2010-01 Dänemark hoch Drei

Drei Häuser und so viele wie nie zuvor in Dänemark! — vom 23. bis zum 30. Januar 2010

Die Agenda DK2010 bringt viele Neuerungen: Denn unsere internationale Dänemark-Familie ist wieder um ein paar Mitglieder reicher geworden! Einerseits, weil Leif und Steffi mit Jonas wirklich Nachwuchs bekommen haben. Andererseits, weil wir mit Susi und Thorsten gleich noch ein drittes Haus aufgemacht haben! Ein weiteres Novum in diesem Jahr ist definitiv das winterliche Dänemark mit Knie tiefen (!) Schnee…

Die Truppe

Andreas Anke Axel
Britta Daniel Frank
Jan Jockel Jonas
Kiki Leif Marcel
Martin Rene Robin
Simon Steffi Susi
Thorsten

Das neue Haus

Die wohl eindeutigste Neuerung der Agenda DK2010 ist das dritte Haus in Siedlung. Das war in der Planungsphase gar nicht so einfach, denn für Thorsten und Susi musste es ein Haus mit Hundegenehmigung sein. Aber wer suchet der findet und so haben die Drei zusammen mit Leif, Steffi und Jonas ein echt schick eingerichtetes Haus gefunden.

Von der Bauart her eine Nummer kleiner, sprich ohne Pool. Von der Inneneinrichtung her mal ein echtes Novum im Landhaus-Stil und somit gar nicht zu vergleichen mit der modernen Einrichtung von Haus 1 und Haus 2.

Der einzige Wermutstropfen ist in diesem Falle nur, dass sich Haus 3 etwas Abseits von den anderen beiden Häusern befindet. Die Jahre zuvor wäre das kein großes Hindernis gewesen, aber in diesem Jahr hat es, wie im übrigen Europa, kräftig geschneit und so ist der Weg zwischen den Häusern mit den Schnee-Massen etwas beschwerlicher und erfordert manchmal sogar ein Auto! An dieser Stelle sei schon einmal verraten, dass es selbst damit einen Abend unmöglich war, von A nach B zu kommen…

Große Veränderungen in den anderen Häusern gibt es kaum. Im großen Haus 1 darf es demnächst gerne mal ein neues Sofa sein. Das jetzige ist nun schon wirklich optisch als auch vom Sitzkomfort arg in die Jahre gekommen. Im Haus 2 dagegen wurde mit 2 riesigen Leder-Drehsesseln ordentlich investiert. Der Vermieter sagte uns bei der Abreise, dass es nächstes Jahr wohl auch noch eine Wärmepumpe geben wird. Das wäre genial, dann lässt nämlich die Stromrechnung hoffentlich etwas nach.

Die Sache mit dem Schnee ist wirklich schon was geniales! Praktischerweise erspart es einem die Taschenlampe, wenn man mal zwischen den Häusern wechselt. Außerdem haben wir noch Vollmond in der Woche, so dass man draußen fast Zeitung lesen kann! Wenn da nur nicht die Temperatur wäre… Aber diesbezüglich sind wir ja schon sehr erfahren und diese Minusgrade werfen uns nicht sonderlich aus der Bahn.

Essen

Kulinarisch hat Dänemark ja einiges zu bieten. Beziehungsweise wir haben uns selbst so einiges geboten! Zunächst einmal die Kür. Die kam aus der Schweiz. Und zwar gleich kiloweise! Lange gehalten hat der Schoki-Vorrat dennoch nicht…

Aber der Mensch lebt ja nicht nur von Süßkram. So viel Insulin haben wir dann doch nicht in unserem Gepäck. Fangen wir morgens an. Beim Frühstück. Erstaunlicherweise hat sich immer jemand gefunden, der mal eben die Rutsch-Partie nach Hune auf sich nimmt. Aber wir haben ja nicht nur diese „Explosions-Brötchen“ (O-Ton Commander) gegessen, sondern, faul wie wir sind, den einen oder anderen Morgen auch Aufback-Brötchen gemacht. Der Name der Ex-Brötchen rührt übrigens daher, dass die dänischen „Rundstücke“ in 1000 Krümel zerbröseln, sobald man sie auch nur schief von der Seite anschaut. Dennoch möchte ich diese Blätterteig ähnlichen Wickel-Brötchen in keinem DK-Urlaub missen! Die haben ja auch fast keine Kalorien…

Dann ist da noch die eigene Kreativität gefragt. Sei es die Schweinemedallions im Speckmantel oder aber das Geschnetzelte mit (und ohne Pilze — Danke Rene!!!) Es ist alles ober-lecker gewesen und ich denke mal, dass keiner hungrig vom Tisch aufgestanden ist! Diese Koch-Aktionen im kleinen Rahmen und Häuser-weise haben nämlich auch ihren Reiz und der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt…

Aber abgesehen von den Einzel-Koch-Aktionen gibt es noch die gemeinschaftlichen Koch-Abende im Haus 1. Und was nicht fehlen darf (und im nächsten Jahr vermutlich doch fehlen wird) ist der Grünkohl. In einem Anfall geistiger Umnachtung haben sich Britta und Marcel dazu bereit erklärt, 18 hungrige Mäuler mit Grünkohl, Bregenwurst, Kassler und Bratkartoffeln zu versorgen. Und damit nahm das Schicksal seinen Lauf…

So viele Bratkartoffeln müssen erst mal produziert werden! Die armen Beiden sind da ganz schön ins Rotieren gekommen. Vielleicht sollten wir bei DK11 auf (vorgeschälte) Salzkartoffeln umsteigen. Einfach aus Arbeitsersparnis! Allerdings müssten wir dann auf die süßen (!) Bratkartoffeln verzichten. Ja, Bratkartoffeln mit Zucker kandiert. Klingt komisch, schmeckt aber erstaunlich gut! Hat keiner glauben wollen, ging allen so. Britta kennt das so. Jetzt kennen es alle und es war für alle akzeptabel bis ober-lecker!

Punkt 2 auf der gemeinsamen Koch-Liste: Angrillen zum Bergfest am Mittwoch!!! Klaro, das darf natürlich nicht fehlen. Leif hat wieder mal ganze Arbeit geleistet und unglaublich lecker eingelegtes Fleisch gezaubert. Und im Rahmen der Völkerverständigung gibt es hinterher einen spanischen Grappa, Aguardiente genannt — brennendes Wasser. War aber gar nicht so schlimm, Marcel, gell?

Und wo wir gerade beim Thema Völkerverständigung sind: Was können die Schweizer noch, außer Schoki? Genau, Käse! Im letzten Jahr eingeführt, in diesem Jahr beibehalten: Das Schweizer Raclette. Mal wieder genial lecker! Solch einen Käse bekommt man einfach nicht bei uns.

Trinken

Ich weiß gar nicht mehr so ganz, wie das passieren konnte. Jedenfalls fängt mittlerweile jeder DK-Urlaub traditionsgemäß mit einem flüssigen alten Dänen in Flensburg an. Spätestens nach diesem kleinen Tropfen ist man dann wach und fit für die restlichen 350km. Leif und Steffi: Viiieeelen Dank für das Frühstück!!!

Apropos Flensburg. Wir haben uns leicht verfahren und dafür einen kleinen Abstecher zur berühmten Plopp-Brauerei gemacht. Übrigens kann man von denen auch Mineralwasser in den berühmten Flaschen bekommen!

Wo wir schon bei Traditionen sind: Das erste Bier gibt es, wie immer, am Strand. Leider sind Leif und Steffi nur unter der Woche für ein paar Tage da. So kommt es, dass wir alle bibbernd am Strand an der Flasche nuckeln und uns nicht ins warme Wohnmobil verkriechen können oder wenigstens in dessen Windschatten stehen können. Nur bei Robin erbarmt sich der Martin…

Generell kann man aber sagen, dass wir uns auch bei den Getränken nicht einseitig versorgt haben. Neben dem billigen Spar-Bier (was macht eigentlich Walter Spahrbier?) gibt es noch das traditionell saisonale und das klassische Tuborg sowie noch etwas lokalpatriotismus mit einem Bierchen aus Blockhus. Man kommt sich da schon etwas bayrisch vor, wo jedes Dorf seine eigene Brauerei hat. Traut man den Dänen gar nicht zu, oder? Kommt auch bestimmt aus einer großen Abfüllfabrik. Aber das Etikett ist garantiert aus dem Ort :o)

Was passiert, wenn ein Deutscher nach Schweden auswandert und dort dann spanische alkoholische Getränke importiert? Genau: Es kommt was verdammt geiles dabei raus! Also, man nehme: Licor 43 (spricht sich „quarenta y tres“ aus), Blaubeersuppe aus dem Tetrapack (gibts wohl nur in Schweden) sowie Sahne aus der Sprühdose. Für den zweiten Schritt erwärme man die Blaubeersuppe. Ins Glas kommt dann als erstes 1/3 43er Likör. Danach vorsichtig (!) die Blaubeersuppe aufgießen. Ein weiteres Drittel. Ein Wunder der Physik, es vermischt sich kaum. Abschließend fülle man das ganze mit der Sprühsahne auf und stürze es auf ein Mal in den Mund, wo man es durch leichtes schütteln des Kopfes vermischt. Ein unglaublich internationaler Genuss und definitiv ein kulinarischer Höhepunkt dieser Woche!!!

Aber wir hatten ja nicht nur Bier und hochprozentiges. Schwiegereltern haben wie im vergangenen Jahr auch diesmal eine Flasche „Don Daniel“ ausgegeben. Vielleicht sollte ich meinen Dr-Titel mal eintauschen?

Und wenn nach all der Sauferei der große Kater kommt, dann hilft am Morgen danach nur der Ramlösa. Zum Einen liegt der Verdacht nahe, dass die Dänen auch Aktien am Ikea halten. Zum Anderen klingt Ramlösa wirklich wie ein „Kater-Löser“. Aber nein, sooo viel haben wir gar nicht getrunken! Das sieht hier nur so aus…

Apropos „Morgen danach“: Da gibt’s natürlich Kaffee. Für die Raucher draußen. Was Rene nun wiederum als Nichtraucher draußen zu suchen hat, weiß ich nicht. Aber man sieht jedenfalls, wie kalt es dieses Jahr in Dänemark ist: Selbst die Tasse friert an der Untertasse fest :o)

Spazieren

Es ist ja nicht so, als dass wir den ganzen lieben langen Tag nur immer am Kamin oder im Whirlpool gesessen hätten! Nein, wir sind auch nicht ständig mit dem Auto faul und warm durch die Gegend gekurvt!

Viel mehr haben wir dieses Jahr die nähere Gegend füßläufig intensivst erkundet und diverse Kilometer im Schnee zurück gelegt.

Dabei war streckenweise der Schnee wirklich ein Problem. Denn so entpuppte sich eine vermeintliche Abkürzung als unwegbar, weil ich einfach zu kurze Beine für die Schneehöhe habe!

Andererseits muss man beim spazieren gehen sich gar nicht so sehr dick einpacken. Zumindest nicht, wenn man hinter den Dünen bleibt (Merke: Deiche haben die Knallnasen in Ostfriesland usw. – in Dänemark sind das Dünen). Dort ist es windgeschützt, sonnig und bei einer moderaten Schrittgeschwindigkeit kann man sogar Jacke und teilweise auch Pullover ausziehen.

Aber wehe, man befindet sich auf der anderen Seite vom Deich. Dann erfährt man das technische Verfahren namens „Eis-Strahlen“ im wahrsten Sinne des Wortes hautnah!

Anscheinend macht das jedoch kein Tourist, sich bei dem Eiswetter auf Wanderschaft zu begeben. Jedenfalls wurden wir unterwegs sage und schreibe 3 Mal auf dänisch angesprochen. Aber die Dänen sprechen ja alle englisch — auch die Großeltern-Generation!

Rubjerg

Ein Besuch in Rubjerg am Leuchtturm gehört ja in jedem Jahr zum Pflicht-Programm. Zumal wir ja die Hoffnung hatten, dass wir auch in diesem Jahr wieder in den Turm hinein krabbeln können. Leider hat man den Eingang wieder zugemauert und diesmal definitiv kein Reinkommen. Und da der liebe Robin nicht dabei war, haben wir auch die Dinge, die wir benötigen, nicht im Trailer gefunden…

Außerdem haben wir, in Anlehnung an unser verschneites Blokhus, eine schneeweiße Düne erwartet. Auch diesbezüglich werden wir bitter enttäuscht. Bei dem Dauer-Wind in Rubjerg bleibt keine Schneeflocke liegen und man wird, wie üblich, sandgestrahlt!

Panorama – Leuchtturm von Rubjerg

Bereits 2007 habe ich ja schon ein Panorama vom Leuchtturm in Rubjerg gemacht. Damals sogar mit Schnee. Dieses Jahr ist es noch kälter mit noch mehr Schnee, als 2007, aber dafür auch noch windiger! Deswegen liegt in diesem Jahr auf der Düne auch nicht eine Schneeflocke.

Dafür gibt es aber ein anderes Highlight: Der Parkplatz ist komplett zugefroren! Zum Leidwesen eines Dänen, der von selbigen nicht wieder herunter kommt und der bestellte Abschleppwagen nicht durch die enge Zufahrt kommt. Aber dem Mann wird schließlich doch geholfen, denn es kommt ein kleinerer Abschlepper. Unser Angebot des Schiebens hat er dankend abgelehnt. Jedenfalls haben wir verdammt viel Spaß und haben die Eisfläche ordentlich ausgenutzt…

Lökken

In Lökken gehen wir nach all den Jahren nun mal an den Strand. Wie schon vor 2 Jahren in Lönstrup werden auch in Lökken die Schiffe auf den Strand gezogen. Aber dieses Mal schlägt das Technik-Herz höher, denn man kann einen Blick in die Schiff-über-eine-einbetonierte-Rolle-an-den-Strand-zieh-Anlage werfen. Bestimmt eindrucksvoll, wenn die in Aktion ist. War sie aber leider nicht.

Auf dem Rückweg nach Blokhus noch etwas, womit die Dänen die deutschen Touristen gerne verwirren: Der Briefkasten. Er heißt nämlich auf dänisch Postkasse! Dafür machen die Dänen es den Hunden leichter. Da sieht man doch ganz klar, wo Prioritäten gesetzt werden.

Aalborg

Unser Ausflug nach Aalborg beginnt mit dem unerfreulichen Eis kratzen an der Scheibe. Allerdings nicht bei allen Autos. Der neue Stadtbus aus Schweden hat zwar leider nur noch eine Seitentür (Robin vermisst die zweite schmerzlich!!!), dafür wird er aber nach alter schwedischer Manier bereits eine Stunde vor Abfahrt angelassen und ist damit eisfrei und schön kuschelig warm, wenn alle einsteigen!

Panorama – Fjord von Aalborg

Der Fjord von Aalborg im Norden von Dänemark im Winter mit Packeis. Ich weiß gar nicht, ob es wirklich ein Fjord ist, denn rein technisch ist das ja sogar ein durchgängiger Streifen Meer, der den Norden Dänemarks als Halbinsel vom restlichen Europa quasi abtrennt…

In jedem Falle eine sehr beeindruckende Szenerie mit Blickrichtung von der Innenstadt Aalborgs gen Norden.

Während Rene seine nordischen Kollegen bei der Arbeit zuschaut und wieder eine Runde (okay, mehr eine Gerade) auf den Schienen dreht…

… macht der Rest die Innenstadt mit einem kleinen Bummel unsicher. Obwohl es diesmal trocken ist, und nicht so nass wie in Frederikshaven, pfeift doch ein lausig kalter Wind durch die Gassen, …

… so dass wir keine Zeit mehr haben, uns ausführlicher mit dem dänischen Rotlichtbezirk zu befassen — nächstes Mal!

Frederikshavn

Frederikshavn war ein Reinfall. Ein Reinfall ins Wasser, um es genau zu sagen. In der einen Woche, in der wir oben waren, hat es genau einen Tag geregnet und getaut; sonst waren die Temperaturen immer deutlich unter null. Das hatte Zweierlei zur Folge: Erstens sind wir durchnaässt und durchgefroren und zweitens ist es die Zufahrt zu unseren Häusern auch. Mit anderen Worten: spiegelglatt!!! Da waren doch diverse Fuhren Asche aus der Hochtemperaturverbrennungsanlage nötig, um das wieder einigermaßen griffig zu machen. Da hat auch das Nitro von der Tankstelle nichts genutzt. Was machen die Dänen eigentlich damit???

Wasser

Novum in diesem Jahr im Whirlpool: Wir haben mal etwas Duschgel mit zum Baden genommen. Hui, das macht Spaß!!! Und das schäumt gar nicht so doll, wie man meinen Mag. KIDS, DON’T DO THIS AT HOME! Und schon gar nicht, wenn man wie in Haus 1 einen Standwasserpool hat :o)

Ein weiteres Novum findet sich in Haus 1: Die Rutschen in den Häusern haben ja von Haus aus eine Berieselungsmöglichkeit, nur keinen Schlauch, um diese auch zu versorgen! Den Schlauch finden wir schließlich. Die Anschlüsse gibt’s im nächsten Baumarkt. Und schon steht der automatischen Berieselung von der Dusche durch die Sauna bis hin zur Rutsche nichts mehr im Wege. Und wenn die Mimosen nicht das ganze warme Wasser für die Rutsche verbraucht hätten, dann hätte man hinterher auch was zum duschen gehabt!

Feuer

Dänemark im Winter. Dänemark mit Schnee. Dann kommt der prasselnde Kamin erst so richtig zur Geltung… Man steht morgens auf. Ist noch halb verschlafen, das Haus ist kalt, aber im Ofen ist noch ein Hauch von Glut vom Vorabend. Schnell etwas Zeitung drauf, ein paar Klötze gepresste Krümelkacke hinterher und schon lodert es wieder vorschriftsmäßig. Danach können dann auch ein paar Holz-Scheite hinterher.

Es hat ein paar Tage gedauert, bis wir heraus gefunden haben, woher das Geräusch zischender Tropfen im Wohnzimmer kommt, kurz nachdem man den Kamin morgens angefeuert hat. Denn eine Stunde später hört man nichts mehr! Es ist der Schnee, der sich über Nacht auf dem Dach angesammelt hat, und nun am Ofenrohr herunter tropft. Ist der Schnee rings um den Schornstein geschmolzen, hört auch das Tropfen auf…

Was man nicht machen sollte, ist Kartoffeln im Winter im Auto liegen lassen. Die kann man nach ’ner frostigen Nacht nämlich wegwerfen. Oder aber in der Hochtemperatuverbrennungsanlage thermisch verwerten!

Und was passt noch zum Winter? Richtig, Sauna! Und wenn man dann schön durchgeheizt ist, dann muss man sich zur Abkühlung ein mal durch den Schnee wälzen! Da kommt der Kreislauf so richtig in Schwung! Wenn das nicht gesund ist und zu einem Wellness-Urlaub dazu gehört…

Tiere

Noch ein Novum der Agenda DK2010: Ein Besuch im Zoo! (Offiziell ist es eigentlich kein Zoo, sondern das Nordsee-Museum, aber Tiere gehören eigentlich nur ins Museum, wenn sie tot sind, oder?) Blockhus hat zwar keinen, aber in Hirtshals gibt es einen Zoo! Und ein Besuch in selbigem lohnt sich auch im Winter. Wen wundert es allerdings, dass der dänische Zoo überwiegend auf Robben und andere See-Tiere ausgerichtet ist. Aber es ist in jedem Falle eine gute Abwechslung zu dem Bunker-Programm!

Türkei

Es ist ja nicht so, dass wir jedes Jahr das Selbe in Dänemark machen. Dann und wann schleicht sich auch mal eine Neuerung ein! Jawohl! Unser Abschlussessen verlagern wir dieses Jahr vom dänischen Türken zu einem deutschen Türken! Es hat ein neues Restaurant in Blokhus aufgemacht. Halt wieder ein Türke. Aber nicht ganz so klein und Imbiss-Mäßig, wie der, wo wir all die Jahre waren. Und den neuen muss man auch eine Chance geben, gell?

Wir reservieren. Im Nachhinein stellt sich auch heraus, dass es nötig war! Der Laden ist nämlich voll. Dementsprechend lange warten wir auch auf unser Essen. Die deutsch sprechende Kellnerin versucht, die meuternde Masse mit Zaziki zu beruhigen. Das funktioniert im ansatz sogar.

Schließlich kommt das Essen. Zumindest ein Teil. Der letzte Teller kommt, nachdem die ersten bereits wieder abgeräumt waren. Die Portionen sind klein und kalt. Dafür haben die Pommes aber auch einen Großteil des Öls aus der Frittöse mit genommen! Kurzum: Für das nächste Jahr nehmen wir wieder den kleinen Imbiss-Türken um die Ecke — auch wenn er nur englisch und dänisch spricht.

Das leidige am Essen gehen ist die Bezahlung hinterher. Die Dänen wollen ja nicht so richtig mit der EU. Wir sind ja schon mal froh, dass das mittlerweile (fast) ohne Grenzkontrollen klappt. Nur auf ihr eigenes Geld wollen sie nicht verzichten. Und warum? Damit sie auf ihren neuen 50ern so was verrücktes wie „60 halbe“ drauf schreiben können! Über den Sinn und Unsinn einer solchen Bezeichnung darf gerne gerätselt werden. Gut, dass die Touristen das gar nicht erst lesen können…

Nachlese

Die Nachlese ist ganz einfach: Wir sind wieder mal viel zu schnell gefahren und haben viel zu dreckige Autos mit nach Hause genommen! Und bei Achmeds Audi hat sich zum x-ten Male der Turbo zerlegt!

Dafür muss man aber sagen, dass man in Dänemark, im Gegensatz zum heimischen Deutschland, auch im tiefsten Winter auf perfekt gepökelten Straßen mit maximaler Geschwindigkeit unterwegs sein kann!

Selbst unseren osteuropäischen Nachbarn gefällt’s hier so gut, dass man es sich prompt mit Schlafsack zu zweit im Golf 2 gemütlich macht. Nun, uns hats auch gefallen und DK11 ist schon fest gebucht — ehrlich! Letzte volle Woche im Januar!

Reisekosten

2010-01 Dänemark hoch Drei — Reisekosten

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