2007-07 Neun Freunde in Cala Ratjada

Hannover Airport – Close to the World — vom 09. Juli bis zum 02. August 2007

Neun Fruende in Cala Ratjada — Der Titel sagt eintgentlich schon alles, oder? Es ist der perfekte Urlaub! Menschen um sich zu haben, die einem viel bedeuten! Und wenn man mit ihnen dann noch einen Geburtstag unter der Sonne feiern kann, ist das wohl das i-Tüpfelchen…

Vorgeschichte

Hannover Airport – we're close to the world,
 Venuto per volare
 We are passing the gate
 Als das Tor zu der Welt
 Pero ida y vuelta
 I'll come back!

Ein Video, das der Flughafen Hannover als neuen Werbesong für sich einsetzt. Nach dem Lied El Temperamento von Marquess spielt es sowohl in Hannover als auch auf Mallorca und ein einem Fliege von Air Berlin. Als Prominenz treten Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg, Ex Fußball Profi Lothar Sippel, Schwimm-Olympionik Lars Conrad und NDR TV-Moderator Hinnerk Baumgarten vor die Kamera.

Essen

Essen und trinken hält ja bekanntlich Leib und Seele zusammen. Daher sieht die Planung als erste Aktion nach unserer morgendlichen Ankunft in Cala Ratjada ein Frühstück mit Bianca und Carsten im Cafe Laurenzius vor!

Aber (es gibt ja bekanntlich immer ein „aber“ im Leben):

Bis wir unser wohlverdientes und extrem leckeres Rührei mit Gambas endlich verspeisen dürfen, gibt es noch diverse kleine Intermezzi: Erster Bug ist die Autovermietung. Wir buchen immer über Regamallorca, der einen aber nur an andere Autovermietungen weiter vermittelt. All die Jahre zuvor war das Recars. Dieses Jahr nicht. Es ist Centauro. Sollte kein Problem sein, mag der naive Beobachter denken. Theoretisch zumindest. Gebucht war die Wagenklasse 5-Sitzer, 5 -Türer, Klima, etc. Bekommen haben wir einen Ford Ka. Ein kleiner Unterschied. Das wieder auszubügeln kostet Marco diverse Anrufe in Deutschland und eine Fahrt nach Alcudia zum Wagentausch.

Das ist aber kein Problem, denn für all diese Aktionen haben wir mehr als genug Zeit, denn wir können gar nicht in unsere Wohnung rein! Der Schlüssel liegt, wie immer unter der Fußmatte. Nur die Fußmatte ist nicht da… Also noch mehr telefonieren. Durch Rattata fahren, die Putzfrau Smetjana suchen, die deutsche Wohnungsbetreuerin, Schlüssel einfordern. Wieso spricht eine deutsche Wohnungsbetreuerin in Spanien eigentlich kein spanisch und ich muss wieder alles übersetzen???

Jedenfalls haben wir uns unser Frühstück im Laurenzius definitiv so was von verdient!!! Und das „HALLO“ war dafür um so größer und der Ärger und die Mühen vergessen, nachdem wir Meik begrüßt und uns Christina vorgestellt haben…

Unser erster Eindruck: Vieles verändert sich, aber Gott sei Dank nicht alles. So zum Beispiel die einfach nur geile Küche von Meik! Denn neben dem Frühstück, wo man problemlos immer eine Extrawurst bekommt, kann man einfach nach hinten rufen: „Meik, haste nicht ’nen leckere Nachtisch? Was kleines?“ Und dann wird einem so ein suuuper leckeres Mousse au Chocolat serviert.

Man beachte die zwei Löffel!

Kulinarisch geht es auch weiter, wenn man an der Strandpromenade vom Laurenzius Richtung Son Moll geht. Kurz vor dieser Bucht kommt nämlich das Sol y Mar. Nicht zu verwechseln mit der deutschen Variante! Die Version in Rattata ist wesentlich kleiner. Geradezu eine Miniatur. Denn draußen ist gerade mal Platz für 10 Personen!

Die Vorspeise sollte man besser überspringen. Die geht nämlich gaaar nicht. Die Gambas al Ajillo haben nämlich ehr an eine Krabbensuppe erinnert, als in Öl gebratene Krabben, habe ich schon den Rest des Abendessens abgeschrieben.

Aber nein, wir werden eines Besseren belehrt. Alle vier haben durch die Bank weg eine leckere Hauptspeise serviert bekommen. An meins kann ich mich noch erinnern: Schwarze Nudeln mit Riesengarnelen. Ein Gedicht!!! Die Inhaber sind übrigens Italiener. Daher kann man die Panna Cotta als Nachtisch auch empfehlen!

Panorama – Cala Lliteras

Die Bar Sa Cova in der Cala Lliteras. Eigentlich gehört alles dem Inhaber der Tauchschule. Die Bar ist nur verpachtet. Aber eine wahre Goldgrube, wie es scheint… Jedenfalls kann man dort sehr gut frühstücken, wenn man denn den scheinbar immer lauthals und cholerisch schreienden Chef der Tauchbasis ignoriert. Eine Reservierung ist unbedingt nötig!

Zur Bar Sa Cova bei Nacht haben wir es leider nicht geschafft. Lediglich die unübersehbare Werbung auf der gegenüber liegenden Seite der Cala Lliteras sticht einem sehr ins Auge! Aufgrund der exclusiven Lage ist die Sa Cova Abends übrigens sehr überlaufen. Bietet dafür aber auch Live-Musik, die man aber auch bei einer Flasche Bier auf der gegenüber liegenden Strand-Promenade genießen kann…

Natürlich darf das Los Arcos nicht fehlen! So oft, wie in diesem Jahr waren wir wohl insgesamt noch nicht dort. Aber es schmeckt dort einfach genial und der Kellner Juan ist genial! Okay, wer jetzt einen Entertainer erwartet, der sollte besser zu Vicente gehen. Juan ist einfach ein typisch spanischer Kellner…

Jedenfalls gibt es dort immer leckeren Fisch und hervorragendes Fleisch! Und dieses Jahr haben wir auf Wunsch von Thomas eine Paella gegessen! Mit stolzen sieben Leuten! Und die Paella schmeckt dort verdammt lecker!!!

Ferner seien noch zwei weitere leckere Restaurants in Cala Ratjada erwähnt: Da wäre zum Einen das Ca’N Manolo in der Avenida Cala Agulla. Wer zu deutschen Zeiten dort essen geht (sprich früh), wird vielleicht einen Platz bekommen. Wer später aufschlägt, der muss warten oder hat vorher reserviert.

Das andere ist das Los Olivos. Direkt gegenüber vom Königgarten. Die haben ein qualitativ sehr hochwertiges Fleisch zu bieten. Und wer spanische Haxe mag, ist dort definitiv gut aufgehoben! Die Inhaber sind übrigens Spanier

Party

Trinken muss man! Deswegen haben wir den ersten Cocktail auch schon im Sicherheitsbereich im hannoverschen Flughafen getrunken. Aber keine Sorge, der war jungfräulich. Wegen der Vitamine und zum Wachhalten während des Fluges.

Andere (mit dem Shirt-Aufdruck „Mallorca-Party 07“) haben sich dagegen das Weizen und härtere Sachen schmecken lassen. Das allerdings soll nicht ohne folgen bleiben. Denn just beim Essen austeilen wird es im hinteren Teil des Fliegers hektisch. Und die nette Flugbegleiterin, die uns eigentlich das Essen geben soll vergisst plötzlich ihre Arbeit und eilt von dannen um einen Augenblick später wieder zu ihrer Kollegin zu kommen, die uns immer noch kein Essen gegeben hat. „Ich will mal kurz einen Lagebericht von hinten geben“, heißt es im Flüsterton. „Hinten ist einer von den jungen Passagieren umgekippt. Der hat wohl etwas viel getrunken und sich jetzt eingenässt!“

Donnerwetter! Da gehört ja schon ne Menge dazu, bis so etwas passiert… Jedenfalls ist sie wieder weg und wir bedienen uns dann selber aus dem Futter-Container. Allerdings nicht ohne eine gewisse Schadenfreude!

Im Bierbrunnen (bzw. Sa Font als ursprünglicher Name) sind wir eigentlich fast jeden Abend anzutreffen. Dort gibt es, im Gegensatz zum Beispiel zum Cocos Pool, halbwegs gescheite alkoholhaltige Getränke. Irgendwie schaffen die das im Cocos Pool immer, extrem minderwertigen Alkohol zu verkaufen… Außerdem ist die Stimmung im Bierbrunnen ohnehin ungeschlagen!!! Da kommt sogar der Struwwel-Kai auf ganz andere Gedanken!

Und Thomas hat sich dann auch prompt nach dem zweiten Tag mit einem „Kollegen“ angefreundet: Es gibt dort nämlich mehrere Türsteher, die gleich auf mehrere Etablissements aufpassen — wenn das mal keine angewandte Arbeitsteilung ist ;o)

Ich geb‘ es ja zu, wir sind doch im Cocos Pool gewesen! Warum? Die haben einfach coole Hüte!!! Nur muss man sich dafür zwei Vodka-Bull rein ziehen. Das ist echt eine Herausforderung, wenn man keine ausgepressten Gummibärchen mag! Dieser Abend sollte aber der einzige dort in den ganzen 3 1/2 Wochen bleiben.

In Cala Ratjada gibt es jedes Jahr schätzungsweise 30% neue Bars. Die meisten davon sieht man im Jahr darauf nicht mehr. Beim Coconar ist das hoffentlich anders. Die Bar (heutzutage sagt man da glaube ich Lounge zu) ist einfach stylish! Und das nicht nur, weil die nen coolen Händetrockner auf den Toiletten haben. Ich bin ja wirklich kein Fan von solchen Hand-Wand-Fönen, weil man da ewig und drei Tage steht und die Hände im Luftstrom reibt und reibt und reibt…

Bei dem spacigen Teil, das entfernt an einen Toaster erinnert, ist das jedoch anders: Man hält die Hände rein und dann geht’s da richtig rund. Nach nicht mal 15 Sekunden sind die Pfoten astrein trocken gepustet — ohne reiben!

Ach ja, und gute Getränke gibt es da natürlich auch „richtige“ Getränke *grinz* Außerdem noch chillig bunte Beleuchtung und einen verschiebbaren Tresen ;o) Kurz: Hoffentlich hält sich das Coconar!!!

Hierbas, Palo und (ganz neu) roter Orujo-Likör. Orujo oder Aguardiente ist prinzipiell übrigens ein Trester. Also ein Grappa. Diesen „Roten“ haben wir irgendwie nur bei Vicente gesehen. Lecker isser trotzdem!!! Irgendwie verkonsumieren wir jeden Abend MINDESTENS eines dieser Getränke. Gerade im Laurenzius allerdings bleibt es nicht nur bei einem.

Das Ergebnis ist dann allerdings auch der Carsten-Taxi-Service nach Hause. Naja, fast zumindest…

Gerade der Abend unserer Ankunft war besonders Feucht und fröhlich! Aber trotzdem war am nächsten Tag noch ein Lächeln drin…

Burg von Capdepera

Die Casa March. In unserem ersten Jahr war der Park wegen der Herbststürme zuvor geschlossen worden. Das Schild an der Tür versprach (und verspricht immer noch) eine baldige Wiedereröffnung. Naja, wir warten und kommen im nächsten Jahr wieder.

Ausgewählte Gäste dürfen dort allerdings ein Mal in der Woche ein klassisches Konzert genießen. Dazu werden die Straßen um das Grundstück auch großräumig gesperrt. Adel verpflichtet!

Kraxelt man jedoch durch die Pampa auf der anderen Seite der Straße zum Leuchtturm, so bekommt man neben zerkratzen Beinen auch noch einen nahezu malerischen Blick auf das Anwesen.

Panorama – Burg von Capdepera

Der Blick von der Burg von Capdepera auf Capdepera und Ausläufer von Cala Ratjada. Das Meiste von Cala Ratjada liegt allerdings hinter der Bergkuppe versteckt. Nur die Bucht von Son Moll kann man rechts neben dem Berg erahnen.

Nun ist es schon das fünfte Jahr, und wir haben es immer noch nicht geschafft, die Burg in Capdepera zu besichtigen! Das wird jetzt nachgeholt! Doch bevor man uns Einlass gewährt, müssen wir erst noch mal den Kassenwart aus dem Gebüsch zerren, wo er sein kleines Geschäft verrichtet hat…

Mann, wie peinlich!

Jedenfalls lohnt sich der Aufstieg zur Burg. Mit dem Auto gar nicht sooo einfach! Und auch die letzten Meter zu Fuß sind jedenfalls noch diverse Höhenmeter zu überwinden. Ist man aber ein mal drin, so empfiehlt sich ein Spaziergang auf der Mauer. Allein aus dem Grunde, weil in Deutschland so etwas nie genehmigt werden würde: Ein ca. 50 cm schmaler Weg in 3-5 Metern Höhe ohne seitlichem Geländer!

Und dann ist da noch die Kirche von Manacor. Weithin sichtbar, wenn man auf die Stadt zu fährt. Da denkt man sich doch: Die findet man bestimmt ganz einfach, pack schon mal das Navi weg. Pustekuchen. Ist man dann in der Stadt, so sieht man von der Kirche gar nichts mehr! Nach diversen Irrfahrten landen wir schließlich doch noch vor der Kirche. Natürlich verschlossen. Siesta. Nun, da wir ohnehin nur auf der durchfahrt sind, nicht weiter tragisch. Von außen durchaus spektakulär der Baustil. Auch wenn die Kirche aus dem 19. Jahrhundert gar nicht so alt ist! Vielleicht schaffen wir es ja im nächsten Jahr, sie von innen zu sehen.

Tauchtag 1

Kai und Christian sind ja im Tauchverein TG Waspo. Und wie es der Zufall so will, sind einige deren Mitglieder auch gerade auf Mallorca am Tauchen! Allerdings in Port de Soller. Das ist aber definitiv kein Hindernis, denn so bekommt man auch mal andere Tauchreviere vor die Maske. Die Einladung steht, und auch Nicht-Vereinsmitglieder sind gerne Willkommen!

Das Tauchcenter Octopus ist allerdings englischsprachig. Ich behaupte ja mal, dass ich dank internationaler Konferenzen des angelsächsischen sehr gut mächtig bin. Und auch die Aufmerksamkeit der Guides lässt zu keiner Zeit Bedenken aufkommen. Dennoch fühle ich mich bei dieser ganzen Geschichte wegen der Sprache nicht 100%ig wohl. Klingt komisch, ist aber so!

15. Tauchgang – Sa Pedra den Pons

Also rein objektiv hat es an der Sicherheit nicht gemangelt: Der zweite Guide schwebt ständig über einen her. Spart ja auch Luft! Also dreht man sich kurz auf den Rücken — macht man ohnehin viel zu selten, finde ich — und schießt ein Bild nach oben!

Zu sehen gibt es neben ein paar Zackenbarschen noch eine kleine Muräne und einen schnuckeligen Seestern.

Und das ist der Grund, warum der folgende Tauchplatz Es Cavall so heißt: Das Pferd. Und in der Felswand ist der versteinerte Pferdekopf zu sehen — zumindest mit etwas Fantasie.

16. Tauchgang – Es Cavall

Das Foto mit der Klimmzug-Stange. Und wie einfach das unter Wasser geht!!! Es Cavall zeichnet sich dadurch aus, dass man dort in etwa 19 Metern tiefe in eine Höhle hinein tauchen kann. Man schwimmt etwa 15 Meter geradeaus. Danach geht es dann senkrecht nach oben und kommt in etwa 8 Meter tiefe wieder ins freie Wasser. Echt empfehlenswert!!!

Zu gucken gibt es die klassischen Nacht-Tiere wie Schnecken und Würmer. Und natürlich jede Menge Garnelen, die sich in den Löchern in den Wänden verstecken und deren Knopfaugen so schön aufleuchten, wenn sie ins Rampenlicht geraten.

Feuerwerk zur Fiesta del Carmen

Marco ist ja der große Urlaubsorganisator. Und bisher haben wir es noch immer geschafft, zur Fiesta del Carmen, die Schutzpatronin der Fischer, in Rattata zu sein. Nur noch mal so zum Mitschreiben: Es ist der 16. Juli! Leider haben wir irgendwie die Band auf dem Trecker verpasst. Neben dem Feuerwerk eigentlich DAS Highlight der Festivität. Vor allem, wenn der Trecker in der Kurve während der Fahrt unfreiwillig abgeladen wird!

Ich hab’s bisher noch gar nicht erwähnt, es ist aber jedes Jahr so gewesen: Direkt vor dem Laurenzius, auf der anderen Straßenseite, stellt sich immer, wirklich immer, eine Frittenbude hin. Dort verkaufen dann Asiaten Churros und ähnlich schlankheitsfördernde Köstlichkeiten. Jedenfalls knallt bei denen etwa im 20-Minuten-Takt die Sicherung durch, und der Laden steht im dunkeln. Da kann man echt die Uhr nach stellen.

Das Feuerwerk. Irgendwie waren sich alle einig, dass sie in diesem Jahr besonders dick und imposant aufgefahren haben…

Felanitx

Zu Felanitx wurden wir im Winter durch die Sendung „Der perfekte Urlaub“ auf VOX inspiriert. Denn die erste Folge dieser Serie wurde auf Mallorca gedreht. Und eine der durchgeknallten Teilnehmerinnen war unter dem Kreuz von Felanitx „maximal spirituell inspiriert“! Und dieses Gefühl wollten wir natürlich unbedingt nachempfinden.

Von der Hauptstraße aus fährt man durch eine Tor-Einfahrt erst mal weiter durch die ebene Pampa. Rechts und Links ist das Tor von Steinsäulen umrahmt, die ihrerseits mit solch einem Kreuz geschmückt sind. Hier beginnt das Grundstück des Klosters Santuario de San Salvador .

Auf halber Höhe dann eine Kapelle in Mitten von Bäumen gesäumt. Kaum platz, um dort überhaupt mit dem Wagen anzuhalten. Aber es ist ja nicht viel los. Aus gegebenem Anlass musste man Tafeln an die Wände der Kapelle anbringen, dass man die Wände nicht beschmieren solle. Traurig!!!

Man kann den Weg bis zum Kloster übrigens auch per Pedes erklimmen. Ich muss zugeben, dass ich einen kurzen Augenblick darüber nachgedacht habe… Aber dann geht es doch auf vier Rädern weiter — allerdings ohne Klimaanlage, denn wir nähern uns ja bereits dem Zielgebiet und die Akklimatisierungsphase wurde eingeläutet!

Oben angekommen hält der heilige Salvador seine schützende Hand über den Parkplatz. Da man dieser Hand aber doch keine Wunder zutraut, hat man zusätzlich am Parkplatz Schilder angebracht, dass man bitte keine Wertsachen im Wagen liegen lassen möchte.

Von weitem schaut die Statue übrigens wesentlich imposanter aus, als wenn man direkt davor steht. Aber das mag vielleicht auch einfach daran liegen, dass man aus der Nähe erkennt, dass der gute Erlöser einen mehr als kitschigen Heiligenschein aus einer bunten Lichterkette um dem Kopf trägt — gut, dass wir das Kloster bei Tag besichtigt haben!

Drinnen. Zunächst einmal sei gesagt, dass das Kloster auch eine Herberge ist. Man kann dort einfach aber günstig nächtigen — vorausgesetzt, man ich zu Fuß unterwegs!

Bei der Kirche an sich halte ich es wie gehabt: Ist der Eintritt frei, mache ich keine Bilder. Von daher bleibt die wirklich schöne Kirche von innen undokumentiert. Aber dem Leser sei gesagt, dass sich ein Besuch definitiv lohnt! Es gibt zwei (vermutlich) winzig kleine aber süße Modelle, die man durch in die Wand eingelassene Vergrößerungsgläser beobachten kann. Einfach genial!

Und auf dem Rückweg muss man dann natürlich das gigantische Kreuz von unten anschauen! Wenn man denn erst mal dort ist, und das Wetter nicht all zu diesig ist, dann hat man einen gigantischen überblick über die gesamte Insel. Zumindest bis zur Sierra Tramuntana hin. Definitiv atemberaubend!!!

Wenn man denn erst mal da ist. Denn die Pflastersteine sind von der Sonne unglaublich heiß!!!

Purzeltag

An unserem Purzeltag waren wir im Sinaii. Ich hatte die spanische Bedienung (echt ne nette!!!) kurz vorher instruiert, dass wir um Mitternacht einen Jahrestag zu feiern haben und für alle Sekt bestellt! Der kam dann auch pünktlich! Nur hatte sie das leider falsch verstanden und dachte, dass Marco Geburtstag hat. Nun denn, dann gab es also auch noch ein kleines verfrühtes Ständchen und noch ne Runde Chupito auf Kosten des Hauses…

Deja

Waren Sie schon einmal in Deja? So fängt ein Film über Mallorca an, den wir mal auf dem Flohmarkt gekauft haben. Etwa 6 Minuten später hört man dann „Waren Sie schon mal in Deja?“ um dann gegen Ende des Films noch einmal mit der Frage „Waren Sie schon einmal in Deja?“ konfrontiert zu werden.

Da dieses kleine verträumte Örtchen offensichtlich so imposant ist, haben wir dem Bergdörfchen auch mal einen Besuch abgestattet — mit unserem High-Tech-Auto! So mancher im Gegenverkehr hat doch etwas erstaunt geschaut.

Ein befreundetes Päärchen war im Herbst zuvor ebenfalls in Deja und so sind wir voller Erwartung durch die Gassen geschlendert. Der generelle Eindruck des Ortes ist erst mal wirklich malerisch gelegen. Allerdings hat man bereits nach kurzer Zeit den Eindruck, dass es sich um ein Künstlerdorf handelt. Bestärkt wird man in dieser Idee, weil man selbst im kleinen Tante-Emma-Laden abgehobene Frauen im wallenden Gewändern mit einem Spanisch zu bestellen versuchen, dass die Milch sauer wird…

Die Kirche findet man relativ einfach: Immer bergauf! Ein Blick hinein lohnt sich definitiv! Zwar kommt die Orgel-Musik nur vom Band aber das tut der gesamten Atmosphäre keinen Abbruch und man ist geneigt, einen Augenblick dort zu verweilen.

Anschließend sollte ein Besuch des Friedhofes hinter der Kirche nicht fehlen. Denn dort hat man einen wunderbaren Blick sowohl auf kunstvolle Grabmäler als auch auf das Dorf an sich.

Wieder runter geht es durch viele enge und verwinkelte Gassen. Die Berge des Tramuntana-Gebirges quasi immer vor Augen. Was mal wieder auffällt, jedoch noch nie geklärt werden konnte sind diese kleinen Fensterchen in den Balkon-Türen der Häuser! Die gibt es natürlich nicht nur in Deja, sondern in eigentlich allen Dörfern auf Mallorca…

Und dann ist da noch das Thema Essen. Man sollte ja meinen, dass man in so einem touristisch überlaufenen Ort relativ einfach etwas zu Beißen bekommen sollte. Mit Nichten! Es kostet uns etwa eine Stunde planlosen Suchens.

Das eine Restaurant mit Terrasse verheißt frische Baguettes. Aber nur auf der Tafel. Leider nicht in der Küche, wie die Bedienung nach einer Wartezeit von rund 15 Minuten bedauert.

Das zweite malerisch gelegene Restaurant ist zwar geöffnet, aber dann doch nicht wirklich. Schon geschlossen. Wegen Reichtums vermutlich. Dabei ist es doch noch gar nicht so spät. Außerdem ist der Besitzer mal wieder ein Engländer, der natürlich kein Spanisch versteht. Die Inselaffen mal wieder. Aber das kennt man ja schon aus Cala Millor

Jedenfalls werden wir dann doch irgend wann fündig. Das perfekte Restaurant, so zu sagen: El Barrigon. Mit einer schönen Terrasse mit Ranken und Blick auf die Berge. Oder aber man kann auch drinnen in einer Bodega sitzen — ganz wie es einem beliebt. Wenn man denn mal müssen muss, dann wird es ganz genial: Der Weg zum stillen Örtchen führt vorbei an der Küche. Diese ist nämlich im Treppenhaus!

Wir essen dort jedenfalls Tapas. Sehr zu empfehlen. Durch die Bank weg alle Sorten. Und auch die Spatzen sind sehr von den Speisen angetan und fressen einem sogar aus der Hand, wenn man es etwas geschickt anstellt…

Wanderung zur Tropfsteinhöhle

Wenn man mit sechs Personen eine Reise unternimmt, dann ist eine gewisse logistische Vorarbeit durchaus von Nöten! Zumal man ja auch zwei Autos braucht. Kai und Christian leihen sich also für den Tag einen Wagen bei Sixt. Der soll um 11 Uhr bereit stehen. Der Rest der Bande fährt schon eine Stunde ehr los, da am Kreiselrestaurant Bodega del Sol noch das Mittagessen eingeplant ist.

Treffen ist also dann um 12 Uhr abfahrbereit am Restaurant. Theoretisch. Denn das Auto von Kai und Christian ist nicht da! Die Kurze Wartezeit von knapp einer Stunde überbrücken wir mit einem zusätzlichen Nachtisch in Form von Eis und einer kleinen Unterhaltung mit dem gefiederten Freund, der heute sogar auf der Schulter des Kellners Ausgang hat!

Der Weg zur Höhle bietet sogar eine Neuigkeit: Jemand hat offensichtlich eine gehörige Portion Langeweile gehabt und hat eine Kettensäge mit auf den Weg genommen um die durch das Unwetter im Jahre 2002 umgestürzten Bäume in handliche Stücke zu zerteilen, so dass der Weg wieder einfacher zu passieren ist!


In der Höhle selber gibt es in diesem Jahr keine böse Überraschung. Von Vorteil ist aber auf jeden Fall, dass durch die schiere Man-Power das Illuminieren wesentlich schneller von statten geht, als wenn man nur zu zweit ist.

Und das auspusten der Kerzen geht natürlich ebenfalls sehr fix. Dazu mal eine Quasi-Langzeit-Belichtung im letzten Bild: Zehn Bilder mit einer Belichtungszeit von einer Sekunde. Für sich genommen ist diese Belichtungszeit viel zu kurz — man sieht nur den Leuchtstreifen der Stirnlampe. Legt man die Bilder jedoch hinterher mit Photoshop übereinander (ein Stativ beim Fotografieren vorausgesetzt), so addieren sich die spärlichen Informationen der einzelnen Bilder und man erhält ein durchaus brauchbares Resultat!

Hier sind nun Allemann! Und Frau ;o) Mit sechs Leuten waren wir bis Dato noch nie in der Höhle. Und bei dieser Aktion gilt: Je mehr, desto vieler und je vieler, desto guter! Es hat mit der ganzen Bande echt suuuper viel Spaß gemacht!

Normalerweise wird der Weg zur und von der Höhle ja durch Steinmännchen markiert. Dieses Männchen jedoch ist ein ganz besonderes…

Burg Bellver von Palma

Jedes Jahr, spätestens beim Anflug auf Palma, sagen wir uns: „Och, also auf die Burg müssen wir auch mal rauf!“ Nun ja, dieses Mal ist es endlich so weit. Mit Sabrina und Thomas zusammen beginnen wir die Irrfahrt hinauf zur Burg. Zunächst einmal leiten uns die Schilder allerdings zum Bediensteteneingang der Burg. Eine zweite Irrfahrt beginnt. Durch enge und noch engere Gassen finden wir schließlich die prächtige und kaum zu verfehlende Auffahrt zur Burg.

Das Auto bleibt in der prallen Sonne stehen und wir betreten die Burg. Der Eintritt ist mit 2 EUR wesentlich günstiger, als erwartet! Da wollen wir das mit dem Parkplatz mal nicht so eng sehen.

Von dort oben gibt es eine unglaubliche Aussicht! Alleine schon deswegen, oder gerade deswegen, sollte man dort oben wirklich ein Mal gewesen sein!

Und wir haben echt Glück und es ist, im Gegensatz zu Felantix, kaum diesig, so dass man prima nach Palma und durch die Bäume sogar noch weiter bis zur Platja de Palma (auf Deutsch heißt dieser Strand übrigens Ballermann) schauen kann.

Die Burg selber ist für den Laien dann wohl ehr unspektakulär. Vielleicht ist das ja anders, wenn in dem Innenhof eine Veranstaltung ist. Dann mag das ja eine coole Location sein. Aber im Normalbetrieb haben einem die paar Exponate nicht weiter vom Hocker. Lediglich eine historische Karte von Mallorca ist dann doch sehr interessant, weil man dort die ursprüngliche Lage der früheren Fischerdörfer sehr gut sehen kann.

Wir verlassen die höheren Gefilde der Burg Bellver, die ihren Namen (schöne Aussicht), durchaus verdient hat und stürzen uns in die Altstadt um zunächst einmal den El Corte Ingles zu besuchen. Denn es ist Sommerschlussverkauf!!!

Natürlich darf dabei auch ein sehr ausgiebiger Aufenthalt im Cappuccino in der Altstadt nicht fehlen! Fast wäre Thomas dort eingeschlafen.

Aber es geht unermüdlich weiter durch die kleinen verwinkelten Gassen der Altstadt um noch mehr Geschäfte und Butiken unsicher zu machen. Wir finden sogar einen winzig kleinen Laden, der diese ganz einfachen und billigen Plastik-Fächer verkauft. Für 1,50 EUR pro Stück. Da müssen wir uns natürlich erst mal ausgiebig eindecken. Man braucht ja schließlich für jedes Outfit einen passenden Fächer um dann hinterher von seinem Nachbarn z.B. im Restaurant neidisch angeschaut zu werden…

Tauchtag 2

Tauchen in Cala Ratjada. Da hat man prinzipiell zwei Möglichkeiten. Zum einen die Tauchbasis Mero an der Cala Lliteras. Die Geschäftspraktiken sind dort allerdings etwas gewöhnungsbedürftig, so dass ich selber lieber zu Skualo am Hafen von Cala Rattata gehe. Die Tauchbasis ist etwas kleiner, aber mir dafür wesentlich sympathischer, und darauf kommt es ja nun auch an.

17. Tauchgang – Farallo

Der Farallo ist ja nun der Klassiker in Cala Ratjada. Aber es ist dort wirklich genial!!! Von daher immer einen Tauchgang wert! Der Herr Oktopus war zwar im Hause, ließ sich jedoch nicht dazu bewegen, seine Höhle zu verlassen. Von daher bleibt es bei den Sichtungen bei einem Schwarm Barracudas und einer kleinen Muräne.

18. Tauchgang – Canyamel

Eigentlich sollte es ja zum Cabo del Freu gehen. Leider sind die Windverhältnisse gegen uns, weswegen wir auf die im Lee liegende Westseite wechseln müssen. Vormittags war ja schon der Farallo dran. Von daher muss etwas anderes her.

Canyamel. Es war noch keiner dort. Weder die Guides noch ein anderer Taucher. Und es wird auch keiner je wieder hin fahren. Dort ist absolut nichts los! Nach 63 Minuten wurde der Tauchgang abgebrochen — mein Buddy und ich hatten noch gut 80 bar in der Flasche *grumpf*

Geburtstag

Meine Maus hat sich dieses Jahr ein ganz besonderes Geburtstagsgeschenk gemacht: Eine Geburtstagsfeier in Cala Ratjada! Der Palma-Besuchstag am Tag zuvor ist ja auch nicht einfach so auf den 23. gelegt. Denn mit der Hilfe von Thomas und Sabrina haben wir „durch Zufall“ den Shopping-Tag einfach mal so festgelegt. Denn auf dem Rückweg haben wir den Chris vom Flughafen abgeholt!!! Der Überraschungsgast zum Geburtstag!!!

Als wir am ersten Tag endlich in die Wohnung gekommen sind, meinte Marco nur so zu dem zweiten Schlafzimmer: „Das Bett wird dieses Jahr wohl leer bleiben…“ Nun, er sollte nicht recht behalten!

Und nun ist die Tafel vollständig. Bianca und Carsten sind leider tags zuvor schon abgereist, weil Bianca ihren Geburtstag am Tag vor Marcos doch nicht in Rattata feiern wollte. Na, vielleicht nächstes Jahr ;o) Die Partygäste wären also Kai und Kai-und-Chris-Chris, Sabrina und Thomas sowie Chris.

Da jedoch Sabrina und Thomas schon am Tag nach Marcos Geburtstag Morgens nach Hause fliegen, haben wir uns einfach überlegt, dass wir in den Geburtstag rein feiern! Und das beginnt, wie sollte es anders sein, mit einem Schmackofatz-Abendessen im Cafe Laurenzius!

Der darauf folgende Punkt auf dem abendlichen Programm ist das Warm-Up im Sinaii bei einer oder besser gesagt zwei Shishas. Sogar Thomas, der fast schon ein militanter Nichtraucher ist, hat ein mal dran gezogen und war doch positiv überrascht!

Da wir an unserem Purzeltag ja schon Marcos vermeintlichen Geburtstag im Sinaii gefeiert haben sieht die weitere Planung vor, dass wir so gegen halb Zwölf einen Wechsel in den Bierbrunnen vornehmen. Aber zunächst einmal gibt es vom Barkeeper eine Showeinlage.

Da bleibt einem echt die Spucke weg und man starrt eigentlich die ganze Zeit mit offenen Mund hin zur Bar, wo der extrem gut aussehende Mann die Flaschen und Gläser durch die Luft wirbelt! Und das schon seit über sieben Jahren. Nun, Übung macht den Meister und er ist da, zumindest aus der Sicht des Laien, verdammt nah dran.

Mitternacht.

Mäuse-Geburtstag.

Im Bierbrunnen gibt es ein dem Anlass angemessenes Getränk: Tequila Sunrise XXL. Das Drei-Liter-Rohr mit Zapfhahn! Und das für nur 25 EUR. Damit ist es billiger und auch wesentlich spektakulärer als die fast schön lächerlich kleinen 0,75 Liter Gläser an den Nachbartischen…

Und ein Geschenk gibt es natürlich auch noch: Symbolisch dafür dieser Griff eines Bohrers für Sonnenschirme. Es geht nämlich für ein Wochenende in das Tropical Island Resort! Quasi als Fortsetzung dieses Sommer-Sonne-Strand-und-Meer-Urlaubs…

Strand

Klar! Ein Sommerurlaub hat natürlich auch was mit Sonne, Strand und Meer zu tun! Daher kommt auch dieser Part nicht zu kurz!

Was aber beim Thema Strand und Sonne ganz wichtig ist, ist der Sonnenschutz! Immer wieder sieht man Menschen am Strand, die es anstatt zu einer knackigen Bräune lediglich zu einer leuchtenden Röte gebracht haben! Da fragt man sich doch, wie es in Zeiten mit Lichtschutzfaktor 100 noch zu so etwas kommen kann??? Und wer mal Lust hat, nur vom Zuschauen schon Schmerzen zu bekommen, der sollte mal in die englische Ecke von Alcudia fahren. Dort sieht man sie: Krebsrote Engländer. Und wenn sie mozarellabraun sind, dann sind sie gerade erst angereist!

Neben der Sonnen-Vorsorge ist aber auch die Sonnen-Nachsorge sehr wichtig! Auf neudeutsch heißt das Aftersun. Bevorzugt als kühlendes Gel genutzt. Und als i-Tüpfelchen lagert man das am besten im Kühlschrank! Das ist dann beim Auftragen besonders erfrischend. Von daher ist unsere Batterie von Tuben komplett eingelagert. Es sei noch angemerkt, dass wir lediglich die Hälfte von dem gebraucht haben.

Cala Molt

Panorama – Cala Molto

Neben der Cala Agulla gibt es ja noch eine zweite Bucht, die Cala Molto. Leider gibt es dort aber keinen Sand-Strand sondern lediglich Felsen oder günstigstenfalls trockenes Seegras. Daher wird diese Bucht hauptsächlich von Booten angefahren. Und außerdem ist es noch ein inoffizieller FKK-Strand!

Cala Agulla

Panorama – Cala Agulla

Der Blick von der Landzunge der Cala Agulla auf den Strand mit Cala Ratjada bzw. die Cala Lliteras im Hintergrund. Es ist etwa 18 Uhr, so dass der Strand schon von Neckermann-Touristen bereinigt ist und es angenehm leer ist. Für Polen-Fans: An dieser Ecke vom Strand ist Dieter Bohlen immer zu finden, wenn er in Cala Ratjada ist…

Von der Landzunge, die die Cala Agulla von der Cala Molto trennt, wunderschöne Bilder in beide Richtungen schießen..

Der Weg zur Cala Gat

Diesen Weg gehen wir fast jeden Tag. Und jeden Tag vorbei an der Finca mit dem überaus passenden Namen El Retiro was soviel wie Der Rückzug bedeutet. Wenn das nicht das ideale Häuschen für seinen Lebensabend ist: Ein garantiert unversperrter Blick über die Strandpromenade hin zur felsigen Küste mit dem vorschriftsmäßig türkisfarbenen und kristallklarem Meer!

Das zweite Bild ist übrigens mit einem Polarisationsfilter aufgenommen. Deswegen kann man auf dem Bild auch anstatt der Reflektionen auf dem Wasser die Felsen am Grund sehen. Wie Ingenieure einen so schönen Anblick doch immer zerreden können ;o)

Cala Gat

Definitiv unser Lieblings-Strand! Wenn man uns sucht, sind wir unter Garantie dort! Ein weiterer Vorteil: Man findet die Leute schnell, weil der Strand so klein und lauschig ist. Diese Konferenz-Luftmatratze ist übrigens extrem praktisch!!! Kann man nur empfehlen! Ein Geburtstagsgeschenk von Chis an Marco! Schade, dass er nicht ehr Geburtstag gehabt hat…

Es Trenc

Der unverbaute Naturstrand liegt direkt an einem Naturschutzgebiet und ist einer der größten und weitläufigsten Strände auf Mallorca. Der Strand hat einen extrem flachen einstieg und man muss bestimmt 100 Meter zurück legen, bis man denn wirklich komplett untergeht. Außerdem ist er der einzige offizielle FKK-Strand auf Mallorca. Das heißt nun nicht unbedingt, dass es keine weiteren FKK-Strände gibt, aber hier ist man zumindest nicht in der Illegalität! Unnötig zu erwähnen, dass der FKK-Bereich maximal weit weg vom Parkplatz liegt, so dass man einen recht langen Fußmarsch in der Sonne einkalkulieren sollte.

Es gibt jedoch noch zwei Wermutstropfen: Zum einen ist das der mit 6 EUR extrem überteuerte kostenpflichtige Parkplatz. Und zum anderen sind das die Bauruinen direkt am Anfang des Strandes. Diese wurden in den 80ern legal erbaut und im Nachhinein im halbfertigen Zustand als illegal abgestempelt. Seit dem ist der Status ungeklärt und beschäftigt immer noch die Gerichte. Mit anderen Worten: Auch in Spanien kann der Amtsschimmel sehr laut wiehern!

Strandbewohner

Strandbewohner gibt es viele. Bunte. Coole. Leckere. Verrückte. Man kann echt den ganzen Tag rum liegen, ohne dass es langweilig wird. Einfach nur Leute beobachten, Da fallen einem echt die verrücktesten Dinge auf. Ganz zu schweigen von Krebs roten Neuankömmlingen, die trotzdem in der Sonne liegen, obwohl sie sich schön häuten. Oder aber Leute, die versuchen, den Strand-Tag sandfrei zu überstehen!

Wenn man den Polen-Dieter sehen möchte, der muss sich übrigens über die ganze Cala Agulla quälen. Denn Bohlen liegt zumeist immer am Ende der Cala Agulla. Vermutlich, weil man da ganz faul mit dem Auto hin fahren kann!

Der Coco-Loco.

Irgendwie kennt ihn jeder. Vielleicht nicht vom Sehen, aber mit Sicherheit vom Hören. Denn egal, wo er auftaucht, man hört ihn. Er gibt unverkennbare Geräusche von sich, die ein durchschnittlicher Mund nicht man im Ansatz nachmachen kann. Das MUSS man einfach gehört haben! Letztenendes geht es bei ihm dann dadrum, dass er sein frisches Obst an den Mann beringen will, was er auch problemlos schafft.

Teuer ist er, aber die Show, die es dazu gibt, ist definitiv einmalig! Eine Kokosnuss öffnet er mit exakt drei Hammerschlägen. Und das, ohne dass Teile der Nuss Meter weit durch die Gegend fliegen oder auch nur ein Tropfen des edlen Saftes verloren geht. Nein, er zerteilt sie mit dem Hammer in exakt zwei Hälften! Während dann der Kunde aus der einen Hälfte genüsslich schlürft, wird die andere Hälfte dann mit einem Messer kurz bearbeitet, so dass das Fleisch in sechs Teile geteilt wird und einfach heraus fällt.

Einfach faszinierend!

Bootsausflug

Böse Zungen behaupten ja immer, wir würden im Urlaub immer das Selbe machen. Nun, dieses Jahr stimmt das ja wohl definitiv nicht! Und dem ganzen setzen wir jetzt noch einen oben drauf: Eine Bootsfahrt, jawohl! 5 Personen plus Proviant für einen ganzen Tag in einer kleinen Nussschale, die eigentlich nur für 4 Personen zugelassen ist. Prinzipiell kein Problem, wenn man sich denn mit einer stark reduzierten Geschwindigkeit zufrieden gibt.

Meik meint zu dem Thema nur: „Dann ist das wohl kein Gleiter mehr, sondern ein Verdränger!“ Vicente ist da schon etwas zurückhaltender und überschüttet uns in einem halbstündigen Vortrag mit allerlei Verhaltensregeln und was wir zu tun und zu lassen haben. Außerdem sollten wir schon mal die Rechnung begleichen…

Aber erst mal von Vorne: Wir wollen Boot fahren. Ohne Führerschein darf man stolze 13,5 PS unter der Haube bzw. am Heck haben. Prinzipiell gibt es da zwei Anlaufstellen: Der Hafen und die Cala Lliteras. In der Cala Lliteras kann man bei der Tauchschule ein Boot leihen. Das kostet 1. doppelt so viel, wie am Hafen, man muss 2. noch den Sprit extra bezahlen und 3. stolze 800 EUR Kaution hinterlegen. Schönen Dank auch.

Im Hafen dagegen kann man bei Helmut genau das selbe Boot zum halben Preis mieten: 180 EUR. Sprit inklusive. Außerdem sind da nur 300 EUR Kaution fällig. Gesagt, getan, gemietet. Die Einweisung in die Handhabung ist ungefähr genau so detailliert, als wenn man ein Tretboot mietet. Also alle Mann an Bord und auf geht es zu neuen Ufern gen Norden die diversen Buchten abklappern…

Das ist die Perfekte Welle!!!

Echtes Männerspielzeug!

Wenn ich nicht hier bin, dann bin ich auf dem Sonnendeck!

Die große Mittagspause machen wir in der Cala Matzock. Denn nicht umsonst habe ich am frühen Morgen stundenlang in der Küche gestanden und knapp 1 1/2 Meter Sandwiches geschmiert. Die werden nun in der Sonne, im Schatten und im Wasser genüsslich verschnabbuliert.

Danach gibt es ein ausgiebiges Verdauungsschläfchen entweder am Strand, unter dem Sonnensegel oder auf dem Sonnendeck!

Dann wird der Anker von Kai-und-Chris-Chris gelichtet und weiter geht es…

… zur Cala Mitjana (???), wo wir uns dann bei imaginärem Kaffee und realen Keksen eine zweite Schwimm-Pause gönnen. Allerdings ist in dieser Bucht verdammt viel los. Sowohl am Strand als auch im Wasser. Und unser Schiff ist definitiv das kleinste von allen :o(

Der Weg zurück erweist sich als etwas beschwerlich. Der Wind hat aufgefrischt und die See ist rauer geworden. Und unser kleines Böötchen mit dem kleinen Motörchen hat doch sehr zu kämpfen, um überhaupt vom Fleck zu kommen! Gefühlt kommen wir bei dem Wellengang überhaupt nicht vorwärts.

Die GPS-Auswertung am Abend jedoch bringt zu Tage, dass sich die Geschwindigkeit auf Hin- und Rückweg kaum unterschieden hat. Lediglich die Strecke zurück ist weiter, weil wir bei dem Wind kreuzen mussten.

Bei einer Gesamtaufenthaltsdauer von 3 1/2 Wochen ist es ja sehr wahrscheinlich, dass wir, wie all die Jahre zuvor auch, einen Vollmond bekommen. Daher hier das passende Bild dazu…

Tauchtag 3

19. Tauchgang – Cabo del Freu

Es geht hoch hinaus, würde man normalerweise sagen. Das Gegenteil ist der Fall: Ganze 35 Meter nach unten. Dreieinhalbfacher Umgebungsdruck. Bis man endlich dort ist, muss man sich durch zwei Sperrschichten hindurch kämpfen. Mit anderen Worten: Es ist maifrisch dort unten.

Aber Cool! Echt viel zu sehen! Langusten, Kurzgusten, ein Drachenkopf, Muränen und, damit es nicht zu langweilig wird, ein Fußball-Tor! Schade, dass keiner einen Ball mit dabei hatte…

20. Tauchgang – Farallo

Der Abschluss der Mallorca-Tauchgänge bildet der Farallo! Durchaus ein gebührender Abschluss, wie ich finde. Der Oktopus wollte jedoch wieder nicht. Und das, obwohl wir uns echt Mühe gegeben haben, ihn dort heraus zu locken. Okay, statt dessen haben wir dann einfach ganz viele andere bunte Fische angelockt, deren Namen ich leider nicht kenne, die aber hübsch ausschauen. Ferner schwimmt uns noch ein Barracuda und ein Drachenköpfchen vor die Linse…

Wir sagen: Tschööö Farallo!

Pool

Jaha, wir waren in einem Pool! Kaum zu glauben, aber wahr! Ja, Frau Straatmann, wie ham Se das wieder gemacht?

Der Pool ist am Ende der Plaza Mayor, besser bekannt unter dem Manen Pinien-Plaz. Unten am Eingang steht ein Schild: Poolbar — Eintritt frei. Also nix wie rein, denkt sich der naive Beobachter.

Es stellt sich aber heraus, dass dies der Pool eines der Hotels am Pinien-Platz ist. Für die Hotelgäste ist der Eintritt frei. Alle Anderen müssen einen Eintritt von 4 EUR bezahlen — inclusive einem Gratis-Getränk. Na, wenn das kein Schnäppchen ist. Nix wie rein!

Drinnen ist es erstaunlich leer und super genial! Auf jeden Fall zu empfehlen. Gerade für Leute, die in Privatwohnungen ohne Pool sind. Das kann man auf jeden Fall wieder machen. Vernünftige Getränkepreise, saubere Poolanlage, Duschen und Toiletten. Ausreichend Liegen und Sonnenschirme. Was braucht man mehr zum Spaß haben?

Schon im allerersten Jahr auf Mallorca haben wir uns geschworen, nichts beim Rätselmann zu kaufen. Das ist ja dieser arrogante Typ mit Zähnen aus der Colgate-Werbung. Jedenfalls super unsympathisch und geht gar nicht!

Eines Abends ist aber seine Vertretung da. Und dann können wir nicht widerstehen und müssen dieses echt schöne Herz kaufen…

Dieses Jahr haben wir es leider nicht geschafft, einen Sonnenaufgang am Leuchtturm zu sehen. Statt dessen sind wir aber zum Sonnenuntergang dort hin gefahren um ein paar nette Bilder im Abendrot zu schießen…

Freunde

Und hier sind sie alle noch einmal,
mit denen wir einen wundervollen Urlaub verbracht haben…
Alle unsere Freunde in Cala Ratjada!

Rückflug

In der Planungsphase war es die Meisterleistung: Marco und ich fliegen am selben Tag zur selben Uhrzeit ein Mal zurück. Marco nach Deutschland und ich weiter nach Madrid zur Hochzeit meiner Cousine und auf eine kleinen Rundfahrt auf der iberischen Halbinsel. Wir haben lange gesucht, bis wir da zwei passende Flüge gefunden haben. Als Krönung des Ganzen ist dann noch der Rest der Familie ebenfalls gleichzeitig am Flughafen zum Rendevouz nach Madrid. So viel zur Theorie.

In der Praxis ist es so, dass Condor Marcos Rückflug drei Mal verschoben hat! Freundlicherweise immer nach hinten. Zu guter Letzt liegt die Abflugzeit bei 22 Uhr. Also stolze 8 Stunden hinter der ursprünglichen Abflugzeit. Der gemeine Urlauber wäre froh über diese Verlängerung. Unsere Planung wirft es allerdings komplett über den Haufen!

Nachdem die gesamte Familie also ein Stündchen bei diversen Erfrischungsgetränken und Cortados im Flughafen zusammen gesessen hat beginnt Marco also das Nachspielen des Films Terminal. Diesmal nicht mit Tom Hanks sondern Marco himself in der Hauptrolle!

Hier endet ein wunderschöner Urlaub mit ganz vielen lieben Menschen auf einer wunderschönen Insel…

Reisekosten

2007-07 Neun Freunde in Cala Ratjada — Reisekosten

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