2009-12 Die Silvester-Wellness-Truppe

Extraviele in Damp! — vom 28. Dezember 2009 bis zum 02. Januar 2010

Was wir uns schon seit Jahren wünschen wird nun nach und nach Realität: Nachdem wir vor 2 Jahren zu viert gewellnesst haben, ist unsere kleine Wohlfühl-Familie nun auf ganze 6 Personen angewachsen und wir verbringen ganz entspannte Tage im Ostseebad Damp.

Jan — Frank — Marco — Daniel — Stefan — Torben

Montag, 28. Dezember 2009

Der Buchungsvorgang gestaltet sich dieses Jahr noch schwieriger, als sonst: Stefan & Torben haben in etwa das selbe Programm gebucht, wie wir beide. Auch deren Programm an Anwendungen ist vergleichbar. Was nun folgt ist ein Wettrüsten, wer den meisten Nachlass bekommt. Und es ist unheimlich praktisch, wenn man sagen kann: „Aber Herr Sowieso hat für die selben Leistungen nur soundsoviel bezahlt!“

Nachdem sich Damp mit uns beiden auf den kleinsten gemeinsamen Preis geeinigt hat, folgt der Tragödie zweiter Teil: Jan und Frank können arbeitstechnisch leider nicht über die volle Distanz in Damp sein. Erste, zweite und dritte Anläufe ihrerseits scheitern, da aufgrund des kurzen Aufenthalts angeblich der Silvesterball mitgebucht werden muss. Ein Anruf von den Stammgästen behebt dieses „Missverständnis“.

Am Tage der Anreise dann die Überraschung, denn anscheinend ist gleich doch nicht gleich: Wir finden bei uns dieses Mal kein Sekt vom Haus, dafür aber einen Satz Bademäntel. Die Murpels dagegen haben nicht einmal Spülmittel und Spülschwamm!

Auf diese Ungerechtigkeit müssen wir erst mal alle zusammen einen Heben und läuten damit unseren entspannenden Jahreswechsel ein! In weiser Voraussicht haben wir dieses Mal unsere beiden Zimmer auf einen Flur legen lassen. Das vereinfacht die geplanten gemeinsamen Koch-Aktionen enorm, denn dann muss man nicht so viel Geschirr und Tische durch die Gegend schleppen…

Dienstag, 29. Dezember 2009

Unser erster ganzer Tag lässt keinerlei Wünsche offen: KAISERWETTER! Entgegen unserer Vorsätze, das Haus während unseres Wellness-Urlaub nur an Silvester ohne Bademantel zu verlassen, entschließen wir uns daher spontan zu einem Strandspaziergang — es liegt sogar etwas Schnee am Strand und es ist gar nicht windig.

Die Kneipe Dat Ship, wo wir vor 2 Jahren einen Neujahrsumtrunk zu uns genommen haben, hat übrigens aus unerklärlichen Gründen geschlossen.

Damp hat angebaut! Die zu Stoßzeiten doch sehr angespannte Platzsituation im Vital-Center wurde sowohl durch einen seitlichen Anbau als auch durch eine Aufstockung des Gebäudes extrem entspannt. Dankeschön! Das erste mal gibt es keinen Kampf mehr um mit Handtüchern blockierte (manch einer nennt es irrtümlich auch reservierte) Liegen. Neben mehr Bäder-Liegen gibt es nun unterm Dach herrliche Flächen mit Matratzen zum Rumlümmeln und eine weitläufige Eingangshalle…

Unser Sonnen-Winter-Strand-Spaziergang führt uns auch an einer kleinen Crepes-Butze vorbei. Dort erstehen wir leckere französische Köstlichkeiten. Wie auf allen Zimmern auch, hängt auch an dieser Bude der Hinweis, die Seevögel doch bitte nicht zu füttern, da sie sonst ihren natürlichen Jagdinstinkt verlieren.

Ich zum Beispiel erstehe die Winter-Variante mit kandierten Äpfeln, gerösteten Mandeln sowie Zimt und Zucker. Extrem lecker! Den werde ich garantiert nicht an die Vögel verfüttern! Zum verzehr lassen wir uns auf der Treppe vor dem Ostseerestaurant in der Sonne nieder. Wir sitzen noch gar nicht, da kommt von hinten eine Möwe im Tiefflug lautlos angeflogen und schnappt sich im Fluge von meinem Teller meinen Crepe!

Und dann geht alles noch viel schneller, als es angefangen hat: Mein Pfannkuchen, den die Möwe erwischt hat, hält natürlich nicht, sondern das meiste fällt einen Meter weiter zu Boden. Und in Bruchteilen einer Sekunde sind zig Seevögel vor Ort und in wirklich weniger als 10 Sekunden ist mein leckerer Winter-Crepe Geschichte und Enten, Tauben und Möwen um diverse Kalorien reicher.

Ich weiß ja nicht, woher Hitchcock seine Idee für seinen Feder-Film her hat, aber es hätte definitiv aus Damp sein können! So was hab ich noch nie gesehen! Dabei habe ich meinen Teller auch nicht weit weg vom Körper gehalten… Ich bin für den Rest meines Lebens paralysiert!!!

Mittwoch, 30. Dezember 2009

Aufgrund des inkonsistenten Buchungssystems im Ostseehotel Damp suchen wir das Gespräch mit einem Verantwortlichen um Licht ins Dunkel zu bringen und das Rabatt-System zu verstehen. Die kurze Version des Gesprächs ist: Es gibt kein Rabatt-System. Alles liegt am persönlichen Verhandlungsgeschick und an der Tagesperformance des Sachbearbeiters am anderen Ende der Leitung. Auch die Ausstattung der Zimmer (mal mit Rose, mal mit Sekt, mal mit Bademäntel) ist keinem Regelwerk unterlegen. Also: Das nächste mal wird es wieder 2 parallele Buchungen mit anschließendem Bieterwettkampf geben!

Eine weitere Erkenntnis gibt es aber doch noch: Ab Stockwerk 8 gibt es „Deluxe-Zimmer“. Und ab Stockwerk 10 dann Suiten auf 3 Ebenen! Und in solch einen kleinen Palast schauen wir nun mal rein: Auf der Ebene des Eingangs findet man eine kleine Garderobe sowie eine Sitzecke mit Fernsehern. 10 Stufen nach oben das Bett ungehinderten mit Blick aufs Meer. Und 10 Stufen tiefer das Bad mit großer Rundwanne (ohne Blubberblasen) sowie einer Dusche. Wir vermissen die Küche!

Heute ist das Wetter übrigens gar nicht mehr so brav wie gestern! Es ist grau und suuuper Windig. Die Wellen rollen einfach so über die Wellenbrecher hinweg. Kein guter Tag, um raus zu gehen und noch mal einen Crepe zu essen. Aber dafür sitzt der Schmerz ohnehin noch zu tief :o(

Statt dessen gibt es aber Weihnachtsleckereien auf dem Zimmer, als da wären Dresdener Christstollen oder Nürnberger Lebkuchen…

Und am Abend sind wir endlich komplett: Jan und Frank sind nach einem anstrengenden Arbeitstag schließlich in Damp gelandet. Sie beziehen ihr Zimmer und nach einer kurzen Aklimatisierungsphase gibt es schon Abendessen: Chili con Carne bei den Murpels. Dazu noch ein kleines Fässchen, was Jan und Frank extra mitgebracht haben… Es geht doch nichts über ein deftiges Mahl und ein frisch gezapftes, was eiskalt auf dem Balkon gestanden hat!

Donnerstag, 31. Dezember 2009

Noch ein Novum in diesem Jahr: Wir gehen zu Silvester Essen! Daher kam auch schon vorher die Ansage: Hemd ist Pflicht (bei Marco sieht man dann wieder, dass es A- und B-Informationen gibt :o) ). Jedenfalls ist das mit dem Hemd aber gar nicht nötig gewesen, denn beim Mobi Dick handelt es sich um kein Restaurant, sondern um eine Bierstube. Wieder so eine A- und B-Info…

Wir futtern uns auf jeden Fall durch das gut bürgerliche norddeutsche Küsten-Programm und rollen danach gut gesättigt wieder nach Hause auf unser Zimmer, um die restlichen Stunden des verbleibenden Jahres ausklingen zu lassen.

Auf dem Zimmer angekommen gibt es zunächst einmal einen Verteiler. Nach der Fleisch- oder Fisch-Pfanne auch dringend nötig! Es gibt eine Spezialität aus Bad Bodenteich: Ritter Bitter. Kann man auch mehr als einen von trinken *hicks*

Aber Mitternacht naht und so stellen wir fix von Snapsch auf Sekt aus Frankreich um. Also Champagner.

Und dann wünschen wir uns auch schon ein gutes Neues Jahr…

Freitag, 01. Januar 2010

… und schnappen uns die Wunderkerzen (danke Jan!) und die Termoskannen mit Glühwein und dann geht es, gegen den Willen der Murpels, ab nach draußen um das Feuerwerk des Hauses zu bestaunen!

Das Feuerwerk war wieder mal sehr schön! Nicht dieses billige Krams vom Lidl. Aber die Wunderkerzen kann man wirklich empfehlen. Für 1,99 hat man gefühlte 2 Stunden (ohne Handschuhe sogar 3 Stunden) schöne Sternchen! Und wir stellen ferner fest: Glühwein ist zu Silvester definitiv der bessere Sekt!

Aber irgend wann sind auch Glühwein und Wunderkerzen alle und es geht wieder rein ins Warme! Und dort warten schon 6 leckere Neujahrs-Krapfen auf uns (danke Stefan!). Es war übrigens keiner mit Senf gefüllt!

Jan sagt immer, dass der nächste Tag erst beginnt, wenn man geschlafen hat. Also ist jetzt erst Neujahr! Und wie jedes Jahr in Damp beginnt das neue Jahr mit dem traditionellen Drachen Steigen, was wir, wie jedes Jahr, nur durch die Glasscheibe bestaunen. Es ist einfach zu windig für den Bademantel draußen…

Apropos Bademantel.

Das neue Jahr gar irgendwie gar nicht so gut angefangen, wie man das eigentlich gerne hätte: Torben hat sich die linke Mandel verkühlt und bei Marco ist es die Schulter, die ärger macht. Da haben wir uns den Start in das neue Jahr doch anders vorgestellt.

Den Termin bei der Trilogie des Bades tritt Marco wegen seiner Schulter dann auch an Jan ab, der so den Bademantel des Hauses endlich seiner Bestimmung überführt!

Als zünftiges Neujahrs-Essen laden wir zum Grühnkohl-Essen. Dank des Kochmonsters von Jochen gibt es sogar Bratkartoffeln. Aber vielleicht tauschen wir es nächstes Jahr doch besser gegen einen Toaster ein. Dann gibts nicht ganz so oft Holzkohle zum Frühstück… Egal.

Was gibt es nach dem Grünkohl für einen Verteiler? Richtig, Linie! Standesgemäß in original Linie Aquavit Gläsern aus dem Froster!

Samstag, 02. Januar 2010

Wir lösen unser Krankenlager auf. Torbens Mandeln sind in der Zwischenzeit vereitert und auch Marco ist fleißig am Doping futtern. Mit Mühe und Not bekommen wir in der Eingangshalle noch ein kurzes Abschiedsfoto vor dem Tannenbaum hin, bevor es mit unseren 3 Autos wieder gen Süden geht (nicht ohne Zwischenstop beim Burger-Mann).

Zuhause angekommen wird Bilanz gezogen: Wir schwanken noch zwischen dem Gedanken eine Ausbildungszentrale für angehende Alkoholiker zu eröffnen oder doch lieber einen Waschsalon…

In jedem Falle hatten wir aber einen wirklich schönen Jahreswechsel, den wir in knapp einem Jahr gerne wiederholen wollen (mit kleinen Modifikationen, versteht sich :o) )

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