2007-03 Ein Wochenende in Köln

vom 09. bis zum 11. März 2007

Cala Ratjada? Oder doch Köln? Die Entscheidung fällt in sofern schwer, als dass hier beides zuzutreffen schein. Denn wir haben sowohl Andrea besucht, als auch ein Cala Ratjada Treffen in Köln gehabt… Klingt verwirrend, ist es aber nicht.

Cala Ratjada total

Nach dem unglaublichen Erfolg des Cala-Ratjada-Treffens in Hannover im Oktober 2006 (jaha, wir haben ja auch mal gute Ideen!!!) haben wir seinerzeit an dem Abend einen Termin für das Folgetreffen im März 2007 in unsere Kalender geschrieben — und vergessen.

Erst, als der Termin näher gerückt ist und es im Forum turbulent geworden ist, ging auch bei uns die Planung so richtig los! Wichtigstes Ziel: Kein Stress! Und deswegen sind wir auch mit der Bahn gefahren. Dank Sparpreis 50 (beim Flugzeug muss man sich ja auch festlegen) und Bahncard und Pipapo sind wir sogar günstiger gefahren, als mit dem Auto!

Die Bahnfahrt ist nicht nur wesentlich entspannender, als mit dem Wagen zu fahren, sie hat zudem noch den Vorteil, dass man nebenbei noch allerhand andere Sachen machen kann. Rumlaufen, essen und trinken oder aber Stromberg auf dem Notebook gucken!!!

Besonders praktisch und entspannend wird eine Bahnfahrt dann erst, wenn sie ohne Umsteigen und damit ohne Risiko ist!

Diesen Nervenkitzel haben wir uns auf der Hinfahrt allerdings voll gegeben, weil wir einen Zwischenstop in Oberhausen eingelegt haben! Oberhausen? Da war doch mal was… Genau!!!

Andrea wohnte in Oberhausen. Und seit Anfang des Jahres wohnt sie wieder in Oberhausen. Jawohl, Andrea ist wieder in Deutschland, back to the roots.

Nun, dieser Schlenger bescherte uns jedenfalls den ersten Kontakt mit dem Nahverkehrssystem des Ruhrgebiets. Als Hannoveraner ist man ja zweifellos verwöhnt, was die Einfachheit, Übersichtlichkeit und die Logik des ÖPNV angeht. Nicht umsonst gehört der Nahverkehr in Hannover zu den besten in Europa!

Jedenfalls ist es im Pott tierisch kompliziert. So kompliziert, dass am Bahnhof dann auch 3 (in Worten DREI) Angestellte stehen, die einem das System zu erklären versuchen…

Der Bahnhof Oberhausen. Wenn man wissen will, wie schrecklich der Hannoversche Bahnhof früher war, der sollte mal nach Oberhausen fahren! Da hat man ja selbst als Mann mittags um 12 seine Maleschen, durch den Bahnhof zu gehen…

Und dann die Schließfächer. Ein normal Denkender hätte die irgendwo in die Eingangshalle postiert, wo sie einsehbar sind. Aber nein, in Oberhausen sind die zweifellos in der dunkelsten und schmuddeligsten Ecke des Bahnhofs untergebracht, und wenn man den Schlüssel umdreht, dann hat man die Gewissheit, dass man für 4 EUR sein Gepäck sicher entsorgt hat und es nie wieder sehen wird.

Andrea

Und da ist sie!!! Andrea!!! Jawohl!!!

Wir haben erst mal im Centro Mittag gegessen. Und was bei den Amis schon Gang und Gäbe ist (ich habe nie behauptet, dass „drüben“ ALLES schlecht ist *grinz*) ist in Deutschland wohl einzigartig:

Wenn man mit mehr als zwei Leuten Essen geht, dann kann man sich nur schwer einigen, welche (kulinarische) Richtung man einschlägt. Das Ergebnis ist immer ein Kompromiss. Und das ist in der Oase im Centro so ganz anders: Im Kreis angeordnet hat man die Fressbuden. Von Nordsee-Fisch über Döner bis MäcDoof ist alles dabei. Und wenn man sich denn sein Schmackofatz ausgesucht hat, dann setzt man sich einfach in die Mitte!!! Egal, von welcher Bude man kommt…

Na, jedenfalls war es so richtig schön, dass wir mal wieder mit Andrea schnacken konnten. Und zwar in Ruhe. So ganz in Ruhe!!!

Beim Mittag in der Oase, beim Kaffee auf dem Ledersofa unter Palmen und beim Prosecco hinterher in ihrer neuen Wohnung!

Hier mal meine Maus in Aktion mit der neuen Kamera!

Das Ergebnis finde ich übrigens ziemlich erstaunlich, weil die vormals runde Säule auf dem Bild gar nicht mehr so rund ausschaut!

So, guckst Du!

Hier ist die ganze Herrlichkeit und Einfachheit der Oase noch mal von oben zu sehen…

Panorama – CentrO in Oberhausen

Die „Kreuzung“ im oberhausener CentrO.

So, und nachdem wir nun im Centro ausgiebig gegessen und gebummelt haben (und ich durfte mit nix kaufen!!!) und dann noch von Andrea mit Prosecco abgefüllt worden sind, ging es leider auch schon wieder weiter nach Köln.

Aber bevor wir im Imbiss den Kaffee verschüttet haben, mussten wir doch noch nachschauen, ob unsere Koffer noch im Schließfach sind. Es hat ja keiner geglaubt, aber tatsächlich, sie sind noch da!!!

Und weiter geht die Zugfahrt von Oberhausen nach Köln.

Das Problem: Kein schicker flotter ICE mehr, sondern regionaler Nahverkehr und das in der Rush-Hour. Von daher ist es sehr schnell sehr kuschelig im Zug geworden. Die Bilder täuschen da also eine gewisse Freiheit vor, die definitiv nicht existiert.

Das Wetter ist übrigens zusehends schlechter geworden. Schon als wir im Centro waren, hat es ohne Ende geschüttet. Das wurde während der Zugfahrt auch nicht besser…

Köln bei Nacht

Den Weg vom Hauptbahnhof in Köln zum Hotel (etwa 5 Minuten) haben wir deswegen auch im Sturmschritt zurück gelegt. Wobei man der Fairness halber sagen muss, dass es dann nur noch getröpfelt hat. Naja, wenn Engel verreisen ;o)

Das Hotel Drei Kronen ist jedenfalls der Hammer. Es ist suuuper zentral gelegen, hat unheimlich freundliches Personal und ist zudem noch mit 140 EUR für 2 Nächte und zwei Personen echt bezahlbar!!!

Das Zimmer ist recht groß und sauber, hochwertige Möbel, sauberes (wenn auch kleines) Bad.

Nach dem Auspacken (und vor dem Abendessen im Hotel-Restaurant) geht’s dann noch mal schnell raus, weil es erstens aufgehört hat zu regnen und zweitens Marco seine neue Kamera nun auch mal des Nachts austesten will.

Erstes Objekt der Begierde ist die Vorderseite unseres Hotels. Spätestens jetzt sieht man auch, wie zentral das ganze liegt!!! Es ist übrigens das Gebäude mit der roten Fassade. Nicht da, wo Hotel dran steht…

Weiter vom Hotel aus geht es Fluss aufwärts: Die Kirche Groß St. Martin bei Nacht…

… und dann weg vom Wasser durch entlang an den Kneipen in der Altstadt…

… und vorbei an modernen Häusern in Mitten von historischen Gebäuden!

Die Landung erfolgt dann wieder im Hotel-Restaurant. Bei Carpaccio, Pizza und viel Rotwein klingt dann der Abend mit einem imposanten Blick auf den Rhein wieder aus.

Köln bei Tag

So, und da ist er nun, der versprochene Blick aller erster Klasse! Und noch dazu: Kaiserwetter!!! Sonnenschein!!! Sooo genial!!! Da schmeckt das Frühstück gleich noch mal besser…

Scheinbar sind wir übrigens die einzigen Gäste im Hotel. Jedenfalls haben wir beide Tage alleine gefrühstückt. Das hatte dann auch den Vorteil, dass ich mich mit dem Kellner auf spanisch unterhalten konnte *grinz*

Nach dem Frühstück ist dann Sightseeing angesagt. Zunächst erst mal vom Hotel am Rhein entlang zur Eisenbahnbrücke, wo die moderne Kunst in Augenschein genommen wird. Selbst den Rosa Winkel haben wir gefunden. Den allerdings erst Tags drauf.

Ein paar Meter weiter dann der eiserne Reiter. Keine Ahnung, wer denn das sein soll. In Hannover wäre das mit Sicherheit der August gewesen. Aber in Köln???

Und dann auf ein Mal das! Der David!! In bunt!!! In Florenz steht er ja in Mamor. Und ich muss sagen, dass das wesentlich besser ausschaut, als so knallig bunt! Auch wenn die Nippel in der kölner Version schicker sind…

Nur so nebenbei: Man beachte den strahlend blauen Himmel!!!

Neben Sightseeing ist natürlich auch Shopping angesagt!!! Gaaanz wichtig! Und da bietet sich die Schildergasse an, die am Neumarkt mit dieser Eistüte endet…

Und dann gibt es noch die Kombination aus Shopping und Sightseeing bei Peek und Kloppenburg. Architektonisch seeehr interessant, diese Fassade, denn sie ist so konzipiert, dass sie am höchsten Punkt aufgehängt ist!

In das Fundament rings herum werden definitiv keine Kräfte eingeleitet. Und auch die Verbindungen zu den Etagen sind alles nur Druckstäbe! Das haben wir ausgiebig erkundet — von außen und von innen!

Es geht in den Untergrung. Oder ehr andersherum: Der Untergrund kommt nach oben! Hier etwa 5 Meter der historischen Abwasserleitung von Köln mit satten 2 Metern an Höhe.

Ich wusste gar nicht, dass die damals schon so potente Toiletten hatten, dass sie so große Abwasserrohre brauchten…

Es geht weiter durch die City — man beachte den immer noch vorschriftsmäßigen blauen Himmel!!!

Hier kommt die Maus!

Wir sind am Funkhaus des WRD angekommen. Der Geburtsstätte der Maus und des Elefanten. Beide kann man im Mäuse-Laden auch käuflich erwerben…

Drinnen im Funkhaus gibt es dann nicht nur ein Fernsehstudio des WDR, wo man durch eine Glasscheibe (EINE Glasscheibe ist etwas untertrieben, da es zwei Dreichfach-Thermopen-Scheiben sind) hindurch beim Erstellen der Sendung zuschauen kann…

Cala Rajtada Treffen

Cala Ratjada, die Zweite!

Das Foren-Treffen, die Zweite!



Wir haben uns im Cafe Extrablatt getroffen und dort diverse Cocktails konsumiert. Happy Hour, versteht sich. Und an jedem Cocktail hängt dort so ein schnuckeliges kleines Knick-Licht!!!

Leider war die Musik dort etwas arg laut. Aber an sonsten hatten wir definitiv einen sehr witzigen Abend mit echt vielen Instider-Tipps und wieder mal die Bestätigung, dass Mallorca im Allgemeinen und Cala Rattata im Besonderen einfach nur eine große Ferienanlage sind, wo eigentlich jeder mit jedem…

Rund um den Rhein

Und schon ist ein Wochenende rum. Sonntag. Abreisetag. Aaaber unser Zug geht erst im 3 Uhr. Was tun, sprach Zeus? Klar, noch mal etwas die nähere Umgebung erkunden… Und die Koffer? Mal im Hotel fragen…

Und wieder ein Knüller des Hotels: „Selbstverständlich können Sie die Koffer bis zur Abreise im Zimmer stehen lassen…“

Und hier noch mal im strahlenden Sonnenschein dir Hochwassermarke von 1993. Bequem in Tischhöhe!

Die Verkehrsführung in Köln ist ziemlich abenteuerlich — ein Wollknäuel ist nichts dagegen, so gehen die Straßen in der City über- und unternander weg… Tunnel unter Tunnel, Kreuzungen und Abzweigungen im Tunnel. Sogar parken kann man da — um die Instrumente in die Philharmonie zu schaffen. Ach ja, und geschlafen wird da auch.

Aus unerfindlichen Gründen sind wir hinter den Bahnhof gelangt. Dort kommt zu dem Straßenwust dann noch ein hübscher Schilderwald dazu!

Schnell wieder zum Bahnhof. Vorbei an einer Instant-Konzerthalle mit falschen Vögeln drauf, um die echten abzuhalten. Leider haben die falschen Vögel etwas an Haltung verloren und hängen nun Kopf über bzw. unter…

Irgendwie wird Köln in der nächsten Zeit auch nicht der Bahnhof des Jahres, aber er gewinnt das Lokalderby mit Oberhausen! Aber das Dach ist doch schick, oder???

Hatte ich schon erwähnt, dass wir allerfeinstes Kaiserwetter hatten???

Daher haben wir den Dom auch nicht von innen, sondern nur von außen betrachtet *grinz*

Es ist ja eigentlich nur Touristen-Nepp, aber solche Bimmelbahnen haben gerade in fremden Städten durchaus den Vorteil, dass man innerhalb kurzer Zeit das vermeintlich wichtigste sehen kann!

Wir entscheiden uns jedenfalls für die Tour zum Zoo und sehen dort Schlangen. Menschenschlangen! Vor den Kassen. Da hat wohl jemand das schöne Wetter etwas unterschätzt…

Auf dem Rückweg kommen wir dann noch am Kölner Wein-Depot vorbei, die ihren Wein selber auf dem Dach züchten…

Und hier sieht man wohl den größten Kölner Bauschaden aller Zeiten! Die Philharmonie. Die ist nämlich aus unerfindlichen Gründen unter der Erde. Wenn dort Proben oder Auffürungen sind, dann darf man nicht über den Platz dadrüber gehen, da sich die Tritt- und Rollgeräusche bis in den Konzertsaal übertragen!

Der naive Beobachter fragt sich nun: Hätte man da nicht auch Rasen anstatt Platten verlegen können???

Aber es bleibt ja nicht bei den Schildern! Nein!!! Zusätzlich dazu gibt es noch 7 (in Worten SIEBEN) Angestellte, die nicht des Lesens kundige Passanten aufklären und umleiten. Die armen Leute stehen dann in zwei Schichten draußen an der frischen Luft. Das ist doch mal ein toller Job!!! Eigentlich hätte man den Architekten dort…

Panorama – Blick auf den Rhein


Wir machen einen kleinen Spaziergang. Vom Hotel Rhein-Aufwärts, über die Deutzer Brücke, zurück zur Hohenzollernbrücke und dann wieder zum Hotel.

Gegenüber wird dann noch mal etwas die Sonne genossen — erwähnte ich schon, dass wir suuuper tolles Wetter hatten???

Und dann noch mal unser Hotel aus der Ferne…

Wie war das? Wenn der Prophet nicht zum Berg kommt, dann muss der Berg eben zum Propheten? Nichts anderes passiert in Köln!

Der Alpenverein übt nämlich an den Brücken der Rheinpromenade das Klettern…

So, und hier noch mal Europas meist befahrene Eisenbahnbrücke von „innen“: Die Hohenzollernbrücke. Im Durchschnitt (!!!) fährt dort jede Minute ein Zur drüber…

Wir sind wieder in der City in der Nähe vom WDR in einer Passage und essen Mittag auf einem spiegelblanken Tisch… Stylisch war es wohl. Lecker auch. Aber auch nicht ganz billig…

Wenn man schon „Krass“ heißt und ein Optiker-Geschäft hat, dann muss man auch solche Ausstellungsstücke haben, oder???

So, nu isses leider so weit: Die Koffer sind aus dem Hotel geholt und wir bemühen noch mal den Starbucks um einen Kaffee und er bemüht uns um stolze 4,50 EUR. Dafür aber mit Sonne vorm Hauptbahnhof! Erwähnte ich schon das Wetter?

Die Rückfahrt war dieses Mal ohne Umsteigen. Dafür dann aber auch mit Verspätung. Insgesamt 30 Minuten. Aber das hat uns ja nicht gekümmert…

Ein sehr kurzer aber sowohl von innen als auch von außen sehr Sonniger Cala-Ratjada-Urlaub geht leider zu Ende. Aber bis zum „richtigen“ CR-Urlaub sind es ja auch nur noch 123 Tage…

Reisekosten

2007-03 Ein Wochenende in Köln — Reisekosten

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