das heillose Getümmel in Artá stürzen wollten (von der Parkplatz-Suche mal ganz zu schweigen) zogen wir es vor, in der Nähe der Tankstelle am Ortseingang auf das Spektakel zu warten.

In einer dunklen Gasse bauten wir unsere Apparate auf. Dann, um Fünf vor Zehn passierte es: Die Straßen-Beleuchtung wurde eingeschaltet. Warum sie vor dem Feuerwerk eingeschaltet wurde, weiß keiner. Wir auf jeden Fall mussten umziehen und versteckten uns auf dem Tankstellen-Gelände. Wider Erwarten gab es auch keinen Ärger, so dass wir das Spektakel voll genießen konnten.

Freitag, 06. August


Und nun folgt die Erklärung für den doch etwas abstrusen Untertitel für diesen Urlaub. Caros Mutter Conny hatte ja schon lange gebohrt. Und auch ihre Bekannten von der Tauschschule haben uns allabendlich im Laurenzius infiltriert.

Wir haben uns zu einem Schnupper-Tauchkurs angemeldet! Beim Ski-Fahren ist das vermutlich der Idioten-Hügel, hier in Cala Ratjada nimmt man dazu die Cala Gat. Es sollte an einem Vormittag stolze 8 Meter unter die Wasseroberfläche gehen.

Und so passierte es dann auch: Morgens um 8, fast ungefrühstückt, trafen wir an der Padi-Tauchschule ein. Mit von der Partie war noch ein Vater mit seinem Sohnemann. Zuvor gab es einen Video-Film zur Einführung. Dass dieser in Amerika gedreht wurde, war nur all zu deutlich zu sehen: „Oh ja, so geht es schon viiieeel besser!!!“

Danach gab’s dann noch eine Einweisung direkt am Gerät, wir man Maske, Schuhe und Tauch-o-Mat zu bedienen hat. Und dann ging’s in einem Pritschen-Wagen, der schon 14/18 unterwegs gewesen sein musste (Rechtslenker) zur Cala Gat.

Die Ausrüstung musste natürlich jeder selber tragen. Mindestens eine Tonne, wenn nicht gar zwei… Die Tarier-Weste wurde aufgeblasen und schon schwimmt man auf dem Rücken, wie eine Schildkröte an Land.

Irgend wann wurden wir dann doch noch auf 2 Meter herab gelassen, wo wir zunächst mal unsere ersten Übungen machen mussten: Maske ausblasen, Tauch-o-Mat rausnehmen und Tauch-o-Mat wegschmeißen und suchen. Hat auch suuuper einfach geklappt. Nur bei der letzten Übung is dem Kleinen etwas die Luft ausgegangen, weswegen dann unser Tauchlehrer xxx mit ihm nach oben geschossen ist. Aber nach scheinbar endlosen 5 Minuten guten Zuredens über Wasser (Papa hat auch ganz brav und nervös mit uns unten eingehakt gewartet) hat sich der Kleine, stolz wie Oskar, wieder nach unten getraut.

Und danach ging es dann ganz ruhig die Cala Gat hinunter. Hinter Fisch-Schwärmen hinterher, über Sand-Forellen hinweg und durch Seegras hindurch. See-Igel haben wir gesehen und Quallen… Es eröffnet sich einem eine vollkommen neue Dimension: Man kann sich dreidimensional bewegen!!! Und etwas, was vorher verboten war, ist nun erlaubt: unter Wasser atmen! Ist übrigens mit dem Tauch-o-Mat ganz einfach. Ich hab’s mit schwieriger vorgestellt…

Mir ging dann am Ende auch fast die Luft aus. Das ist halt die Strafe dafür, dass man den Fischen hinterher jagt. Man muss dann doch etwas haushalten mit seiner Luft. Naja, beim nächsten Mal dann ;o)

Alles in allem: Es war einfach nur GEIL!!! Und diese 75 EUR haben sich auf jeden Fall gelohnt!


Die Zeit unter Wasser und damit auch der Vormittag verging wie im Fluge. Mit ganz verschrumpelten Fingern beschlossen wir daher, den Rest des Tages über Wasser und an der Promenade zu verbringen.

Übrigens auch eine Innovation, denn irgendwie haben wir das bis dato noch nicht geschafft, mal in Ruhe und bei Licht dort lang zu flannieren.


Dort entstand auch dieses Spiegel-Bildchen. Ich fotografiere Marco, wie er mich fotografiert, wie ich ihn fotografiere, wie er mich fotografiert…


Weiter in Richtung Hafen hat man dann noch mal die Möglichkeit, auf die Casa March zu schauen. Ein Herrenhaus auf dem Berg oben drauf. Seinerzeit erbaut von der Familie March, die heute zu den reichsten Familien der Welt gehört.

Im Winter 03/04 sind allerdings die botanischen Gärten, die zu dem Herrenhaus gehörten, arg in Mitleidenschaft gezogen worden, so dass das Anwesen wegen Renovierungs-Arbeiten im letzten Sommer geschlossen war. Allerdings war es auch in diesem Jahr nicht zugänglich. Entweder hat die Familie March andere Prioritäten, als ahnungslose Touristen auszunehmen, oder aber es ist mit dem Reichtum doch nicht so weit her, wie man überall behauptet.


Schließlich endet die Promenade (wir sind von Son Moll aus gestartet) dann am Hafen, wo es besagtes Fisch-Restaurant gibt, wo wir im letzten Jahr zwar gut, aber auch extrem teuer gespeist haben.

In diesem Jahr, wir sind ja etwas später gefahren, waren hier an dieser Stelle leider keine Buden und Stände mehr. Dafür aber halt in Artá.


Beim weiteren Schlawenzeln durch die Stadt kam dann plötzlich Hunger auf. Etwas arg früh für spanische Verhältnisse, aber schon nach der Tui-Abendbrot-Zeit.

Wir wollten mal ein neues Restaurant austesten und unterzogen den diversen Speisekarten vom Kreisel bis zur Cala Agulla eine intensive Prüfung und blieben dann schließlich im Dinos hängen. Die sind übrigens zusammen mit dem [[Cocos Pool]], der uns ja schon am ersten Abend sehr enttäuscht hat.

Aber das Essen dagegen war alles andere als enttäuschend. Im Tages-Menu gab es für Marco eine Lasagne mit einem Glas Bier inclusive und für meine Wenigkeit mal wieder Fisch. Seezunge. Am Stück. Mit Wein dazu.

Der Kellner meinte, des Tierchen sei diesmal etwas klein geraten… MIR hat es vollkommen gereicht, und ich hab auch die Kartoffel nicht weiter angerührt. Daher auch der etwas verklemmte Gesichts-Ausdruck!


Andere Länder, andere Sitten. Der allabendliche Besuch im Laurenzius brachte dann mal wieder eine Innovation zu Tage: Hierzulande kennt man ja den Tequila mit Salz und Zitrone, bzw. den Tequila Gold mit Zimt und Orange.

In Spanien ist das nun etwas anders. Da leckt man den Zimt nicht von der Hand, sondern vom Hals des Freundes! Is auch doppelt lecker!!!


Der doch sehr späte Rückweg nach Hause führte uns dann am einzigen Wehrmutstropfen unserer Wohnung vorbei. Etwa 300 Meter Luftline von uns entfernt befindet sich eines dieser Club-Hotels. Mit Animation!

Das hatte nun zur Folge, dass man bereits Morgens um 9 Uhr geweckt wurde, und auch bis spät in die Nacht hinein mit Megaphon begleitet wurde. Und zwar im folgenden Stil: „Wo sind die Franzosen??? Alle Hände hoch!!! Wo sind die Spanier??? Alle Hände hoch!!! Wo sind die Deutschen??? Alle Hände hoch!!!“ Ganz toll!

Ja, und wenn man sich dann das ganze aus der Nähe anschaut, dann sieht man diverse Leute in Bären-Kostümen über die Bühne hüpfen… Gut, dass wir auf der anderen Seite des Zaunes sind!

Samstag, 07. August


Inspiriert von unserem Tauchgang, wollten wir heute mal so richtig schnorcheln gehen. Den Fotoapparat haben wir beim Tauchen nicht mitgenommen, da die Tasche nur bis 5 Meter wasserdicht ist, und wir ja nun tiefer gegangen sind.

Allerdings stellte sich heraus, dass es ohne Blei-Gurt und ohne Flossen ganz schön kniffelig ist, weiter nach unten zu kommen und dann auch noch die Kamera ruhig zu halten.


Dazu kam dann noch, dass es an diesem Tag doch recht stürmisch und daher etwas aufgewühlt war. Dadurch gab es leider recht viel Gerümpel auf den Bildern.

Ja, die Farben in dem ersten Bild sind etwas übertrieben, aber der Fisch unten rechts war wirklich so bunt!!! Aber beim „tunen“ hinterher hat halt der Hintergrund etwas gelitten…


fiiieeep


Wir wollten mal über den Teller-Rand schauen. Zumal ja auch Chris und Andi kurz nach uns nach Mallorca fliegen wollten, haben wir uns gedacht, deren Domizil, Cala Millor, schon mal unter die Lupe zu nehmen.

Wir stellten auf jeden Fall fest, dass es schwierig ist, das, was Cala Millor auszeichnet, in Worte zu fassen. Vermutlich weil es kaum was gibt…

Cala Millor ist überwiegend englisch. Das bekamen wir zu spüren, als ich in einem Strand-Cafe frisch gepressten O-Saft bestellen wollte. Das mache ich, wie immer, auf spanisch. Aber der Kellner hat mich einfach nicht verstanden! Bis wir mitbekommen haben, dass er Engländer ist. Und auch ausschließlich englisch spricht…


Wegen diesem kleinen Racker hier sind wir über zwei Tage lang sowohl durch Cala Ratjada als auch durch Cala Millor als auch durch Artá von einem Kiosk zum nächsten getingelt!!!

Ich fahre so nichts ahnend mit dem Auto wieder zur Wohnung, als Marco plötzlich in Artá ein lautes FIIIEEEP ruft und nur noch auf den vor uns fahrenden LKW zeigt… Das war nämlich ein Eis-Wagen mit diesem Kücken als Verpackung für ein Eis darauf… Brandneu. Daher auch nicht zu bekommen.

In Cala Millor wurden wir dann nach dem 5 Laden auch irgend wann mal fündig. Schlappe 1,80 EUR für eine halbe Kugel Vanille-Eis. Aber immerhin haben wir jetzt jeder einen kleinen Glüxbringer…


Vor zwei Jahren in Torre del Mar an jeder Straßen-Ecke bewundert, letztes Jahr in Cala Ratjada schmerzlich vermisst und dieses Jahr an einem Abend durch Zufall auf dem Marktplatz entdeckt: Bilder-Sprüher!

Nach der Freude folgte die Ernüchterung. Die Bilder zeichneten sich nicht gerade durch eine Vielfalt an Motiven aus. Es war ehr ein Einheits-Brei… Damit nicht genug. Bei der näheren Betrachtung der Exponate stellte Marco dann auch noch fest, dass sie, gegen das Licht gehalten, vollkommen eben waren. Keine Unebenheiten wegen verschieden dick aufgebrachter Farbe, kein Sprühnebel. Einfach glatt und hochglänzend. Es war nur ein Druck!!! Ein sehr guter, zugegeben, aber halt nur ein Druck!!!

Enttäuscht gingen wir zurück ins Laurenzius und ersoffen unsere Frustration…


Apropos Saufen. So sieht das dann aus… Meik war unerschöpflich was die Kreation von neuen Getränken für uns anging… Und wir mussten das dann hinterher immer ausbaden *hicks* Gut, dass das Laurenzius immer gegen 23 Uhr geschlossen hat. Allerdings nicht für uns. Das war dann nicht so gut. Aber wir haben uns wacker geschlagen!

Meistens jedenfalls. Nur den einen Abend mit dem Sugars-Special nicht. Da gab’s dann im Laurenzius auch nur ein kleines Wasser…

Montag, 09. August


Das Henkers-Frühstück. Alles geht nun einmal zu Ende. Leider. So auch dieser Urlaub… An diesem Morgen nun unser letztes Frühstück im Laurenzius. Hat gar nicht so richtig geschmeckt…

Aber immerhin gabs kunterbunt nach Ansage *grinz* Meik hat sich mal wieder selber in der Küche übertroffen! Rührei. Gebratene Tomate. Schinken. Obstsalat. Frischer O-Saft… Was will man mehr. Die drei haben uns den Abschied nicht leicht gemacht!!!


Und da ist es, unser Dream-Team vom Laurenzius!!! David, Andrea und Meik! Irgendwie ist es schon so, wie eine Familie…

Und die drei haben es uns echt nicht leicht gemacht! Zum wirklichen Abschied gab’s nämlich dann noch eine Tischdecke!!! Eine wirkliche Seltenheit im Laurenzius. Das hat denen dann auch prompt die zweite Gabel gekostet bei der Klassifizierung. Aber wer achtet denn schon darauf?

Da wir mit recht großem Zeitdruck dann los fahren wollten, haben wir unser Abschieds-Menu schon mal im Voraus bestellt, so dass es dann mit dem Öffnen der Tür auch serviert werden konnte: Albondigas mit süß-scharfer Soße für meine Wenigkeit und – Currywurst mit Pommes für Marco *grusel*


Und unser Auto!!! Gar nicht fotografiert während all der Tage. Naja, viel gefahren sind wir auch nicht, in diesem Jahr. Weniger als die Hälfte von dem, was wir im letzten Jahr gemacht haben. Trotzdem 3 Mal um die Insel, so Meik!

Aber man beachte die Regenbogen-Fahne! Was man heute nicht alles im Voraus bestellen kann… Und man beachte bitte weniger, wie dreckig der Wagen doch ist!!!

Eigentlich sollten dann an dieser Stelle noch diverse Bilder unserer wirklich schönen Wohnung folgen, aber dort ereignete sich am Nachmittag nun folgendes:

Es ist so 13 Uhr, wir gucken Barbara Salesch, oder was das deutsche Trümmer-Fernsehen halt so um diese Uhrzeit zu bieten hat. Die Koffer liegen erst halb gepackt im Schlafzimmer, aber wir haben ja auch noch bis 18 Uhr Zeit. Auch die Wohnung gleicht einem Schlachtfeld.

Dann geht plötzlich der Schlüssel in der Tür. Die Putze steht im Wohnzimmer. Wir sind alles andere als angezogen und angeln verstohlen nach den Handtüchern – es war ja nach wie vor warm! Eine spanische Mutti verkündet nun lauthals, dass wir schon lange hätten weg sein müssen, und dass sie nun sauber machen müsste. Und in dem Augenblick fing sie auch schon an, die Betten von der Wand abzurücken. Und gleich würde ihr Mann noch kommen zum Fenster putzen.

Es herrschte das reinste Chaos. Sie ließ sich auch nicht davon abbringen, noch eine halbe Stunde zu warten oder so. Also waren wir bemüht, unseren Kram in Sicherheit zu bringen, bevor er von Madame in den Mülleimer geworfen wurde.

Der einzige Vorteil, den dieses Vertreiben aus dem Paradies hatte, war, dass das Koffer packen nur 7 Minuten in Anspruch nahm.

Wir suchten Zuflucht bei Vicente, der uns natürlich auslachte, weil er sich schon Tags zuvor gewundert hat, dass wir angeblich bis 18 Uhr in der Wohnung bleiben konnten… Dort verbrachten wir dann die restlichen 3 Stunden mit dem Lesen von Computer-Bild und co…


Abschied ist ein scharfes Schwert…
















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