2006-06 Ein Tag in der Autostadt

Die Mini-Expo — Wo Autos noch Autos sein dürfen — am 10. Juni 2006

Eigentlich ist es ja eine Dauerwerbeveranstaltung. Aber irgendwie hat die Autostadt in Wolfsburg ja auch etwas von der Expo… Zumindest kommt beim Flanieren zwischen den einzelnen Pavillons auf jeden Fall das gute alte Expo-Feeling wieder auf. Ob die Pavillons nun wirklich repräsentativ für die jeweilige Marke sind, möchte ich jedoch stark bezweifeln!!!


So muss der Tag eigentlich immer anfangen! Unser traditionelles dienstägliches Edel-und-Starck-Gedächtnis-Frühstück bei dem Bäcker unseres Vertrauens (Backfrisch, Podbielskistraße 98, 30177 Hannover Tel.: 0511-220 84 79).

Und dieses Mal halt gab es halt auch am Wochenende Rühe-Ei mit Schinken und Brötchen. Und dazu eine wunderschöne Latte Macchiato… Da kommt gleich wieder Urlaubsfeeling auf!

Wann sind meine Eltern das letzte Mal Bahn gefahren? Und wann mussten sie sich dann auch noch selber das Ticket am Automaten kaufen? Egal. Jedenfalls haben sie es geschafft!

Und so ging es dann per Bundesbahn und dem Niedersachsenticket nach Wolfsburg. Schneller, bequemer und billiger gehts für fünf Personen wirklich nicht!

Der erste Eindruck von Wolfsburg ist ehr ernüchternd, da die Stadt außer Volkswagen und seinen zig Derivaten eigentlich nichts zu bieten hat.

Der zweite Eindruck hinterlässt dann die Spur, dass wir auf jeden Fall wieder kommen müssen, um dem Mitmach-Museum Phaeno einen separaten Besuch abzustatten.

Und dann kommen die ersten Ausläufer der Autostadt: Der Test-Parcours für den Touareg. Jeder kann da wohl mal drüber fahren. Fragt sich nur, wie viel das kostet. Wir haben jedenfalls nicht gewagt zu fragen.

Geboten wird einem dort auf jeden Fall eine „Flussdurchquerung“, die Fahrt über eine Treppe und über eine Wippe und und und…

Das Motto von Volkswagen und damit auch von der Autostadt ist „Klotzen, nicht kleckern!“. Das bemerkt man schon, wenn man mit der Bahn in Wolfsburg ankommt. Die mittlerweile stillgelegten Schornsteine sind schon von Ferne deutlich sichtbar.

Wie alle anderen Industriebauten aus den Fünfzigern unterliegen auch diese dem manchmal etwas fragwürdigen Denkmalschutz…

Und dann natürlich die Eingangshalle. Weiß der Kuckuck, wie viele Stockwerke das Gebäude hoch ist. Jedenfalls höher, als eigentlich nötig. Und die Türen erst. Oder besser gesagt die Tore! Jede drehbar! Und damit man sich erst richtig klein vor kommt, nimmt die Größe der Fächer nach oben hin ab, um den Eindruck der Höhe noch weiter zu verstärken…

Geklotzt wird aber nicht nur im Großen, sondern auch im Kleinen! Das verrät zum Beispiel ein Blick in die Scheinwerfer des Transporter-Nachfolgers Crafter…

Panorama – Eingangsbereich der Autostadt

Was für ein Rundum-Blick auf den Eingangsbereich der Autostadt!

Das Möbius-Band. Kein Anfang, kein Ende und nur eine Seite!

Was das allerdings mit der Autostadt bzw. mit Volkswagen zu tun hat, bleibt im Verborgenen. Die Einseitigkeit des Konzerns wird es wohl kaum repräsentieren…

iiich will keine Schokolade… *träller*

Bekommt man hier auch nicht! Auch wenn es wie eine Tonne Vollmilch-Schokolade aussieht, so ist es nur irgend ein Kunststoff, in das der Roboter unermüdlich herum fuhrwerkt und so ein 1:10 Modell für einen Prototypen erstellt. Und alle 15 Minuten kommt jemand und fegt die Späne auf ;o)

Und wer mit dem Nicht-Schoko-Auto nichts anfangen kann, der kann sich am Computer sein auto selber zusammen klicken und hinterher ausdrucken…

Und ich bin mir sehr sicher, dass der Konzern gerade diese Rechner dazu benutzt, heimlich Marktstudien durchzuführen um heraus zu bekommen, welches Auto dem Kunden in welcher Form wirklich gut gefällt…

Und dann ging alles drunter und drüber! Mit Überschlag und Piruette!!! In diesem Simulator wird ein Überschlag in einem Auto simuliert. Allerdings nicht mit dem klassischen 3-Punkt-Gurt, sondern freundlicherweise mit einem 4-Punkt-Gurt, wie ihn auch z.B. Piloten haben…

Aber keine Sorge, der Überschlag ist gar nicht so schlimm, wie man meint, denn das ganze geht in Zeitlupe vonstatten. Nur die Taschen sollte man vorher leer machen, sonst passiert das von ganz alleine ;o)

Marco hat eine blaue Nase!!!

Naja, zumindest in der Nebelkammer mit der Wärmebildkamera aufgenommen… Aber das ist schon erstaunlich, wenn man die ausgestreckte Hand nicht mehr sieht. Und das bei meiner geringen Körpergröße!!!

Der nächste Pavillon ist dann die Abholhalle für die, die in die Autostadt kommen, um ihren Neuwagen abzuholen. Naja, dazu war dieses Etablissement gedacht…

Die Neuwagen, die schon verkauft sind, kann man nur von oben bestaunen. Rein setzen darf man sich allerdings in einige ausgestellte Wagen.

Tjaaa, und da hat es mir/uns der neue EOS ja so was von angetan!!! Der Wagen ist einfach nur genial!

Ach ja: Dort in diesem Pavillon gibt’s übrigens auch DIE Currywurst…

Draußen ist es grün. Und grau. Und es bewegt sich…

Überall laufen Enten rum. Entenfamilien! Und die wissen genau, dass sie bei den Besuchern immer etwas abstauben können!

So, das Mittagessen haben wir hinter uns gebracht: Kanzlerplatte, Pommes-Schranke, Knüppel mit Gerümpel, Schimanski-Teller, und und und…

Jedenfalls ist man nach dem Essen immer irgendwie etwas vollpansig und matt. Deswegen bietet sich ein Besuch in der Nutzfahrzeughalle an: Denn da gibt es diese wunderbaren Massage-Liegen, auf denen man es sich gut gehen lassen kann…

Meine Schwester.

Ihr Element.

Fast hätte sie uns auch ein Auto verkauft… Aber da man in der Autostadt nur Autos abholen oder sich beraten lassen kann, blieb’s bei der Beratung und einem ausgiebigen Test der Wagen…

Sooo hoch!!! Ein geiles Spielzeug!!! Wofür auch immer das ganze gut sein soll. Ich hab’s nicht verstanden. Aber Spaß hat es trotzdem gemacht, mal virtuell mit einem Paraglider durch die Weltgeschichte zu fliegen…

Man liegt auf dem Bauch auf einer beweglichen Liege, und je nachdem, wo man sich mit seinem Hintern hin schwingt, so bewegt sich der Drachen oben auch. Und vor einem wird auf einem Monitor dann in die entsprechende Richtung geschwenkt.

So, und jetzt weiß man auch, wo die ganzen Enten her kommen. Grün ist es auf jeden Fall in der Auto-Stadt, das kann man nicht anders sagen.

Und das Wasser ist auch nicht nur zum Angucken da, sondern man kann damit auch via diversen Fontänen spielen und es notfalls auch einfach nur trinken!

Das ist die Wartehalle für den Volkswagen-Pavillon. Also eigentlich die zentrale Geschichte, um die sich alles dreht und bei der alles angefangen hat.

Nun, ehrlich gesagt, war diese Empfangshalle auch das Aufregenste am ganzen Pavillon. Der Rest hatte nicht, aber auch gar nichts wirklich gutes mit VW zu tun. Wir waren schlicht enttäuscht!!!

Audi.

Man latscht da irgendwie durch die gesamte Wohnung eines Audi-Ingenieurs oder gar des Audi-Menschen selber? Keine Ahnung, wessen Wohnung das war.

Jedenfalls hatte das ganze wenigstens alles Hand und Fuß einen roten Faden!

Und man hat sehr extravagante Audis gesehen ;o)

Mal einer Aus Alu, der sich wegen der rasanten Geschwindigkeit hinten auflöst, …

… oder einen aus Holz, der vorsichtshalber gar kein Hinterteil hat ;o)

Und auch der Sternenhimmel gehört noch zu Audi!

Hallo Maus!!!

Für den einen sind es Blumentöpfe…

… für die anderen ein überdimensionaler Maiskolben!

Ach ja, und die Familie ;o)

Der Lamburghini.

Die Show haben wir uns wohl weißlich von außen, anstatt von innen angeschaut. Denn auch noch vor der Tür war es unglaublich laut!!!

Nun, das Highlight sieht man zweifelsohne auf dem Bild. Die Drehung ist übrigens wirklich etwa so schnell, wie in dem Filmchen!

Was man hingegen nicht sieht ist, dass der Wagen keinen Motor hat!!! Naja, sonst wäre er bestimmt auch schon von der Wand gefallen… Aber immerhin steckt der Schlüssel im Zündschloss!!!

Panorama – Irgendwo in der Autostadt

Mittendrin in der Autostadt am kühlen Wasser…

Einfach geil, oder???

Na, wenn das nicht zum Verweilen und Spielen einläd…

Na, wo ist das?

Richtig!!!

Spanien! Seat! Rot! Rassig!

Und das?

Genau

Polen! Skoda. Die machen selbst aus rostigen Schrauben noch etwas ;o)

Ohne Worte!

Tjaaa, und so geht ein sehr sonniger, sehr erlebnisreicher und sehr schöner Tag in der Autostadt zu Ende…

Und das nächste Ziel steht auch schon fest: Das Phaeno!!!

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