2005-07 Mallorca hoch Drei

Aller guten Dinge sind Drei — vom 01. Juli bis zum 15. Juli 2005

Aller guten Dinge sind Drei! Der Sommer-Dauer-Brenner geht in die dritte Runde! Aber diesmal Hoch Drei! Denn es geht zu DRITT nach Mallorca!!!

Planung im Winter

Nun ist es endlich erreicht!!! Wir konnten endlich Steffen davon überzeugen, dass diese wundervolle Insel auch etwas für ihn ist!!! Nur eine Woche nach uns hat er den Flug gebucht. Und das ganze war auch nur ca. 150 EUR teurer, als unser Flug. Aber nun denn, Hinflug für 20 EUR wäre sowieso schlecht zu unterbieten gewesen…

Obwohl wir schon in der zweiten Januar-Woche gebucht haben, war „unsere“ Wohnung vom letzten Jahr leider schon weg. Um eine Woche verpasst. Aber wie haben etwas anderes gefunden. Mit Terrasse *freu*

Die Ferienwohnung ließ sich auch nach kleinen Verhandlungen von 2 auf 3 Betten vergrößern, und auch der Mietwagen war kein Problem, weil Steffen freiwillig aufs Fahren verzichtet… Warum wohl? Kennt er die Fahrweise der Spanier?

Bleibt nur noch die Frage zu klären, ob er unserem Urlaubs-Programm folgen wird: Bei Wandern, Klettern und Tauchen ist das unter Umständen gar nicht sooo einfach *grinz* Wir werden sehen…

Tja, und dann ging Ende Januar schon die Reservierung für ein Frühstück für drei Personen an Tisch 1 an das Laurenzius raus. Die Vorfreude war so groß, dass Andrea prompt das falsche Datum gelesen hat, und uns für den 1.6. eingeplant hat :o( Aber nun ist es ja nicht mehr lange hin…

Der Vorabend-Check-In. Heiß diskutiert. Und nun, nach dem dritten Urlaub auch endlich mal in die Tat umgesetzt. Man spart ja sooo viel Zeit! Und zu so später Stunde ist ja auch niemand am Flughafen, so dass alles so schön schnell geht!

So viel zur Theorie. In der Praxis muss man aber erst mal zwei mal zum Flughafen fahren. Außerdem waren in unserem Fall wieder Problem-Passagiere vor uns. Zwar nur ein Päärchen, die haben dann aber Zeit für 10 in Anspruch genommen. Mit anderen Worten: Es ging alles andere als schnell und Reibungslos! Der Einzige Vorteil des diesjährigen Vorabend-Check-Ins war, dass wir eine Stunde länger ausschlafen konnten! Naja, manchmal freut man sich dann über Kleinigkeiten!

Apropos Kleinigkeiten. Mein Koffer war ja nun mit 78 Litern der größte, der von Marco dagegen mit 54 der kleinste. Komisch nur, dass Marcos Koffer mit 21 Kilo dann der schwerste war… Vielleicht lag das auch an den Vakuum-verpackten T-Shirts! Wie das dann auf der Rückfahrt funktionieren sollte, wusste zu diesem Zeitpunkt aber noch keiner so genau.

Die Henkers-Mahlzeit gab’s dann beim KFC. Rakki hatte spontan angeboten, uns und unsere zahlreichen Koffer in ihrem Caddy-Dienstwagen zum Flughafen zu fahren, so dass wir dann noch in netter Gesellschaft die letzten Kalorien zu uns nehmen konnten.

Normal ist das wirklich nicht! Aber was ist schon normal, wenn die Welt um 3 Uhr Morgens schon anfängt, sich zu drehen… Immerhin ist morgens am Flughafen noch nicht so viel los, in sofern ging es nach dem Vergießen der Abschieds-Tränen für Chris und Andi dann doch ziemlich schnell ;o)

Zum ersten Mal in meiner Flug-Karriere passierte es dann auch, dass ich ohne Probleme durch die Waffen-Kontrolle gekommen bin. Naja, nach den Katastrofen im Vorjahr sollte man ja auch mal wieder Glück haben! Aber auch an sonsten war es diesmal sehr unspektakulär, zumal Marco seine ASi-Schuhe dieses Mal nicht an hatte.

Hach, es ist schon was feines, wenn man mit Technik ausgerüstet ist!!! Da sitzt man im Flugzeug, ist als erstes eingestiegen, weil ganz hinten sitzend und langweilt sich tierisch.

Naja, am Boden muss man ja noch nicht alle Geräte ausschalten, oder? Also mal etwas rumstöbern mit Bluetooth. Und siehe da, was findet man? Die Bluetooth-Schnittstelle unseres Flugzeuges, ein A320! Leider ist es uns nicht gelungen, mit dem Bord-Computer Verbindung aufzunehmen…

Aber vielleicht war das auch besser so!!!

Unser Auto! Ein Nissan Micra Sport. Die Betonung liegt dabei definitiv nicht aus „Sport“! Dieser Wagen ist, wie alle anderen Mietwagen dieser Klasse, alles andere als sportlich und agil unterwegs. Das heißt also, wie in den Vergangenen Jahren auch schon: Bergauf –> Klima-Anlage aus.

Die Farbe allerdings war sehr schön. Zumindest, wenn der Wagen sauber ist und funkelt. Dieses Jahr haben wir auch gleich zu Anfang ein Foto gemacht, denn nach der Höhlen-Besichtigung war das Auto dann doch etwas paniert…

Und eine gescheite Musik-Anlage gab es. Satte Bässe, ohne dass das scheppern anfängt. Daher haben wir es uns angewöhnt, bei der Einfahrt nach Cala Ratjada mit offenen Fenstern und laut aufgedrehter Anlage einzufahren: „Somebody to love“ ursprünglich von Jefferson Airplane (1970) in der Remake-Version von Boogie Pimps. Einfach nur geil!!!

Aber so weit sind wir ja noch gar nicht. Zunächst einmal geht’s vom Flughafen nach Cala Ratajada. Laut Navi sind das etwa 1:24 Stunden Fahrzeit. Was das Navi nicht wusste, ist die Tatsache, dass scheinbar sämtliche Straßen dieser Strecke unter Bauarbeiten stehen! Allerdings ist die Spanien-Kalkulation des Navis auch etwas großzügiger, als die deutsche, so dass wir die Angegebene Zeit trotz Bauarbeiten noch um 15 Minuten unterbieten konnten.

Sie sind hier! Das gibt es auf jeder Landkarte. Und wenn dieser Hinweis fehlt, dann erkennt man es daran, dass eine Stelle auf der Karte besonders Abgegrabbelt ist…

Wenn denn aber besagter Spruch dabei steht, dann ist er meistens flankiert von einer Stecknadel, die in der Karte steckt. Folglich muss es so etwas ja auch im echten Leben geben! Und siehe da: Auf Mallorca steckt tatsächlich auch so eine Stecknadel mitten in der Gegend…

Aber von Vicente geprägt, haben wir immer Oropacks im Gepäck!!!

Ach ja, die Wohnung. Gebucht haben wir eine auf der Avenida Agulla. Nach hinten raus. Dann, zwei Tage vor Abflug ein Anruf vom Vermieter. Er habe eine gute und eine schlechte Nachricht. Die schlechte sei, dass er die Wohnung zwei mal vermietet habe. Die Gute, dass ein eine bessere Wohnung für uns aufgetrieben habe.

Bekommen haben wir dann eine ganz andere. Schön war sie ja. Aber halt nicht das, was wir wollten! Etwas blöde…

Zugegeben, der Balkon in diesem Jahr macht optisch mehr her, als letztes Mal. Das ist aber nur von unten der Fall. Von oben betrachtet stören die massiven Säulen nämlich den ungehinderten Blick nach unten…

Was man außerdem nicht sieht, ist die Tatsache, dass der Balkon direkt auf die Orts-Ausgangs-Straße zeigt. Da die Spanier ein gestörtes Verhältnis zu Schalldämpfern haben, ist es nun leider nicht gerade leise in unserer Wohnung…

Das Interieur war zufrieden stellend. Steffen musste allerdings auf einem Schlaf-Sofa nächtigen. Viel zu weich. Die restliche Einrichtung stammt unübersehbar aus dem IKEA. Seit 2004 gibt es auf der Insel nämlich einen. Wir vermuten ja, dass die Wohnung lange leer gestanden hat und dann plötzlich unser Vermieter angerufen hat und sagte: „Besorg mal schnell Geschirr und so für 6 Personen!“

Und so war’s dann auch. 6 Tassen, 6 Teller, 6 Gabeln, 6 Messer. Kein Topf für Nudeln, kein Sieb, kein Korkenzieher, kein Dosenöffner. Alles, was man gerne vergisst, wenn man spontan mal alles neu besorgen muss, fehlte dann auch prompt. Pfannen gab’s nur klein, kleiner und winzig. Das Schneid-Brett war garantiert unbenutzt. Desgleichen Toaster und Kaffee-Maschine. Die Bettwäsche hatte noch die Falten vom Zusammenlegen. Die Handtücher waren ungewaschen und fusselten wie ein Flokati!

Aber an sonsten war alles in Ordnung ;o)

Die LuMa aus den Jahren zuvor hatten wir dann doch nicht mitgenommen. Die war ja nun auch nicht mehr so ganz in Ordnung. Und bei Anschaffungs-Kosten von 2 EUR abgeschrieben über 2 Jahre ist schon okay.

Statt dessen hat Vicente mal in seiner Das-haben-meine-Gäste-vergessen-Kammer gestöbert und zwei knallgelbe LuMas für uns herausgezaubert! Den Schirm aus dem Vorletzten Jahr haben wir dann aber doch wieder mitgenommen. Er hat uns nicht mal bei Sturm enttäuscht. Nur bei der Transport-Verpackung mussten wir schon am Flughafen auf Rakkis Leukoplast zurückgreifen. Vor dem Rückflug musste da noch etwas passieren…

Und hier mal was zum Thema Arbeitsteilung. Ich denke, dazu muss man gar nicht viel mehr sagen! Unnötig zu erwähnen, dass die LuMa dann auch ausschließlich von mir genutzt wurde – zumindest am ersten Tag.

Rote Fahne. Lange Gesichter. Bade-Verbot. Was für ein Scheiß! Der ganze Strand mit rot-weißem Flatterband abgesperrt. Nix Baden. Nur ein kleiner Bereich von Cala Agulla von ca. 100 Metern war den Badegästen zugänglich. Verglichen mit seiner geschätzten Breite von 1000 Metern. Dementsprechend voll war es dann auch dort.

Allerdings scherten sich einige Badegäste nicht so sehr um das Bade-Verbot. Sie wurden zunächst von den Trillerpfeifen der Rettungs-Schwimmer zur Ordnung gerufen. Falls das nicht fruchtet, trällerte die Polizei dann hinterher. Das hatte dann auf jeden Fall die erhoffte Wirkung!

Aber die Wellen waren echt genial! Eigentlich nicht so hoch, wie im letzten Jahr, aber dennoch mit einem extrem großen Spaß-Faktor behaftet! So macht Baden wirklich Spaß! Allerdings bleibt man nicht wirklich lange auf seiner LuMa liegen.

Erst am Abend erfuhren wir von Meik im Laurenzius dann, warum Bade-Verbot verhängt wurde, obwohl die Wellen gar nicht sooo hoch war. Es liegt an der nicht zu vernachlässigenden Unterströmung! Und die war in der Tat nicht zu verachten. So manches Mal hat die einen von den Beinen gerissen. Meik meinte, dass in den letzten Jahren schon viele Touristen dadurch umgekommen sind. Allerdings handelte es sich darum meist um Kinder und Ältere…

Der Abend. Falsch. Jeder Abend! Unsereins bekommt ja immer Ärger, wenn er sich nicht abends nicht bei Andrea und Meik meldet. Meistens an der Theke. Da ist ja nun auch wirklich der schönste Platz. Und wenn dann Meik um halb elf aus der Küche kommt, dann geht’s richtig rund. Aber dazu später mehr…

Man fährt in den Urlaub, kennt keinen, aber im Laurenzius kann man davon ausgehen, dass Andrea mit ziemlicher Sicherheit immer jemanden für einen zum Kennen lernen parat hat. Seien es Bianka und Carsten aus Koblenz oder aber die Schwaben-Mädels Silvia und Christine, die so sehr für Meiks Soßen schwärmte. Verständlich!

Palma

Nun wissen wir ja mittlerweile, wie der Hase läuft. Das Auto parkten wir wieder hinterm Bimmel-Bahnhof. Erstaunlicherweise hat uns das Navi sogar den richtigen Weg gezeigt! Danach dann wie üblich das zweite Frühstück in der Bar nebenan. Wieder etwas Gebratenes mit Pommes. Leider war Mutti von den Jahren zuvor heute nicht da. Statt dessen gab’s aber ’nen guten Tipp für einen gescheiten Radio-Sender auf der Insel!

Um es gleich vorweg zu nehmen: Wir waren nicht in der Kathedrale. Sooo sehenswert ist sie nun auch wieder nicht. Daher haben wir uns mit der Außen-Ansicht begnügt. Unnötig zu erwähnen, dass mal wieder ein Gerüst davor stand. Dieses Mal war das Portal an der Reihe.

Rumbummeln. Was soll man sonst in Palma machen? Unmengen von Geld ausgeben! Von einer Parfümerie in die nächste stolpern. Schließlich muss ja auch unser Jahres-Bedarf an Duft-Stoffen gedeckt werden.

Und auch in diesem Jahr konnten wir nicht klären, was es mit dem Schildkröten-Obelisk auf sich hat. Hier kann man sich noch ein Frei-Getränk bei mir erarbeiten *grinz*

Steffen kam natürlich nicht um die alljährliche Statuen-Verarschung herum ;o)

Mal gucken, wer im kommenden Jahr daran glauben muss…

Der Innenhof des Cafe Capuccino in Palma. Immer ein Ort der Ruhe! Bei einem Besuch in Palma darf eine kleine Erfrischung dort auf keinen Fall fehlen! Und wem es im Hof zu warm ist, der kann in der riesigen Diele mit einem Brunnen platz nehmen…

Die Insider-Tipps sind ja bekanntlich so eine Sache… Es sind nämlich nur so lange welche, bis man sie irgendwo aufschreibt!

Wenn man wirklich welche haben möchte, dann muss man notgedrungen andere Leute fragen! Meik hat sich dabei als schier unerschöpfliche Quelle erwiesen. So auch dieses kleine nette Hinterhof-Cafe!

Wenn man denn ein gutes Buch mit hat, so kann man dort die eine oder andere Stunde verbringen… Ein Besuch ist in jedem Falle lohnenswert!

Der Hafen. Mallorca ist ja nun auch ein beliebtes Ausflugs-Ziel für diverse Kreuzfahrt-Schiffe, die durch das Mittelmeer dümpeln. Und an diesem Tage hatten wir Glück. Was aus der Ferne beim ersten Hingucken als schreckliche neue Hochhaus-Fassade am Hafen erschien, war beim zweiten Schauen ein Luxus-Liner. Welcher es denn nun genau war, haben wir leider nicht heraus bekommen, da er bereits wieder abgelegt hatte, als wir am frühen Abend unten am Hafen angekommen waren…

Wie klein der Mensch doch manchmal ist… Zumindest, wenn es um Spanier geht, ist das doch wohl zutreffend!

Wieder daheim hat Marco dann nach langer Suche heraus gefunden, dass es sich bei dem Schiff um die Arcadia handelt…

It never rains in southern California… *träller* Mag ja sein, dass das für Kalifornien stimmt. Für Mallorca war es in unserem Urlaub nicht so ganz zutreffend. Wie man schon an den Palma-Bildern gesehen hat, fehlt so etwas der Postkarten-blaue Himmel. Am Abend wurde es dann noch etwas schlimmer.

Das Meer wurde zusehends unruhiger, und man konnte teilweise sogar aus dem Laurenzius sehen, wie die Wellen über die Kaimauer schlugen. Und dann kam das Gewitter. Laut und gleißend. Einen Blitz haben wir sogar eingefangen! Nur der Regen ließ auf sich warten. Es kamen 3 Tropfen herunter (in Worten: DREI). Wirklich nur 3 Stück. Zum nass werden zu wenig, um den Staub-Film auf den Autos in richtigen Dreck zu verwandeln hat es aber allemal gereicht!

Der Königgarten. Eine unserer Lieblings-Orte, wenn man der Mittags-Hitze entfliehen wollte. Guillermo, der Inhaber, hatte für uns vollstes Verständnis! Zumeist hechtet er selber von einem Ventilator zum nächsten.

Der König-Garten hat viele Vorzüge. Den Erdbeer-Kuchen haben wir ja nun schon ausgiebig erwähnt. Auch den kostenlosen Internet-Zugang. Aber diesmal haben wir es sogar geschafft, mit dem WLAN von Marcos Notebook online zu gehen. Das erspart so manches Anstellen an einem der vier Surf-Rechner…

Und Guillermo, seines Zeichens auch Technik-Fetischist, hat vollstes Verständnis dafür, wenn wir mal eine Steckdose brauchen, um das Notebook zu laden, oder einfach mal drei Tage vor Urlaubs-Ende unsere Fotos online nachbestellen!

Die Apfel-Schorlen hat uns Guillermo immer gleich im Halb-Liter Glas gebracht. Selbstverständlich mit Mallorca-Strohhalmen! Erstaunlicherweise gibt es in Spanien kein Wort für Apfel-Schorle (gleiches Gilt übrigens für Eis-Cafe). Aber das kann man dort auch problemlos auf deutsch bestellen…

Noch mal zurück zum Kuchen und der deutschen Mentalität: Ein Stück Kuchen (übrigens 1/6 Stück, und nicht wie in Deutschland 1/12-Stücke) und Kaffee satt kosten schlappe 3,30 EUR. Sahne gibt’s gratis dazu! Und was machen die Deutschen? Sahne ist kostenlos! Also wird auf ein 8 cm hohes Stück Sahne-Torte noch mal 6 cm Sahne aufgetragen. Ach ja, Zucker gibt es ja auch gratis. Also noch ein Tütchen drüber gestreut (Spanische Zucker-Tütchen sind übrigens mindestens doppelt so groß, die unsere heimischen). Und wenn das halbe Stück Torte und die ganze Sahne dann alle sind, dann holt man sich eben noch mal Sahne nach!!!

Ich hätte ja schon lange auf den Teller gek…

Artá

Steffen zog es an diesem Tag vor, noch einmal zu kontrollieren, ob der Sand am Strand auch noch da ist. Wir dagegen wollten etwas die Nachbarschaft erkunden und fuhren kurzum nach Artá.

Da wir ungefrühstückt los gefahren sind, gönnten wir uns in Artá in einem kleinen Straßen-Cafe, wo sonst nur Spanier saßen, ein leckeres englisches Frühstück, das die nächsten Stunden noch vorhalten sollte…

Sodann gestärkt, schlenderten wir zunächst ziellos durch die Gassen, bis wir schließlich auf dem Rathaus-Platz landeten, den wir vom letzten Jahr in einer etwas anderen Stimmung schon kannten…

Der Vorteil diesen Jahres war, dass es erstens Tags war, und zweitens keine Festwoche in Artá war. Daher hatten wir ungehinderten Zugang zum Rathaus. Es zeigte sich, dass es einen sehr schnuckeligen Innenhof hatte, den sich bei uns nur Rathäuser in Städten von mehr als 500.000 Einwohnen leisten können…

Panorama – Von der Burg in Arta aufs Weideland

Der Blick durch die Zinnen der Burg von Arta auf das umliegende Weideland. Im Sommer sind die Wiesen alle braun und vertrocknet. Im Frühjahr dagegen eröffnet sich einem ein Meer aus grün! Im Hintergrund die Berge der Sierra Llevante.

Es ging weiter Berg auf. Vorbei an der Kirche, die wir schon aus dem letzten Jahr kannten ganz nach oben zur Burg. Hatten wir ja noch nicht gesehen, obwohl Marco etwas anderes behauptete…

Oben gab es dann einen wundervollen Rundum-Blick. Inklusive Ausblick auf die Klär-Anlage. Aber auch auf unser nächstes Ziel: Eine neu gebaute Verbindungs-Straße gen Süden Richtung Cala Millor. Aber das kommt gleich erst.

Zunächst einmal wurde die gesamte Burg-Anlage auf der Mauer erkundet. Selbstverständlich gibt es da kein Geländer an der Mauer. Doch. An einer Stelle. Nämlich da, wo die Autos durch fahren. Fragt sich dann nur zum Schutze von wem…

Man beachte übrigens das mittlere Foto. Trotz der Spitzen auf der Mauer ist der Schatten, den sie werfen ohne Spitze! Na, zu welcher Uhrzeit wir wohl dort waren…

Auf dem Weg nach unten konnten wir uns dann doch zwei Dinge nicht verkneifen:

Erstens mussten wir natürlich in dunkle Löcher hinein schauen, die direkt unter der Burg waren…

… und zweitens sind wir dann doch in die Kirche gegangen. Bzw. in das Museum der Kirche.

Das Museum war, bis auf den Wärter, Menschen leer. Dieser freute sich dann um so mehr, dass er endlich mal Besucher hatte. Naja, es war aber auch Mittags-Zeit, und Neckermann hatte Raubtier-Fütterung! Noch mehr freute es ihn, dass ich spanisch spreche. Und ganz entzückt war er schließlich, dass ich zu den Exponaten auch noch Fragen hatte!!!

Fragen war aber übertrieben. Es war nur eine. Und zwar zu dem Hammer-Rad. Uns wurde also erklärt, dass Artá anfangs so arm war, dass es sich keine Glocken leisten konnte. Als Ersatz gab es dann dieses Holz-Rad mit beweglichen Hämmern. Dreht man dieses, so schlägt immer einer der 8 Hämmer um und macht dementsprechend Krach…

Genug Land und Leute gesehen. Es ging zurück zum Auto und die neue Straße entlang, die wir von der Burg aus gesehen hatten. Diese spontane Entscheidung wurde dann auch prompt belohnt:

Moderne Kunst. Aber wirklich schön! Total verrostet zwar, aber das musste so sein. Und sooo hoch! Einfach so. Mitten auf einem Kreisel. Naja, wir haben dann da trotzdem geparkt und uns das näher angeschaut…

Die Woche drauf, als wir mit Caro und Conny unterwegs waren, mussten wir denen dass auf jeden Fall auf dem Rückweg auch zeigen, zumal wir da ohnehin auf einer Kunst-Tour waren…

Cafe Laurenzius

Thema „Kulinarische Köstlichkeiten“. Oder um es mit Christines Worten zu sagen: „Diese Soooßen!!!“. Also wie Meik das immer macht, das weiß keiner von uns so recht, aber es ist immer ein Gedicht! Ob das nun der Peter-Fisch für Marco, die Dorade für Daniel oder aber für die „Fleisch fressende Pflanze“ (O-Ton von Andrea: „Und was isst unsere Fleisch fressende Pflanze denn heute?“) ein Stück von der Lende…

Danach gibt’s einen carajillo. Die Wirkung ist genau so, wie es sich anhört: Durchschlagend: Espresso mit Rum. In Spanien ist es zudem so, dass man die Dosierung selber vornehmen kann…

Und wenn dann der Abend länger wird, gibt es schließlich Weißwein-Schorlen in allen Mischungs-Verhältnissen und Größenordnungen. Seeehr praktisch. Da muss man nicht mal bestellen. Man kommt rein, und Andrea sagt: „Ich mach Dir gleich erst mal ’nen Schörlchen fertig!“

Eine neue Kreation. Kirschen mit Vanille-Soße. Aber „diese Soooße“ hat es dann auch wieder in sich. Denn sie ist mit Tonka-Bohnen! Kann man schlecht beschreiben. Is‘ aber unglaublich lecker!!!

Also, wer mal im Laurenzius ist, der muss das unbedingt mal bestellen!!!

Das Laurenzius schließt die Pforten so gegen 23 Uhr. Offiziell zumindest. Danach wird’s gemütlich. Also noch gemütlicher, als sonst. Denn dann konzentriert sich alles an der Theke. Und Meik hat sich dann auch von seiner Küche getrennt.

Und dann geht’s rund. Nach Meiks Koch-Künsten kommen dann die Schnaps-Künste hervor. In diesem Falle ein White Russian. Ziel des ganzen ist es, auszutrinken, ohne das Glas in die Hand zu nehmen…

Silvia hat sich da ganz wacker geschlagen. Bei Steffen hatte Andrea allerdings die Befürchtung, dass sie sich von einem Glas trennen musste: „Steffen, spuck das Glas wieder aus!!!“

Wanderung zur Tropfsteinhöhle

Die Höhlen-Tour. Oder, um es mit Steffens Worten zu sagen: Die Höllen-Tour. Das war die einzige Bedingung, die wir Steffen gestellt haben, wenn er mit uns in den Urlaub fahren möchte. Nun, ich fürchte, nach der ersten halben Stunde hat er das ganz schön bereut…

Unterwegs kam uns dann eine spanische Familie entgegen. Vater, Opa und zwei Kinder. Gerade auf dem Rückweg von der Höhle. In Latschen! Kann also gar nicht so schwer sein…

Aber sooo schlimm war das alles ja gar nicht! Es gibt nur zwei Stellen, wo man etwas aufpassen muss. Nun, Steffen hat das allerdings etwas anders gesehen. Aber wir haben todesmutig für ihn unser Leben riskiert, und ihn sicher an das Ziel gebracht!

Endlich drinnen. Endlich wieder akklimatisieren. Es ist ja echt erstaunlich, dass es noch Orte gibt, die sich dem Zahn der Zeit ziemlich gut widersetzen können! Die Höhle zählt da auf jeden Fall auch zu.

Diesmal haben wir dann auch noch die Route per GPS mitgeloggt. Sind keine 2 Kilometer. Also ein Klacks. Man braucht aber trotzdem ne Stunde dazu. Und am Eingang haben wir noch einmal die genauen Koordinaten festgehalten, damit auch andere die Höhle wieder finden…

Nun, und so sieht das aus, wenn man uns von oben beobachtet hätte… Per Palm und GPS haben wir die Koordinaten mitgeschrieben und das ganze dann in Google-Earth eingebaut.

Starthöhe: 70 m max. Höhe: 176 m Zielhöhe: 5 m

Nach dem Rückweg (irgendwie geht es zurück immer schneller, als hin…) gönnten wir uns am Kreisel-Restaurant dann erst mal ein Mittag-Essen! Nächstes Mal sollten wir die Kekse für unterwegs vielleicht nicht vergessen.

Freundlicherweise akzeptieren sie dort übrigens auch Kreditkarten. Beim Bezahlen stellten wir nämlich fest, dass wir gar kein Bargeld dabei hatten. Kleiner Schreck am Nachmittag.

Inka. Lag quasi auf dem Rückweg. Mehr oder Weniger. Mit Navi aber ohnehin kein Problem! Eigentlich wollten wir dieses Outlet-Dorf suchen. Es ist bei der Suche geblieben. Sie blieb erfolglos. Abends erzählte uns Meik dann, dass wir nur eine Ausfahrt weiter hätten fahren müssen… Nun denn, man braucht ja auch Ziele für die nächsten Tage!

Gefunden haben wir dann aber einen Lidl. Und da haben wir erst mal Eis gekauft. Man muss sich schließlich belohnen. Und Steffen hatte eine große Belohnung verdient ;o) Leider gab’s das Eis nur in der Familien-Packung. Naja, egal. Bevor es schmilzt…

Nach der „Land und Leute“ Tour gab es dann noch einen Kultur-Part. Etwas überraschend zwar, aber dafür um so schöner! Mallorquinisches Folklore. Also jotas. Sehr schön anzuschauen. Sogar mit deutschen Übersetzungen! Und mit spanischen auch ;o)

Vicente. Abends waren wir da ehr selten. Meist immer auf dem Weg nach Hause vom Strand. Schnell einen café con hielo

trinken. Aber dann und wann haben wir einfach mal das jugendliche Ambiente seiner Gäste genossen und mal den Dart-Automaten etwas gequält…

Dazu gab es dann hierbas satt! Meine Güte, daran kann man sich echt gewöhnen *hicks*

Unser Balkon. Beim IKEA gibt es scheinbar auch keine Balkon-Möbel. Selbiges haben wir auch reklamiert. Nach 3 Tagen waren sie dann da. Nicht neu. Aber immerhin hatten wir welche. Bis dahin haben wir einfach kurzerhand die Wohnzimmer-Möbel missbraucht!

An diesem Abend gab’s übrigens spanisches. Guarrerias. Also „schweinereien“. Alles, was dick macht und ungesund ist. Z. B. chorizo frito, concretas, empanadillas, … Für das Meiste konnten wir auch Steffen begeistern. Begleitet wurde das ganze von einem Martini d’oro und diversen anderen hoch prozentigen Getränken *hicks*

Schon wieder „Land und Leute“??? Wir sind kurzerhand mal zum Leuchtturm hinauf gefahren. Eigentlich wollten wir den Sonnenuntergang sehen. Unnötig zu erwähnen, dass es schon viel zu spät dafür war, oder?

Dafür haben wir dann versucht, die Koordinaten des geodätischen Punktes mit unserem GPS-Empfänger zu verifizieren. Es wäre uns auch gelungen, wenn blöde Touristen nicht die Plakette entfernt hätten, wo die Koordinaten drauf gestanden haben…

Anstatt des Sonnenuntergangs hat Marco dann aber ein paar Tage später einen Sonnenaufgang erwischt. ANGEBLICH, weil ich so unruhig geschlafen habe… Wie dem auch sei, das Bild ist jedenfalls schön geworden. Und wenn die Akkus nicht leer gewesen wären, dann hätten wir auch ein Bild mit Sonne drauf gehabt!

Schnorcheln. Klaro! Wir sind ja nun auf den Geschmack gekommen! Irgendwann zwischendurch haben wir uns kurz überlegt, ob wir uns nicht auch noch Flossen kaufen sollten. Sicherlich, es hätte vieles vereinfacht, aber so wirklich durchringen konnten wir uns dazu dann doch nicht. Nächstes Jahr vielleicht!

Dafür haben wir dann gleich einen neuen Stil kreiert: LuMa-Schnorcheln. Auf der LuMa liegen, Kopfteil unter die Brust und nur den Kopf ins Wasser stecken. Dann wird’s auch nicht so schnell kalt, und man wird am Rücken schön braun ;o)

Unter Wasser gab’s dann diverse See-Igel und viele gestreifte Fische. Diesmal sind wir auch richtig in die Felsen hinein gepaddelt, denn mit der LuMa unterm Bauch liegt man noch flacher im Wasser!

Noch eine abendliche Beschäftigung. Gegen Ende unseres Urlaubs fiel uns auf, dass wir noch sooo viel Bier im Kühlschrank hatten. Das musste natürlich stilvoll vernichtet werden.

Zum Vorglühen ging es dann erst mal, wie üblich, zu Andrea. „Sag mal, Andrea, kannst Du das mal eben in Eure Kühlung stellen?“ Die Liter Flasche Bier über den Tresen reichend. Der Rest fällt dann erst mal unter „Kein Kommentar“. Aus der Küche hörte man nur das Wort „Kork-Geld“…

Wenn man hinterher Bier trinkt, dann muss man es vorher ja auch tun. Aber irgend wann geht einfach nichts mehr rein. Marco hatte aber noch ein Volles Glas dort stehen. Also bekam ich ein Auf-Zu-Bier von Andrea aufgeschwatzt. Warum es Auf-Zu-Bier heißt? Ganz einfach: Hahn auf und gleich wieder zu!

Den Rest, also die Liter-Flasche, pichelten wir dann auf der Kai-Mauer weg. Übrigens ist man mit dieser Taktik alles andere, als alleine!

Während wir denn da so auf der Mauer hockten und an der Flasche nuckelten, konnten wir den Beginn der Festwoche in Cala Ratjada

beobachten: So ein mal pro Stunde etwa fuhr ein Traktor mit Anhänger quer durch den Ort. Am Hafen entlang, Die Promenade runter, falsch durch die Einbahnstraße, zum Kreisel… Und auf dem Anhänger eine 6-Mann-Band, die lautstark Musik machte!

Letztes Jahr, so erzählte uns Meik, sind die Jungs zu schnell durch den Kreisel gedüst und der Anhänger ist samt Ladung umgekippt!!!

Auch so eine Sache. Die Fantasie des Menschen bezüglich Roller kennt, besonders in Spanien, scheinbar keine Grenzen! Nicht nur, dass dort im Süden keiner einen Schalldämpfer kennt oder langsam fährt. Nein! Da wird auch noch allerhand an das Gefährt dran gebastelt, so dass es gänzlich zum Verkehrs-Hindernis wird!

In diesem Falle hier war das nicht einmal ein Spanier, sondern der Deutsche-Spezialitäten-Zulieferer von Meik und Andrea! Naja, so wird jeder halt früher oder später mal vom Mallorca-Virus befallen!

Das Sugars. Da stand ja noch eine Rechnung offen. Nein. Ehr ein Besuch! Nach dem netten Eintrag in mein Gäste-Buch hier, konnten wir einen weiteren Besuch ja nicht ausschlagen.

Natürlich haben wir als erstes einen Sugars-Special getrunken! Diesmal waren wir ja auch vorbereitet! Hat aber auch in diesem Jahr suuuper lecker geschmeckt!

Nur Antje war nicht da. Naja, wir wollten ja eh noch einmal wieder kommen! Beim nächsten Male war sie dann aber da! Und wir haben dann auch gleich was neues kennen gelernt: Einen Amaretto Sour! Seeehr lecker. Kann ich nur empfehlen!

Panorama – Der Deutsche Berg von Cala Ratjada

Das ist die äußerste Spitze vom sog. Deutschen Berg (auf dem Berg wohnen überproportional viele Deutsche) mit Blick auf das Dorf. Rechte Hand sieht man den Strand der Cala Agulla und dahinter erahnt man noch die Landzunge der Cala Molto.

Steffen hatte mal wieder, wie eigentlich jeden Tag, seinen Strand-Tag. Wir dagegen wollten die Kaktus-Finca suchen. Sie sollte irgendwo weiter oben am Berg liegen. Dieses Örtchen hatten wir als potenziellen Kandidat für das nächste Jahr ins Auge gefasst.

Der Weg war zunächst eigentlich ganz einfach: Immer Berg auf! Vorbei an diversen Fincen (???). Teilweise sogar zu verkaufen. Nur ein Preis stand nie dabei. Vielleicht auch besser so.

Kurz, bevor wie die Suche aufgegeben hatten, standen wir dann schließlich davor. Aber in der Zwischenzeit wussten wir auch, dass wir im nächsten Jahr dort NICHT hin gehen werden. Die Finca lag, wie bei Fincen (???) wohl so üblich, alles andere als zentral! Und dann auch noch oben am Berg!!! Neee, das war zu anstrengend…

Berg runter war’s einfacher. Wir kamen übrigens an einem Wertstoff-Hof vorbei. Wusste gar nicht, dass es so etwas in Spanien überhaupt gibt!

Die nötige Abkühlung nach der Sonnen-Wanderung verschafften wir uns dann bei Vicente…

Bimmelbahn

Noch einmal Land und Leute. Letztes Mal mehr Land, diesmal mehr Leute! Es ging zunächst nach Sóller. Von dort aus sollte es dann mit der Bimmel-Bahn nach Palma gehen. Dort ins Cappuccino und etwas shoppen und schließlich mit dem Bus wieder nach Sóller. Wenn es dann nicht all zu spät sein sollte, dann noch kurz einen Abstecher nach Outlet-City.

Gesagt getan. Das Navi brachte uns auf dem schnellsten Weg nach Sóller. Praktischerweise führte der auch an Outlet-City vorbei, so dass wir nun auch schon genau wussten, wo das liegt.

Rudi Carrell führte uns ja die schnellste Route nach Sóller. Die ging dann über Bunyoll. Und dann durch den Maut pflichtigen Tunnel. Steffens Kredit-Karte musste mal eben schnell her halten, denn die Bar-Schlangen waren zu lang.

In Sóller angekommen begann dann das Malheur. Der Parkplatz des letzten Jahres war kostenpflichtig geworden. Na toll. Wir kramten unser letztes Kleingeld zusammen, um dann hinterher fest zu stellen, dass man dort nur maximal 2 Stunden parken durfte!

Allerdings zeigte sich die zweite Bullette, die wir fragten dann doch so hilfreich, als dass sie uns einen kostenfreien Parkplatz nur 200 Meter weiter empfehlen konnte!

Nach diesen Start-Schwierigkeiten ging’s dann also zur Bimmelbahn. Der Rote Blitz! Oder Tren de Sóller. Wie paralysiert mussten wir feststellen, dass die Preise von 2,50 EUR im letzten Jahr auf schlappe 6,50 EUR (ja, Sechseurofünftig!!!) erhöht hatten. Naja, aber die blöden Touristen zahlen es ja trotzdem!

Trotzdem war die Zugfahrt geil! Wir hatten ein Abteil für uns alleine.

Dass 5 Tage vorher im großen Tunnel ein Unfall passiert ist (Frontal-Zusammenstoß bei 10 km/h) haben wir Steffen aber erst hinterher erzählt…

Palma. Rein ins Cappucchino. Der schöne Innenhof war leider wegen Überhitzung geschlossen. Daher mussten wir „drinnen“ Platz nehmen. Wobei man drinnen auch nicht wirklich drinnen sitzt, denn „drinnen“ ist sowohl vorne, hinten als auch oben offen! Naja, drinnen halt!

Frisch gestärkt ging es dann zum Shoppen. Meine Wenigkeit brauchte noch eine neue Badehose. Die gab’s dann auch beim Corte Ingles. Da war übrigens gerade SSV! So bekommt man auf ne Speedo-Badehose mal eben 80% Rabatt *freu*

Während Steffen sich dann bei Steinfeld (Nein, SPRINGFIELD, ich wusste, dass es was mit S war – Danke Steffen) ausgetobt hat („Welches Polo-Hemd nehme ich denn nun? Hellblau? Dunkelblau? Rot? Gelb?“ – Am Ende hat er alle 4 gekauft!) macht es sich unsereins besser in der Sonne bequem…

Die Rückfahrt. Traditionell wird sie mit dem Linienbus bewältigt. Das sind aber in Spanien ganz normal klimatisierte Reisebusse! Die Bus-Preise wurden übrigens nur von 2,50 EUR auf 3,00 EUR angehoben. Das ist doch mal ein verträgliches Maß.

Die Fahrt endete dann aber schon nach 5 Minuten an einer Baustelle. Baustellen werden in Spanien übrigens immer von Personen geregelt. Nie von Ampeln. Das reduziert die Arbeitslosen-Zahlen und lässt den Verkehr angeblich besser fließen. Trotzdem warteten wir mehrere Minuten, obwohl gar kein Auto von vorne kam! Als wir dann endlich durch gelassen wurden, fuhr der Busfahrer extrem weit rechts über den unbefestigten Seitenstreifen und meinte nur zu dem „Ampel-Männchen“: „Friss Staub du Elender! Du hast mir meine Kaffee-Pause in Sóller geklaut!“

Dann, nach der 3. Serpentine in den Bergen eine Vollbremsung und ein Aufschrei seitens der Fahrgäste: Ein Kleinlaster hatte die Kurve geschnitten! Der Busfahrer meinte dazu nur: „$!°#&“§$’*“§$’°!“§“

Danach begann dann ein gemütlicher Klönschnack zwischen dem Busfahrer und uns. Hier und dort hielt er mal für uns an, damit wir in Ruhe ein Foto machen konnten. Gab Tipps wie: „Hier noch nicht, erst in der nächsten Kurve fotografieren.“ Seeehr angenehm. Nebenbei immer ein Lied auf den Lippen.

Nach einer halben Stunde meinte er: „So, nun ist die Autobahn vorbei, jetzt wird es richtig interessant!“ Steffen hatte sich bis dahin schon mehrfach im Sitz fest gekrallt…

Irgendwann in Deja, glaube ich, schrie eine Frau im Bus auf. Halt! Sie hätte doch schon längst ausgestiegen sein müssen. Sie wäre doch in Valldemosa eingestiegen. Das müsse der Busfahrer doch wissen. Und er hätte sie doch dort raus lassen müssen! Sie wolle jetzt sofort raus. Der Fahrer verstand kein Wort, ließ sie aber aussteigen. Die nächsten fünf Minuten verbrachte er erst einmal damit, anhand der Quittungen heraus zu finden, wo sie denn hätte aussteigen müssen. Alles während der Fahrt selbstverständlich…

DIESE Land-und-Leute-Tour hat dann sogar Steffen gefallen! Und irgendwie sind doch alle Busfahrer auf Mallorca immer gleich. Sie kennen einfach ihren Bus und ihre Strecke! Das war noch ein Insider-Tip!

Wieder in Sóller. Eigentlich wollten wir jetzt mit der anderen Bimmel-Bahn, also der Straßen-Bahn runter nach Port de Sóller. Aber aus Zeitgründen haben wir dann doch den Wagen genommen.

Rauf zum Leuchtturm. Schon mal die Serpentinen üben ;o) Von oben bot sich uns ein Atem beraubender Anblick! Als wenn jemand gesagt hätte: „So, ich brauche mal eben zwei Dutzend weiße Boote für den Hafen. Und diese bunten Dinger, die müssen verschwinden!“

Zurück fuhren wir dann nicht durch den Tunnel, sondern über die Berge. Wenn man Kurven fest ist, dann lohnt sich das allemal, denn auf dem Pass eröffnet sich auf ein Mal die ganze mallorquinische Tiefebene, soweit das Auge reicht bis hinten ans Meer!!! WOW! Das war so WOW, dass wir glatt vergessen haben, ein gescheites Foto zu machen…

Berg runter hatten wir dann ein Problem: Das Handschuh-Fach war ungekühlt, die Klima-Leistung dieses Micras machte dem Wagen-Namen alle Ehre und unsere Schoko-Riegel schmolzen dahin. Lösung des Problems: Einfach auf die Lüftungs-Schlitze der Scheibe legen und volle Kühlung nach oben! Nach 10 Minuten waren sie wie aus dem Kühlschrank!!!

Outlet-City

Ich kann mir den richtigen Namen nie merken. Ganz einfach zu finden. Dritte Ausfahrt der Autobahn von Inka nach Palma. Man muss es nur wissen!

Von innen sieht es irgend wie aus, wie der Heide-Park. Zumindest gibt man aber genau so viel Geld aus!

Und dort gibt es natürlich auch, wie in Spanien so üblich, diverse Spiel-Höllen, die auch für Kinder geeignet sind, und dementsprechend besucht werden.

Für die Kinder, die lieber etwas handfestes zum Spielen haben, eignet sich der hintere Teil der Anlage. Dort gibt es unter anderem besagten Springbrunnen, der auch begehbar ist. Zumindest, wenn die Fontainen ausgeschaltet sind, was sie in unregelmäßigen Abständen auch tun…

Bild 3: Ich bin übrigens NICHT nass geworden, wie man an Bild 4 einwandfrei erkennen kann ;o)

Die diesjährige Reise stand, wohl auf Grund der Frustration wegen unserer Wohnung, ganz im Zeichen des Erkundens neuer Unterkünfte. Daher sind wir einfach mal der Einladung von Bianca und Carsten gefolgt und haben uns deren Domizil angeschaut.

Was für eine Wohnung. Guckst Du nach links, siehste das Meer. Guckst Du nach rechts, siehste auch das Meer! Liegt halt oben am Berg. Nur aufgeräumt war sie nicht (Huhu, Bianca!) *grinz*

Und sie hatte ja auch „nur“ zwei Schlafzimmer und zwei Badezimmer. Aber mindestens 6 Pfannen! Echt ein Pracht-Exemplar von Wohnung… Vielleicht doch im nächsten Jahr am Berg wohnen? Naja, schau’n wa‘ mal. Kostet ja auch ne Ecke mehr…

Sonnenuntergang. Das Foto ist etwas gefaket. Es war gerade mal so 17 Uhr. Sonnenuntergang ist aber erst gegen 21 Uhr. Trick ist in diesem Falle die Blende gewesen…

Land-und-Leute-Tour Teil III. Diesmal allerdings ohne Steffen. Der zog es vor, noch ein mal mit Anika den Strand zu kontrollieren. Letztere war übrigens auf den Geschmack gekommen. Gar nicht mehr von Cala Gat zu trennen. Den kannte sie bis Dato noch nicht…

Uns trieb es noch ein Mal nach Inka. Zum Lidl, um genau zu sein. Denn wir wollten noch einen Neopren-Shorty kaufen. Caro und Conny haben wir dann spontan mit genommen. Die nutzten dann nämlich die Chance, sich wieder mit Nahrungsmitteln ein zu decken…

’nen Shorty gab’s übrigens nur für Marco. Obwohl die Spanier eigentlich ehr klein sind, gab’s Shortys nur L oder XL. Na toll: o(

Auf dem Rückweg fuhren wir dann zu einer Glas-Manufaktur (Oder Manufraktur, je nachdem, wie man sich dort benimmt *grinz*). Und zwar die auf der Straße von Inka nach Alcudia. Sooo schöne Exponate! Nur leider etwas teuer. Also besser nichts anfassen… Aber schön klimatisiert war es. Sehr angenehm. Fast kalt. Wie halt in Spanien so üblich. Aber kurzzeitig angenehm im vergleich zur brüllenden Hitze draußen.

Und dann gab es da noch die Werkstatt. Nicht so, wie in Meißen. Ehr das genaue Gegenteil. Eine Werkstatt halt. Wo man den Leuten bei brüllender Hitze schwitzend bei der Arbeit zuschauen kann. Übrigens ein guter Test für jeden Kreislauf: Erst im klimatisierten Ausstellungs-Raum und dann in die Glas-Werkstatt mit 3 Glas-Öfen! Und dort zaubern 5 Mitarbeiter innerhalb von 15 Minuten ein 45 cm hohes Windlicht!

Man beachte übrigens den vollschlanken Herrn im Unterhemd auf dem linken Foto sowie die Fäden vom Glas aus dem Ofen nehmen auf dem Rechten…

Ja, und da noch einmal die ganze Bande. Naja, fast. Sabine und Christin sind leider schon weg. Aber Bianca und Carsten, Anika und Steffen, Conny und Caro. Die allabendliche Combo. Immer in leicht variierender Besetzung aber immer abends bis Betriebsschluss im Laurenzius anzutreffen…

Abends. Was macht man, wenn man genug Cocktails getrunken hat? Wenn man genug von Meiks Kreationen getestet hat? Klaro: Spazieren gehen. An der Promenade lang. Zu Zeiten der Fest-Woche is‘ da noch mehr los, als sonst. Und auch die klassischen Buden. Oder man setzt sich einfach auf die Hafen-Mauer und genießt das Treiben. Oder man quatscht fremde Leute an. Oder guckt zu, wie sich andere übergeben und von ihren Kumpels dabei gefilmt werden. Oder man macht einfach nur Dönickens auf dem Spielplatz…

Wer in Spanien war, der muss einfach mal Fisch gegessen haben! Selbst Steffen. Gleich bei unserem Willkommens-Frühstück am Ankunfts-Tag im Laurenzius hat er von Marco eine Gamba essen müssen. Mehr war aber auch nicht in ihn hinein zu bekommen ;o)

Nichts desto trotz durfte natürlich ein Besuch bei „unserem“ spanischen Restaurant Los Arcos nicht fehlen. Mit einem herzlichen und lauten „Hallo“ wurden wir dann begrüßt und sogleich in die Karte des Tages eingeweiht.

Für Steffen gab’s dann ein Schnitzel mit Salat, Marco wählte Lachs in Orangen-Soße (Achtung, Meik, Konkurrenz!!!) und für mich gab’s wie üblich die Dorade, sprich Goldbrasse. Mjam!

Beim Orujo oder Aguardiente sprich „Aufräumer“ muss man sich dann von deutschen Touristen frech sagen lassen, dass man auf Mallorca Hierbas trinkt. Mann, hab ich da zurück gepampt ;o) Sie hat sich dann auch drei mal entschuldigt *grinz*

Cala Gat

Wenn, dann dort! Wir haben es dieses Jahr ja mal ausgetestet: Son Moll *grusel* Schuld daran war eigentlich nur Christian. Den haben wir übers Internet kennen gelernt. Der war an dem Tag bei Son Moll am Strand. Also wollten wir ihn da treffen. Gefunden haben wir ihn nicht. War ja klar!

Statt dessen haben wir aber eine neue Erfahrung gemacht: Ticketeros. Man wird ja eigentlich immer von denen angesprochen. Die weiblichen Vertreterinnen noch mehr. Zumeist am oder auf dem Weg zum Strand. Man bekommt die tollste Party versprochen. In der abgefahrensten Location. Nur freie Getränke. Nur Marken-Alkohol. Nur Gäste-Liste. Nur das Feinste vom Feinsten! Kostet nur 25 EUR. Und man muss nur 5 EUR vorher anzahlen, um auf besagte Gästeliste gesetzt zu werden.

Naaa, dämmert’s? Jo! Und selbst wenn… Wieso sollte ich für eine Party Eintritt bezahlen, wenn ich anderswo das selbe gratis bekomme???

Nun, diesen Erfahrungs-Status kannten wir schon aus den Jahren zuvor. Neu war, dass wir nun zunächst einmal dieses einlullende Webe-Gespräch bei unseren Strand-Nachbarinnen mitbekommen haben. Von zwei Ticketeros. Aber danach wurde es richtig interessant:

ER hat IHR nämlich hinterher gesagt, was sie falsch gemacht hat, was sie wann erzählen muss, wann welcher Witz zu kommen hat, und wie die Lacher und Angebote platziert sein müssen… VOLL DAS KNALLHARTE GESCHÄFT!!!

Café con hielo

Es gibt Dinge, die es nur in Spanien gibt! Dazu zählt auch besagter café con hielo. Das ist nämlich die spanische Variante von Eiskaffee. Der deutsche Eiskaffee (der in Spanien übrigens in Ermangelung passender Vokabeln – siehe Apfelschorle – auch Eiskaffee heißt) ist ja bekanntlich kalter Kaffee mit einer Kugel Vanille-Eis. Der café con hielo dagegen wird erst einmal als normaler Espresso serviert. Dann tut man nach belieben Zucker hinein und rührt um. Abschließend gießt man es selber in ein Glas mit Eiswürfeln, welches direkt aus der Tiefkühltruhe kommt. Fertig ist der café con hielo!

Apropos Espresso. Oder cafe solo. Bei Vicente ist das immer irgendwie ein Event! Der schmeckt da einfach viel besser, als anderswo. Zum einen hat er eine Espresso-Maschine, die vermutlich jede noch so strenge Lärm-Richtlinie einhält. Sie ist nämlich absolut geräuschlos und funktioniert durch reine Muskel-Kraft. Man muss nur ein mal an dem Hebel ziehen, um den Druck für den Kaffee aufzubauen.

Zum anderen liegt es vermutlich am Wasser. Denn Vicente benutzt für seinen Kaffee Regenwasser. Das sammelt er im Winter über in einer großen Zisterne. Für gewöhnlich reicht es immer den ganzen Sommer über.

Schnuppertauchen

 

Tauchen. Eigentlich wollte ich ja… Aber irgendwie will man sich ja auch im Urlaub nicht festnageln, und 4 Tage lang irgend welche Regeln und was weiß ich noch alles büffeln. Von daher wurde das in diesem Jahr mit dem Tauch-Kurs auch nichts. Aber fürs nächste Jahr gelobe ich nun wirklich Besserung!!!

Also blieb es wieder beim Schnupper-Tauchen. Diesmal aber nicht in einer 4er Gruppe, sondern wirklich ganz individuell und alleine mit eigenem Tauch-Lehrer: Egil. Seines Zeichens Schwede. Multitalentiert, was Sprachen angeht und Berufs-Taucher mit und ohne Gerät.

Da ich nun dieses Mal alleine war (Marco hat sich im Nachhinein mächtig geärgert, da er uns nur von oben begleitet hat) konnten wir auch viel mehr sehen! So zum Beispiel den See-Stern. Der war wirklich so rot! Abpflücken, auf die Hand legen und schon saugt er sich fest, und will nicht mehr weg ;o)

Oder aber der See-Igel. Nicht rein treten. Aber vorsichtig auf die Hand gesetzt tut er gar nichts. Leicht andrücken, 5 Sekunden warten und dann ist auch er angedockt. Dabei kann man sogar zuschauen, wie die Tentakeln sich an der Hand festsaugen.

Beim Oktopus war dann leider der Film voll. Diesmal gab’s nämlich eine richtige Unterwasser-15-Meter-Wegwerf-Kamera. Der Oktopus ließ sich leider auch nicht bewegen, aus seiner Höhle heraus zu kommen, denn Egil erklärte mir hinterher, dass Tags zuvor Touristen den Oktopus mit einem Stock geärgert haben. Daher schauten immer nur mal zwei Stiel-Augen aus der Höhle heraus…

Es ist doch einfach schrecklich! Unser Henkers-Frühstück… Dieses Jahr mussten leider so früh los fahren, dass es gar kein Mittag-/Abend-Essen geben konnte. Dafür hat sich dann Meik in der Küche an einem echt genialen englischen Frühstück mit backed beans und anderen Köstlichkeiten ausgelassen! Echt unglaublich!!!

Dann haben wir noch ein schönes Foto ausgesucht und etwas ins Album geschrieben. Was, das wird nicht verraten, dass muss jeder schon selber vor Ort nachschauen ;o)

Den Rest des Tages verbrachten wir dann am Strand. Sooo toll war’s nicht :o( Auf dem Rückweg noch schnell bei Vicente vorbei. Die LuMas mussten ja auch zurück. Und meine Gläser für den cortado, die Vicente mit Tags zuvor besorgt hat.

Flughafen. Das Auto war schnell zurück gegeben. Das Gepäck und das Tauch-Gepäck auch problemlos aufgegeben. Die 3 Kilo Übergewicht pro Person und die 2 Stangen Zigaretten zu viel hat niemand moniert. Besser so *freu*

Dann noch schnell ein teures belegtes Baguette (nur schlappe 3,50 EUR im vergleich zu den welligen Sandwich-Dreiecken für 4,50 EUR) und einen Piccolo für ebenfalls 3,50 EUR (der kostet in Deutschland an der Tanke übrigens genau so viel – also gar nicht sooo teuer *grinz).

Und dann ging’s ab nach Hause *heul*

PS: Wieso muss eigentlich JEDER Urlaub so beschissen aufhören? Es ist ja nicht genug, dass man sich von alles und jedem verabschieden muss. Das alleine wäre ja schon schwer genug. Nein, dazu kommt noch, dass man die nächsten drei Tage damit beschäftigt ist, Wäsche zu waschen, aufzuhängen, zusammen zu legen, weg zu packen… (bügeln tue ich aus Prinzip schon nicht!)

Da gibt es auf jeden Fall noch Optimierungs-Bedarf!

So, Steffen, wie versprochen habe ich weder etwas über Deine Postkarten-Sucht noch Deine Parfüm-Manie geschrieben! Da können einem echt mal die Haare zu Berge stehen *grinz*

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