2004-10 Drachen und Cabrios an der Nordsee

Mehr Meer — am 10. Oktober 2004

Also die Nordsee ist nach wie vor eine Gegend, die im Herbst am schönsten ist!!! Daher haben wir und mal einen Tag am Meer gegönnt. Im Cabriolet!

Nein, wir sind nicht mit dem Fahrrad an die Nordsee gefahren! Wir haben dazu viel mehr ganz standesgemäß ein 3er Cabriolet genommen! An dieser Stelle schon mal vielen Dank an die Knalltüte Niels!!!

Die Idee dazu ist gar nicht so weit her geholt: Man muss ja schließlich auch mal raus aus den eigenen vier Wänden und einfach mal nen netten Tag mit Freunden verbringen, oder? Und da lag es auf der Hand, mal wieder die Störtebecker-Straße entlang zu düsen, zumal das Wetter ja auch dazu einlud! An dieser Stelle auch viele Grüße an Frank für diese Revival-Tour. Aber es gab leider keine Kutterscholle zu essen :o(

Erste Station nach dem geschlossenem Ritt auf der Autobahn war dann auch Cuxhaven. Keine Kurtaxe weil außerhalb der Saison. aber trotzdem viel los. Zum einen ganz viele Drachen-Flieger und zum anderen ganz viele Strand-Spaziergänger.

Letztere müssen natürlich genau zwischen den Drachen durchlaufen, und sich dann hinterher beschweren, wenn sie von einem abstürzenden getroffen werden…

Dermaßen Spaß gebremst ging es dann auch alsbald weiter. Wir wollten die Gastfreundschaft dort ja nicht überstrapazieren.

Doch vorher mussten die Drachen, die durch diverse unsanfte Landungen doch etwas mitgenommen aussahen, erst mal in die Reinigung. Wie praktisch, dass die Duschen trotz beendeter Saison doch noch in voller Funktion waren, wenn auch kalt!

Derart gefrustet ging es weiter. Diesmal aber offen! Dick eingemummelt über die Störtebecker Straße von Cuxhaven über Duhnen-Döse weiter nach Arensch und Berensch. Cerensch gibt es, im gegensatz zu den anderen beiden übrigens nicht! Weiter nach Wremen.

Wremen zeichnete sich bis 2001 durch nichts aus. Und das war auch gut so. Es gab einen kleinen Anleger für Fischerboote. Einen kleinen Campingplatz, der im Herbst geschlossen wurde und noch ein Restaurant mit Meerblick hinter dem Deich mit Kamera auf dem Dach. Ende.

Dieser Geheim-Tip wurde nun angesteuert. Aber auch hier hat die Zivilisation und vor allem der Tourismus leider Einzug erhalten. Daher gibt es dort neben einem Altenheim und ganz vielen Fressbuden vor und hinterm Deich auch ein Meerwasser-Freibad direkt am Meer. Wie praktsich!!!

Nun denn. Etwas sehr gefrustet dafür aber kaum durchgefrohren nahmen wir dann doch die Dienstleistung dort in Kauf und machten eine Kuchen-Pause…

Danach zog es uns gen Strand. Vorbei am Anlieger. Bei Ebbe schon ein skuriles Schauspiel, wenn die Schiffe einfach so im Matsch liegen. Ob das so gesund ist???

Die einzig sinnvolle Innovation seit „damals“ scheint mir der Leutturm zu sein. Aber eine Schönheit ist es auch nicht. Rosty-Tower ;o) Rauf gegangen sind wir auch nicht…

Aber hier konnte man wenigstens ausgiebigst Drachen Steigen lassen. Eine riiieeesen Wiese garantierte auch saubere Drachen, falls diese sich mal wieder den Gesetzen der Schwerkraft beugen mussten. Der billige von Jawoll übrigens war einsame Spitze. Den hatten wir ja schon für letztes Silvester in Damp gekauft, aber dort nicht benutzt.

Nicht so der Brüller war das Werbegeschenk von der CeBit. Der Tridion-Drache. War er erst mal in der Luft, so war es das ungebremste Fliege-Vergnügen. Aber bis man den Flieger erst einmal so weit hatte…

Und dann war da noch der Trapez-Klassiker aus Markos Kindheit. Genial einfach, einfach genial. Er entpupppte sich dann auch schnell zu Nilsens Liebling…

Dann drohte der Sonnenuntergang plötzlich und unerwartet über uns herein zu brechen… Daher ging es rucki zucki raus auf die Mole über Stock und Stein oder besser gesagt über Geröll und Gestein. Alles sehr unwegsam und man kommt erstaunlich langsam voran!

Aber dieser Weg war dann doch nicht so beschwerlich, als dass es nicht noch für ein paar Abendrot-Porträts gereicht hätte…

Und dann passierte es schon… Die Sonne versank vorschriftsmäßig im Meer…

Wir starksten daraufhin im schummerigen Halbdunkel wieder zum Auto zurück, falteten das Dach zu und gönnten uns noch eine Tasse Tee und einen Keks zum Aufwärmen, bevor es gen Heimat ging…

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