2006-06 Noch eine Dienstreise nach Nizza

Nizza Popizza — vom 13. bis zum 17. Juni 2006

Wieder eine Dienstreise. Nach Nizza Popizza. Die zusage zu diesem Kongress kam ganz unvermittelt nur schlappe 10 Tage vorher. In Windeseile wurde dann ein sündhaft teurer Flug gebucht. Die Firma hat mir das Hotel besorgt – viele Sterne und in vorderster Front direkt am Strand.


Der Hinflug

Wenn das kein Flexibilitätstest ist! 10 Tage vor Beginn des Kongresses bekommt man die Zusage, dass das Abstract, was man eingereicht hat, angenommen worden ist. Und dann auch noch als Vortrag!!!

Dann muss man so ganz nebenbei einen Flug nebst Hotel buchen und mit der anderen Hand noch schnell einen Vortrag aus den Messdaten heraus destillieren.

Nun, immerhin das Organisatorische hat die Firma Guidant für mich übernommen – von einigen Reibungsverlusten mal abgesehen. Dafür gibt es als Hotel dann auch eines an vorderster Front: Le Meridien. Doch dazu später mehr…

Mit AirFrance geht es also gen Süden. Über Paris. Die erste von deren Server ausgespuckte Verbindung sollte auch über Paris gehen. Ankunft in Charles de Gaule. Abflug in Orly. Umstiegszeit 45 Minuten. Schönen Dank auch! Das hätte vielleicht nachts um 3 funktioniert, aber nicht Nachmittags um 3.

Die nächste Verbindung war dann ausschließlich über CDG. Und dafür mit 75 Minuten Umstiegszeit! Das sollte eigentlich ausreichen…

Das abgebildete Flugzeug ist übrigens eine Fokker 100. Überraschenderweise mit Turbinenantrieb und nicht mit Propeller. Das schon altbekannte Spiel von der Reise nach Marseille wurde auch hier veranstaltet: Große Gepäckstücke bitte in den Kofferraum!

Innen der altbekannte Platzmangel. Als Ausgleich habe ich dann auch prompt neben der Turbine gesessen. Außen auf der Tragfläche wäre es bestimmt leiser gewesen…

Der Schwenk über Hannover brachte dann diese Beton-Brezel an den Tag sowie einen Blick auf den Altwarmbüchener See. Zur Verwirrung ist letzterer allerdings genau aus der anderen Perspektive aufgenommen, die man normalerweise kennt.

Charles de Gaule

So ziemlich das erste, was man sieht ist eine stillgelegte Concorde. Schade eigentlich!!!

Und dann der übliche Bustransfer ein mal quer über den Flughafen. Irgendwann ist man dann schließlich am Terminal. Und da die Franzosen ohnehin nicht so wahnsinnig pünktlich sind, ist zu diesem Zeitpunkt die komfortable Umstiegszeit von 75 Minuten auf die Hälfte zusammengeschmolzen.

Dazu kommt dann noch der Terminal-Wechsel und eine erneute Sicherheitskontrolle, da man die Terminals nicht im sicheren Bereich wechseln kann. In der anderen Abflughalle ist die Hölle los. Nicht zuletzt, weil das Anzeigesystem gestört ist, und keiner so recht weiß, an welchem Gate er einchecken muss…

Der zweite Flug war dann auch in einem Touristenbomber. Ein Airbus A320. Trotzdem ohne Fernseher und mit Demo durch das Personal. Naja, aber man kennt das ja. Außerdem war das Französisch ohnehin nur schwer verständlich. Und das Französisch mit englischem Akzent noch weniger.

Immerhin gibt es in diesem Flieger was halbwegs gescheites zu Essen. In der Fokker war noch nicht einmal Tomatensaft an Bord und zum Essen nur irgend welche Cracker! Im Aribus dagegen gab es diesen roten Saft. Und dazu noch so etwas ähnliches wie Brusccetta. War aber lecker!

Nizza Popizza

Die Einflugschneise führt praktischerweise ein mal über dem Strand entlang. Immerhin gewinnt man so einen guten Eindruck davon und nimmt gleich die wichtigsten Orte mit: Der Hafen, das Hotel sowie die Burg auf dem Berg dazwischen!

Das Hotel

Vier Sterne. Ab 250 EUR pro nacht. Mit Internet Anschluss (kostenpflichtig). Mit Sonnendeck (kostenpflichtig). Mit Pool auf dem Dach (kostenfrei!)

Der erste Eindruck des Zimmers trügt allerdings. Der Sessel ist zerschlissen, die Tapete hat auch schon mal an der Wand geklebt, die Kommode hat ebenfalls bessere Zeiten gehabt. Auch die Fugen im Bad hatten vor Jahren mit Sicherheit mal eine andere Farbe. Ich hätte mich wirklich geärgert, wenn ich so viel Geld dafür ausgegeben hätte!!!

Übrigens setzt sich dieser Eindruck dann beim Frühstück fort: Da wird der Tisch nur halbherzig abgeräumt. Von den Krümeln ganz zu schweigen. Wenn da ein Löffel fehlt, dann wird er mal eben von mir gemopst. Und die französische Küche habe ich auch anders in Erinnerung…

Der Strand

Derart negativ vom Hotel vorgeprägt gehts auf zum Strand. Dieser zeichnet sich durch seinen unheimlich feinkörnigen Belag aus! Der „Sand“ ist noch grobkörniger, als der in Torre!!!

Also mit anderen Worten: Ohne Luftmatratze kann man dort wohl keine drei Minuten ruhig liegen. Allerdings muss man auch sagen, dass sie Teile des Strandes behindertengerecht gestaltet haben, indem sie dort einfach kurzerhand vereinzelt Betonplatten gegossen haben.

Die Burg

Auf dem Weg nach oben steht ein Schild mit der Aufschrift, dass man doch bitte nicht so schnell nach oben rennen soll, denn der Weg ist weit und steil. Sie sollten recht behalten. Allerdings gibt es auch genügend Zwischenstationen, die zum Verweilen und zum Genießen des Panoramas einladen…

Man beachte allerdings auch die Regenbogenfahne unten am Strand! Allerdings hängt sie leider verkehrt herum :o(

Und hier ein wirklich extremer Vorteil meiner neuen Digi-Cam(Canon Powershot S80): Ein Weitwinkel von umgerechnet 28mm. Da kommt man auch mal selber mit aufs Bild. Selbst dann, wenn man so kurze Arme hat, wie ich.

Für diejenigen, die nicht ganz so gut zu Fuß sind, gibt es aber immer noch den Notnagel in Form eines Fahrstuhls und der touristischen Bimmelbahn. Und, jaaa, ich geb’s zu, ich habe auch hier wieder diese Bimmelbahn genutzt!

Genau richtig für unvorbereitete Touristen, die entweder keine Lust oder keine Zeit haben, sich mit den touristisch interessanten Orten im Vorhinein zu beschäftigen. Wobei: Ein Wermutstropfen sei noch mal vergossen. Die 45 Minuten, die die Rundfahrt dauert, enthält gut 10 Minuten Aufenthalt oben auf besagter Burg! Vermutlich hat Nizza doch nicht so viele Sehenswürdigkeiten, als das man damit 45 Minuten füllen könnte.

Das Schild kündigt es schon am Fuß des Berges an! Daher hier mal gar keine große Vorrede…

Panorama – Blick auf den Strand von Nizza

Hier der Blick „von halber Treppe“. Okay, es ist ehr die zwei Drittel Treppe. Aber je nachdem, welchen Weg man nach oben einschlägt (ja, es gibt mehrere) kommt man dort vorbei oder auch nicht. Jedenfalls findet man dort diverse Aufsteiger in verschiedenen Stadien der Verflüssigung ;o)

Von dieser Aussichtsplattform lassen sich prima die Flugzeuge füttern, die, wenn der Wind richtig steht, unheimlich dicht über dem Boden hinweg fliegen. Die Sonnenanbeter am Strand haben Glück wenn der Wind dreht, dann liegt die Einflugschneise nämlich westlich von Nizza und es herrscht Ruhe am Strand.

Panorama – Wasserfall von Nizza

Der Wasserfall. Dort gelingt es einem nach langer Zeit mal wieder, auf normale Temperatur herunter zu kühlen! Das ganze ist auch sehr schick gemacht und läd auf jeden Fall zum verweilen ein.

Allerdings hat die Sache einen Haken: Die Pumpen, die diesen künstlichen Wasserfall speisen, sind lauter, als das plätschernde Wasser! Somit ist die Idylle leider etwas sehr stark eingetrübt… Aber als Ausgleich gibt es in der Serpentine direkt unterhalb des Wasserfalls einen weiteren. Ob der nun gewollt ist, oder auf eine Undichtigkeit des oberen zurück zu führen ist, sei mal dahingestellt. Jedenfalls ist es dort wesentlich ruhiger, als ein Stockwerk höher!!!

Panorama – Wasserfall von Nizza 2

Hier noch mal eine kleine Spielerei der Kamera, die ein Panorama aus kachelförmig aufgenommenen Bildern zusammensetzen kann.

Und wenn man ganz genau hinschaut, dann sieht man auch den Regenbogen am unteren Ende des Wasserfalls. Aber da fehlt dann halt ein Filter vor der Linse, damit der schön drauf kommt…

So, nun noch mal ein paar Beweise, dass ich auch wirklich dort war. Außerdem kann ich dann auch gleich mein neues Hemd nebst Krawatte zeigen ;o)

Das ist der Park direkt neben dem Hotel. Bei dem Kinderkarussell scheint es sich wohl um eine Dauereinrichtung zu handeln. Zum Wochenende hat dort aber ein Öko-Bimbo-Markt aufgemacht, der von magnetisiertem Wasser bis Naturdämmstoffe alles Mögliche darbot. Zu entsprechenden Preisen: 8 EUR für ein Mikrofasertuch ist doch ein Schnäppchen, oder? Falls ich mal gar nicht weiß, was ich später mal machen soll, werde ich die Fasertücher für 1 EUR beim Pöttemarkt kaufen und in Frankreich wieder verkaufen!

Der Weg vom Hotel beträgt ungefähr 2 Kilometer. Kann man ja mal schnell zu Fuß gehen. Prinzipiell kein Problem. Es wird erst dann zu einem, wenn die Sonne scheint, knapp 30°C herrschen und man ein Hemd nebst Krawatte an hat!!! Im Kongresszentrum angekommen hätte ich eine Dusche gebraucht…

Jedenfalls boten sich unterwegs neben solch netten Eindrücken auch diverse Baustellen an. Nizza hat sich nämlich in den Kopf gesetzt, eine Straßenbahn zu bauen. Und damit es möglichst schnell geht, werden alle drei Linien in alle drei Richtungen gleichzeitig gebaut. Das Verkehrs-Chaos in der Stadt war also perfekt!!!

Es scheint, als wenn die Franzosen irgendwie ein Faible für bügeleisen-förmige Gebäude haben. Dabei ist der Bauplatz in Frankreich doch gar nicht sooo knapp bemessen, oder?

Die Akropolis

Oder das Kongresszentrum.

Von weitem betrachtet macht es recht viel her. Je näher man dort ran kommt, desto mehr bröckelt jedoch das Bild. Im wahrsten Sinne des Wortes. Der ganze Laden ist scheinbar irgendwann in der 70ern dort hin gestellt worden. Immerhin wurde er von Außen ja dann und wann mal wieder in Stand gesetzt. Die Fontänen hätten es auch dringen mal nötig…

Von innen wird dann das gesamte architektonische Unheil sichtbar. Rein farblich mag das ja mal modern gewesen sein: rot, lila, blau. Mittlerweile jedoch etwas aus der Mode. Wenn sie die Farben wenigstens zur Orientierung verwendet hätten… Aber nein, jede Farbe kommt gleichmäßig verteilt in jedem Bereich vor.

Dann die räumliche Aufteilung. Das Erdgeschoss (nach US-Manier mit Stockwerk 1 bezeichnet) ist zweigeteilt. Beide Teile sind praktischerweise nur über den ersten Stock (bzw. den 2. Stock) zu erreichen. Bis ich darauf gekommen bin…

Das einzige, was mich dann unendlich beruhigt hat, war die Tatsache, dass das Personal auch die Übersicht verloren hat! Ich musste 4 (in Worten VIER) nette Damen nach dem Raum fragen, bis ich ihn durch Zufall dann selber gefunden habe.

Ein Highlight war aber auf jeden Fall das Mittagessen der Firma. Auf der Dachterrasse. Seeehr angenehm. Wobei auch dort mein Vertrauen in die französische Küche etwas getrübt wurde: Wer zaubert schon einen Kuchen als Nachtisch, der neben Puderzucker, Mürbeteig und Rosinen auch noch Spinat (!!!) enthält??? Es MUSS sich um ein englisches Rezept gehandelt haben…

Mehr Hotels


Wenn sich Nizza durch etwas auszeichnet, dann ist es die Vielzahl der Hotels direkt am Strand. Diese sind dann auch alle sehr extravagant in der Fassade und nett anzuschauen.

Bis auf eins. Meins! Das Le Meridien ist von der Fassade her wohl mit Abstand das hässlichste und zeichnet sich nur durch die Blinke-Lämpchen des Casinos aus.

Ein weiteres Highlight der Bimmelbahn-Rundfahrt: Das Kriegerdenkmal direkt gegenüber vom Hafen. So ganz habe ich es nicht verstanden, aber es vereint irgendwie Symbole des Krieges und des Friedens in sich. Aber welche genau das sind, ist mir entgangen…

Die Altstadt

Die war echt schön. Unzählige verwinkelte kleine Gassen. Zumeist sehr schön anzuschauen und mit vielen kleinen Boutiquen drin. Dass dort die Preise allerdings nicht klein sind, verwundert nicht weiter.

So stellt man sich echt eine Stadt am Mittelmeer vor. Da ließ es sich wirklich stundenlang aushalten… Dort gibt es dann auch den nachmittäglichen Kaffee. Fußballspiel inclusive!

Der Hafen

Etwas zu weit weg, um ihn in sengender Hitze zu Fuß zu erreichen. Und Morgens hatte ich besseres zu tun, als zu joggen. Das Hotel verfügte schließlich über einen Swimmingpool.

Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich in Nizza in keiner Kirche war. Ich gelobe Besserung! Aber immerhin habe ich das in Monte Carlo geschafft!

Monte Carlo

Apropos Monte Carlo bzw. Monacco: Die Bahnfahrt von Nizza aus dauert schlappe 13 Minuten. Sehr kurz! Aber auch kurz genug, um im Zug die Sonnenbrille liegen zu lassen. Mann, was hab ich mich geärgert!!!

Je näher man an den Mini-Staat heran kommt, desto weniger sieht man von der Landschaft. Alles untertunnelt. Alles! Der Bahnhof selbstverständlich auch. Ich habe schlappe 7 Minuten gebraucht, um von dort aus das erste Mal Tageslicht zu erblicken…

Was das alles gekostet haben mag??? Aber das Geld dort keine Rolle spielt ist erstens allseits bekannt und wirds zweitens auch sehr unauffällig gezeigt.

Aus lauter Frust wegen der verlorenen Sonnenbrille (die pendelt wohl nun zwischen Frankreich, Monaco und Italien hin und her) habe ich mir nicht die Mühe gemacht, diese recht umfangreiche Sonnenuhr genauer in Augenschein zu nehmen, obwohl ich es unter normalen Umständen definitiv gemacht hätte!

Dieses kleine Helferlein sollte man mal an jede Ampel anbringen. Sobald man als Fußgänger auf den Knopf drückt, leuchtet diese Sanduhr auf. Und wenn sie ganz leer ist (okay, das ganze ist etwas unsinnig, da auch der untere Teil der Uhr leer sein muss), springt die Ampel auf grün!

Und die Zeit die da abläuft, ist auch unterschiedlich und dementsprechend schnell oder langsam rieselt auch der „Sand“.

Hier also ein sehr verkniffener und frustrierter Anblick meinerseits über dem Hafen von Monte Carlo. Ehrlich gesagt hätte ich dort allerdings mehr Yachten erwartet.

Am Fuße des Berges, der in die Altstadt und den Regierungssitz führt gibt es übrigens diverse Schilder, die den Besucher dezent darauf hinweisen, dass er sich doch bitte zu benehmen hat. Dazu gehört übrigens auch, dass man sich halbwegs ordentlich kleidet, als nicht oben ohne herum läuft.

Die Palastwache

Erinnert etwas an die englische, da die Junx auch hier ein sehr flauschigen Hut auf dem Kopf tragen…

Und auch in Monte Carlo konnte ich mich nicht von der Bimmelbahn zurück halten *grinz* (Es mag der Verdacht aufkommen, dass ich keine Gelegenheit auslasse, solche touristischen Aktivitäten auszulassen, aber der Schein trügt! Ich würde nie auf den Gedanken kommen, z.B. in Cala Ratjada mit der Bimmelbahn durch die Gegend zu fahren!)

Die Bahn kostet 7 EUR und war damit noch mal einen Euro teurer, als in Nizza. Dafür gab es auch keine Pause zwischendrin. Und außerdem schmalzige Kopfhörer, die ich erst mal durch meine eigenen ausgetauscht habe. Immerhin erlaubt dieses System 6 Sprachen parallel und nicht 3 Sprachen seriell, wie in Nizza oder Marseille.

Was mich allerdings wundert ist die Tatsache, dass auf solchen Fahrten grundsätzlich hervorgehoben wird, dass der Palast oder das Regierungsgebäude beflaggt ist, wenn der Chef im Hause ist.

Die Altstadt von Monte Carlo unterscheidet sich zu der von Nizza in sofern, als dass es hier weniger Boutiquen und dafür mehr Restaurants gibt!

An sonsten das Standard-Programm: Viele kleine verwinkelte Gassen die zum Flanieren nur so einladen! Allerdings ist hier verständlicherweise alles etwas kleiner…

Hier wieder mal der dezente Hinweis, dass hier Geld einfach keine Rolle spielt: an jeder Ecke hängt ein automatischer Laien-Defibrillator! Bei 20 habe ich das Zählen aufgegeben…

Überall, wo es etwas unwegsamer ist, gibt es mindestens eine (funktionierende!) Rolltreppe. Meistens ist aber auch noch ein Fahrstuhl in unmittelbarer Nähe.

Das ozeanographische Institut mit angeschlossenem Meeres-Museum und Shop. Mit Sicherheit einen Abstecher wert. Naja, man muss ja auch noch mal einen Grund haben, dort wieder hin zu fahren – allerdings ist das aus meiner Sicht auch der einzige…

Bei dem Bild vom U-Boot musste ich unweigerlich an den Film „Die Tiefseetaucher“ denken. Wer ihn noch nicht gesehen hat, der sollte das schleunigst nachholen!!!

Monte Carlo ist ja nicht nur das Land der Reichen und Schönen, sondern man verbindet es auch mit dem Formel 1 Rennen, was einem eine Sightseeing-Tour durch die Stadt in nur 90 Sekunden beschert!

Die Boxengasse befindet sich dabei direkt am Yacht-Hafen. Wo die das da unterbringen wollen, ist mir bei der Besichtigung allerdings schleierhaft gewesen. Der Aufbau dauert schlappe 6 Wochen. Das Abbauen geht dann in der Hälfte der Zeit. 9 Wochen für einen Tag. Na, als Anwohner würde ich da sagen: Schönen Dank auch!!!

Na, moderne Kunst darf natürlich in so einer Stadt auch nicht fehlen. Was genau der arme Kerl nun symbolisieren soll, bleibt mir verborgen. Es wurde auf der Bimmelbahn-Tour leider nicht erwähnt :o(

Porte Monnaie

Manche nennen es auch den Yachthafen. Ehrlich gesagt war ich etwas enttäuscht. Ich habe mehr große, weiße, schöne Yachten erwartet. Bis auf die beiden großen war der Rest eigentlich klassisches Mittelmaß, was man in jeder Mittelmeer-Hafen findet.

Wen es interessiert: Bei einer Yacht kann man übrigens pro Meter etwa 1 Millionen Euro veranschlagen…

Die Casinos

Das darf in Monte Carlo natürlich nicht fehlen!!! Rein kommt man allerdings nur mit Schlips und Kragen. Naja, aber ersten hat man ohnehin kein Geld und zweites ist es definitiv zu warm dafür!!! Aber so ein schickes Auto… Das wäre doch mal genau das richtige für eine Spritztour durch die Buchten.

Noch mehr Casinos. Alles praktischerweise an einer Stelle konzentriert, so dass die betuchten Persönlichkeiten nicht weit laufen wollen, wenn die Glüx-Fee sie mal verlassen haben sollte.

Aber immerhin war man ach so freundlich und hat für das gemeine Fußvolk eine nette Gartenanlage drum herum gebaut, die zum verweilen einläd. Lauf Bimmelbahn soll es dort auch einen chinesischen Garten geben. Nur leider hab ich den nicht gefunden.

Ups!

Das Gala-Dinner

Nach der Übernahme von Guidant durch Boston Scientific (wobei alle Beteiligten immer von Fusion sprechen) musste das ganze auch gebührend im kleinen Rahmen von 550 Gästen mit einem Gala-Dinner am Strand gefeiert werden!

Das Festzelt am Strand war eingerahmt von vielen Fackeln, die die Kulisse ein wirklich schönes Ambiente verleihen.

Lediglich die Live-Band hat die mangelnden musikalischen Fähigkeiten durch Lautstärke ausgeglichen. Böse Zungen behaupten, dass diese von Johnson & Johnson gesponsert wurde, die bei dem Übernahme-Poker den kürzeren gezogen haben…

Zum Essen gab es übrigens einen Fisch-Salat vorweg. Als Hauptspeise dann Dorade mit einer Champagner-Emulsion (mag ja fachlich ein korrekter Ausdruck sein, aber er erinnert mich trotzdem immer an eine Creme!) sowie ein Schoko-Eis hinterher, was aber garantiert nicht so genannt wurde ;o)



Der offizielle Teil des Dinners endete dann mit den Worten: „Lasst uns zum Meer hinaus in eine glänzende Zukunft blicken…“

Heimwärts

Der Rückflug war dem Hinflug sehr ähnlich…

Zunächst verließen wir uns jedoch (im Gegensatz zum Hinflug) auf den von Guidant organisierten Flughafen-Transfer. Beim Hin-Transfer haben wir den Kongress-Bus genommen. Dafür klappte der Rück-Transfer dann auch nicht. Nach 20 Minuten haben wir den Linienbus genommen. Gott sei dank ist der Flughafen keine 10 km vom Hotel entfernt.

Mit einem ausreichenden Zeit-Polster folgte dann die Sicherheitskontrolle. Eine Oma flog wohl zum ersten Mal und in einem unachtsamen Moment durchschritt sie mit 2 Handtaschen den Metalldetektor. So laut habe ich das Ding noch nie piepsen gehört!

Nach Paris ging es dann in einem Airbus A321. Dieser zeichnete sich dadurch aus, dass das Personal wild verstreut in der Kabine sitzen musste… Weiter ging es dann von Paris mit dem bekannten Chaos in Charles de Gaule mit einer ERJ 135/145 nach Hannover. Wenigstens habe ich dieses Mal am Notausgang gesessen, und nicht am Triebwerk!

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