2007-04 Ostern in Hamburg

vom 05. bis zum 09. April 2007

Obwohl uns Hamburg eigentlich schon sehr gut kennen sollte, wollte es uns dieses Mal nicht so ganz rein lassen… Aber ein Mal angekommen, haben wir mal ganz neue Wege beschritten – oder besser gesagt: befahren! Denn dieses Mal haben wir die Kickboards mit in Hamburg!

Lassen Sie mich Arzt, ich bin durch!

Wann bekommt man schon mal die Chance, sich auf einen Ärzte-Parkplatz zu stellen? Richtig. Als normal sterblicher gar nicht! Aber unser Hausarzt Mark war so frei, uns ein Plätzchen neben seinem Auto frei zu machen und hat seinen Kollegen in den österlichen Urlaub geschickt…

Nach dem Pieksen (Nüchtern!!! Und das schon seit 2 Stunden!!!) folgt aber das lang ersehnte und wohl verdiente Brunch im Cafe nebenan. Ist übrigens sehr empfehlenswert, weil klein, gemütlich, lauschig und lecker! Wenn es nicht in Soltau liegen würde, könnte man das alte Bauernhaus glatt für eine Veranstaltung mieten…

Hamburg

Was für eine Aktion: Hannover–Soltau: 1 Stunde. Soltau–Horster Dreieck: 1 Stunde. Horster Dreieck–Wohnung: auch 1 Stunde!!! Von daher waren wir bedient, was das Auto fahren angeht und haben den Rest der Woche die Hochbahn bemüht…

Der Besuch beim Tchibo-Prozente fällt aus. Die Alternativ-Veranstaltung ist dann ein Abendessen mit Andreas und Toni im Schweinske! Wir hatten einen wirklich sehr schönen aber leider etwas kurzen Abend, da Andreas Tags darauf Getränke in 10.000 Metern Höhe servieren muss.

Das Planetarium in Hamburg

Das Planetarium ist definitiv immer einen Besuch wert! Schon von außen ist der ehemalige Wasserturm mitten im Stadtpark mehr als eindrucksvoll!

Der schöne Blick über die saftige Wiese mit den langsam sprießenden Blumen täuscht allerdings etwas, denn im Vergleich zum Dezember ist der Brunnen vor dem Gebäude noch nicht in Betrieb. Diverser Unrat sammelt sich dort an und man hätte ja zu Ostern mal etwas aufräumen können, oder???

Lediglich das Erreichen dieses Ortes ist nicht ganz so trivial. Es fährt zwar ein Bus durch den Stadtpark, jedoch gelingt es uns weder auf dem Hin- noch auf dem Rückweg, diesen in Anspruch zu nehmen.

Kommentar Marco: „Allnt mient!“

Ist man denn nun mal drinnen im Gebäude (Der Eingang befindet sich auf der Rückseite – wie praktisch!!!) kommt man nicht umhin, eine geniale wie auch einfache Spenden-Sammel-Maschine zu bestaunen!

Geld rein werfen, und Minuten lang zuschauen, wie es langsam in immer kleiner werdenden Kreisbahnen im schwarzen Loch verschwindet…

Nachdem wir im Dezember Jean Michelle Jarre gehört und gesehen haben, steht dieses Mal die Zukunft der Erde im Mittelpunkt. Leider schneidet diese Show im Vergleich zu Jarre wesentlich schlechter ab :o(

Nach einer Stunde „fernsehen“ (also in die ferne Zukunft) und das gemütliche herumlümmeln im Liege-Sessel (!!!) ist dann wieder etwas Sport zum Ausgleich angesagt! Da das mit den Bussen, wie bereits erwähnt, nicht ganz so einfach ist, bequemen wir das Kickboard, um den Stadtpark zu umrunden.

Wenn man auf dem Radweg fährt, dann ist die Qualität des Bodenbelags auch akzeptabel. Und wenn man nördlich am Stadtpark anfängt, und im Uhrzeigersinn fährt, dann kommt man in den Genuss einer leicht abschüssigen Strecke!

Vom südlichen Ende des Stadtparks geht es dann weiter per Hochbahn von der Station Saarlandstraße aus mit der U3. Wir haben ja schließlich nach langem Kampf mit dem Automaten und eingängigem Studium des Tarifplans ein Tages-Ticket erstanden.

Die Reise endet dann vorerst bei St. Pauli. Nein, keine Reeperbahn. Wir sind ja mit dem Kickboard da. Daher gehts mal wieder bergab mit richtig Speed runter zu den Landungsbrücken, um dort eine Vollbremsung zu machen!

Der alte Elbtunnel

Panorama – Fahrstuhl Elbtunnel

Der Fahrstühl für die Autos im alten Elbtunnel. Die Benutzung ist für Fußgänger und Radfahrer kostenlos. Man kann, wenns am Fahrstuhl mal länger dauert, aber auch die Treppe nehmen.

Nächstes Ziel der Rundreise: Der alte Elbtunnel.

Sonn- und Feiertags ist er ja geschlossen. Für Autos zumindest. Daher hat man nun unter Tage die schöne Gelegenheit, ohne Auspuffgase einen Spaziergang im Trockenen zu unternehmen.

Nach unten kommt man per Pedes über die Treppe oder aber mit dem Personenaufzug. Wenn der Tunnel generell geöffnet ist, kann man auch in den Fahrstühlen für die Autos mitfahren. Sollte man mal gemacht haben. Ist definitiv auch ein Erlebnis!

Ja, und dann ist man unten. Halbwegs dustern. Komische Stimmung. Aber alles fein gekachelt!!!

Man beachte die Haupt-Blasrichtung! *grinz*

Etwas Spielerei mit der Kamera darf natürlich auch nicht fehlen! Bei so schicken leutenden Rädern, muss man auch mal ein paar Spaß-Bilder machen, oder?

Jedenfalls war es witzig da unten!!! Aber ob man nun zu Fuß da einfach mal aus Jux lang laufen muss? Mit dem Kickboard oder Rad ist das schon was anderes….

Panorama – Landungsbrücken

Außer einem ziemlich schicken Panorama und einem Blick auf die Landungsbrücken, den man sonst ehr selten hat, gibt es „drüben“ aber nicht viel zu sehen. Man könnte noch zum Zelt vom „König der Löwen“ gehen, aber die Straße ist leider nicht kompatibel zum Kickboard.

Drüben

Eines sei an dieser Stelle noch erwähnt: Die Elb-Philharmonie. Sollte sie denn irgend wann mal fertig werden, so hat man von hier aus mit Sicherheit einen genialen Blick auf das Gebäude!!! Ähnlich wie die Oper in Sydney soll es ja zum Wahrzeichen der Stadt und zur perfekten Abrundung der Hafencity werden.

Panorama – Landungsbrücken von Landseite

Die Landungsbrücken von der „Landseite“ aus lassen gar nicht erahnen, dass Dort überhaupt Schiffe anlegen können. Es erinnert ehr an eine Einkaufs- und Fressmeile… Der Standort für dieses Pano ist übrigens auf halber Höhe zur Jugendherberge.

Innenstadt


Tags darauf in der Innenstadt (Heute sagt man da wohl ehr City dazu.)

Jedenfalls gönnen wir uns mal so richtig was: Ein Einkaufsbummel am Oster-Samstag! Die Geschäfte sind voll! Und zwar richtig voll! Aber wenn man seinen Blick von der Menschenmasse am Boden gen Himmel richtet, so stellt man fest, dass kaum ein Wölkchen diesen trübt! Kaiserwetter! Wenn Engel reisen…

Nichts desto Trotz muss man sich von diesen Strapazen und den Menschenmassen erholen und hier ist mal ein Beispiel dafür, dass moderne Kunst auch praktisch und bequem sein kann!!!

Obwohl Karfreitag schon vorbei, steht Fisch auf dem Speiseplan. Eigentlich. Aber Nordsee & Co sind dermaßen überlaufen (Schlangen von mehr als 20 Meter sind immer ein eindeutiger Beweis dafür), dass wir von dieser Idee abstand nehmen, und etwas „normales“ zum Essen suchen.

Fündig werden wir schließlich in der brandneuen Europapassage (okay, haben wir im Dezember schon gesehen…) Dort haben wir zunächst bei einem Inder zu Mittag gegessen. Der war dann doch erstaunlich gut! Vor allem diese selbst gemachten Joghurt-Getränke sind sehr empfehlenswert!

Weniger empfehlenswert dagegen ist der Kaffee und die Bedienung direkt unter der Treppe im Kellergeschoss, wo wir dann einen After-Lunch-Espresso zu uns genommen haben…

Der Hamburger DOM

Der Hamburger DOM ist nicht etwa eine Kirche, wie der Name dem naiven Beobachter suggerieren mag, sondern ein Volksfest in Hamburg. Für den Hannoverander sei mal als Vergleich das Frühlingsfest aufgeführt. Der Unterschied ist nur, dass der DOM quartalsweise stattfindet. Dafür gönnt man sich aber auch den Luxus, Karfreitags komplett geschlossen zu haben!

Jedenfalls haben wir uns den Luxus gegönnt, Hamburg mal von oben zu sehen. Leider etwas arg bewölkt, aber immerhin trocken! Es wäre auch sonst sehr imposant gewesen, wenn die Kinder in der Gondel nicht schon nach einer halben Umdrehung vor Langeweile das Nörgeln angefangen hätten…

Da sage noch mal einer, wischen 1938 und 1945 hätte man keinen Sinn für Stil gehabt! Wer auch immer sich diesen Bunker hat einfallen lassen, das Ding ist wirklich genial!!!

Drinnen ist dann unter anderem eine Musik-Schule. Mit anderen Worten: Der Bunker ist auch schalldicht ;o)

Es ist ja nun April. Der macht ja bekanntlich, was er will. Von daher war das Wetter im Gegensatz zum vorhergehenden Wochenende lausig kalt! Aber immerhin trocken! Das hat zur Folge, dass man problemlos draußen herum spazieren kann, sich jedoch von Zeit zu Zeit aufwärmen muss.

Die Festzelte auf dem DOM sind diesbezüglich perfekt ausgestattet: Ein Heizgebläse sorgt für T-Shirt-Temperaturen!!! Und was für ein Gebläse das war: Zwei freie Tische gibt es noch. Am ersten sitzen wir zur Probe. Eigentlich kommen wir gar nicht zum sitzen, denn der Tisch steht direkt vor dem Gebläse. Also ran an den Nachbartisch. Bei 25°C schaltet dann das Gebläse aus, und der Tisch lockt ahnungslose Passanten an. Was dann folgt ist klar: Gebläse wieder an. Pommes werden vom Teller geweht. Das Geschrei ist groß. Wir haben unseren Spaß!

Feuerwerk

Eigentlich Freitags. Außer Karfreitag. Dann am Ostersamstag. Nur eine Auto-Alarmanlage hat sich von dem Krach etwas gestört gefühlt…

Des Nachts schaut doch so ein Riesenrad noch viel imposanter aus, als bei Tag, oder?

Sag mal, Ihr lauft auch immer mit Kamera und Stativ rum, oder? – „Klar!“

Diese Fahr-Attraktion war auch so eine Sache. Von außen vollkommen unspektakulär! Eine Untertasse, die sich mäßig schnell dreht und dann noch etwas gekippt werden kann…

Drinnen gehts dann aber zur Sache, denn das Ding ist komplett geschlossen! Ein Gefühl für oben, unten und drehen oder nicht drehen geht vollkommen verloren. Es ist schon lange her gewesen, dass ich mich nach einer Fahrt im Karussell irgendwo festhalten musste…

Ostern

Das kommt davon, wenn man bis nach Mitternacht aufbleibt. Dann muss man auch Nachts auf die Suche nach den Eiern gehen… Hat auch etwas länger gedauert!

T.R.U.D.E.

Besagtes Restaurant in Barmbeck. Erstaunlicherweise haben wir auch noch einen Tisch bekommen. Wenn auch nur einen, wo man hoch klettern muss. Aber wollen wir mal dankbar sein!

Die Alternative zur T.R.U.D.E. – eine Paddelbootsfahrt auf den Alsterkanälen – haben wir aufgrund des Wetters nicht in Anspruch genommen. Aber man muss ja noch mal einen Programmpunkt haben, wenn man mal wieder kommt!

Abschließend haben wir Frank dann noch auf die Reeperbahn genötigt. Wenn man in Hamburg nicht ein mal über die Reeperbahn gebummelt ist, dann war man einfach nicht in Hamburg! Und da Frank da ohnehin noch nicht war, haben wir gleich mal eine Führung zu später Stund‘ durch alle Geschäfte gemacht!

Neu sind dann übrigens die beiden Bühnen vor dem Tivoli, die zum einen flimmernd beleuchtet und zum anderen auch noch verschiebbar sind.

Wir werden sehen, ob wir da in Zukunft nicht auch an dem einen oder anderen Event teilnehmen können…

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