2013-01 Volles Haus in Dänemark

Im 7. Jahr sind wir 8 — vom 19. bis zum 26. Januar 2013

Viele neue Leute sollen es werden. Viele neue Orte werden wir besuchen. Leckere Speisen haben wir gegessen und so mancher Liter Wasser ist durch den Whirlpool gegangen. Brav waren wir und haben Bier immer erst nach 4 getrunken. Und Spaß haben wir gehabt beim Angrillen in Dänemark!

Es geht los…

Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude und so tickert der Countdown auf dem Handy munter vor sich hin… Die Anmeldungen sind mittlerweile auch verbindlich geworden und alle haben gezahlt, so dass die offizielle Statistik mit 18 Leuten in diesem Jahr heraus gegeben werden kann! Im Nachhinein sollte sich herausstellen, dass es dann doch nur 16 Pax in 3 Häusern werden — wir liegen also genau im Soll.

Es ist ja eine bittersüße Tradition geworden, dass es in Flensburg neben einem herzhaft-süßem Frühstück auch einen bitteren Verteiler dazu gibt. So auch dieses Jahr mit dem festen Gelöbnis, das Leif und Steffi im kommenden Jahr ein viertes Haus aufmachen werden.

Bevor es losgeht, noch einmal billigen deutschen Sprit tanken. Nur im 1er von Andy scheint man einen Zweitakter eingebaut zu haben, der braucht noch einen Schluck Öl hinterher Smile.gif Und dann geht es auch schon los auf die dänische Autobahn und die Entdeckung der Langsamkeit… Aber der dänische Fahrstil ist ohnehin ein sehr entspannter. Da quetscht sich keiner irgendwo dazwischen und gibt Vollgas, nein, da wird brav gewartet, wenn sich am Horizont auch nur ein Auto abzeichnet.

Apropos abzeichnen: Auch Tagsüber Licht anmachen!!!

Der Vorteil an dem Fahren mit angezogener Handbremse ist allerdings, dass man nicht so schnell ermüdet und obwohl es noch mal 500km sind, ist man am Ziel nicht erschlagen.

Apropos Ziel: Wir sind daaahaaa!!!

Und natürlich tierisch neugierig, was Jörn dieses Jahr wieder in seine schicke Hütte investiert hat. Nachdem das Mädel von nebenan durch ein gezieltes Wendemanöver die gesamte Elektrik im Haus vernichtet hat hat die Versicherung von Jörn 5000 EUR auf den Tisch gelegt und alles Elektrische ist neu — auch die Solarzellen im Garten, die komischerweise vorher nicht da waren…

Der Klassiker: Das Bier um Vier am Strand. DK13 hat offiziell begonnen!!! Eine Neuerung gibt es jedoch: Neben Bier wird auch Prosecco ausgeschenkt! Man muss ja zeigen, wenn es einem gut geht. In Anbetracht der Temperaturen kommen allerdings ernsthafte Gedanken auf, im kommenden Jahr mal Glühwein mitzubringen.

Auf dem Rückweg gibt es dann noch den Zwischenstopp beim Spar (ist übrigens holländisch und heißt schlichtweg Tanne) um Haus und Küche in Betriebsbereitschaft zu versetzen. Der Großeinkauf in Vejle beim Bilka musste wegen Überladung aller Fahrzeuge nämlich ausfallen. Aber das mit der Überladung schaffen wir beim Einkaufen auch wieder!

Aber die Mühe hat sich gelohnt, es gibt die leckeren Hotdogs, die auch im Dunkeln leuchten, weil so viel Farbstoff drin ist. Und als Gegenmittel etwas Aalborg hinterher. Auf Leifs Anraten hin diesmal temperiert auf Zimmertemperatur — schmeckt auch nicht besser. Beim nächsten Mal gibt’s wieder Helbing!

Und nach dem Essen sollst Du ruh’n oder tausend Schritte tun.

Nun, die einen ruhen im Whirlpool, die anderen verausgaben sich beim Planschen!

Und das sind sie, die Bewohner aus Haus Nummer 2!

Frank Robert Daniel
Andy Torben Jan
Rene Martin

Irgendwie war es doch anstrengend… Gute Nacht!

Lazy Days…

Da die durchschnittliche Anreisestrecke doch an der vierstelligen Marke kratzt, sollten Tag 2 und 3 etwas ruhiger werden. Und irgendwie war die Nacht für manch Einen doch etwas kurz! Aber ein kräftigendes Frühstück weckt die Lebensgeister wieder!

Ganz Rastlose machen sich dann aber am Nachmittag auf zu Haus 3. Im letzten Jahr mussten wir die Expedition dorthin wegen Glatteis, umgestürzter Bäume und einbrechender Dunkelheit abbrechen. Dieses Mal brechen wir zeitig auf und erreichen unser Ziel: Ein schnuckeliges Haus auf 2 halben Etagen mit angenehmen Ecken und Winkeln zum Zurückziehen…

Kaum wieder in den eigenen vier Wänden gibt die Elektrik erneut den Geist auf und geschultes Fachpersonal mit Präzisionswerkzeug gelingt es unter Einsatz von Leib und Leben die lebenswichtigen Systeme wieder gängig zu machen. Vielleicht hätte er jemanden Fragen sollen, der sich damit auskennt? Aber egal, dieses Jahr ist sogar medizinisches Fachpersonal an Bord, so dass Haus 2 in den Akademischen Höchststand versetzt wird — wir brauchen ein Messingschild!

Kulinarische Höchststände folgen auf dem Fuße: Rene kredenzt Schweinelende im Bacon-Mantel, Brokkoli und Kroketten. Angereichert mit einer garantiert kalorienfreien Ochsenschwanzsahnesoße! Nach dem Akt in der Küche, dem stehende Ovationen folgten, hat er sich sein Nickerchen auch verdient…

Während der Meister in der Küche schwitzt, betreibt der Rest Kommunikation mit der Außenwelt. Man beachte Andys Laptop im Vordergrund, welches problemlos so manchen Desktop Rechner in den Schatten stellt!

Der Rest des Abends tröpfelt so vor sich hin und endet schließlich in tiefster Entspannung!

Tags darauf stellen wir überrascht fest, wie man in nur 3 Tagen die Hütte in ein Schlachtfeld verwandeln kann. Da muss wieder etwas Ordnung geschaffen werden und der Putzteufel wird ein Mal durch das Ferienhaus gejagt! Vielleicht sollten wir nicht immer mit Straßenschuhen durchs Haus laufen? Aber der kluge Mann denkt vor: Ein Paar Sneaker für draußen und ein paar Sneaker für drinnen!

Die Sonne scheint! Wir haben mal wieder Glück mit dem Wetter! In den 7 Jahren, in denen wir nun zum Angrillen nach Dänemark fahren, gab es vielleicht 5 Regentage. Und das Ende Januar! Und dieses Mal freut es uns umso mehr, denn die Solarzellen liefern den Strom für die Wärmepumpe. Dieses Jahr bekommen wir bestimmt Geld zurück von der Kaution Smile.gif

Das sind schon so zwei Frost-Mäuse! Aber frieren muss in DK keiner. Der Ofen ist quasi durchgehend am Glühen…

Aalborg

Man kann aber auch nicht ständig drin hocken. Daher setzen wir uns ins Auto und fahren kurzerhand mal nach Aalborg und machen die Fußgängerzone unsicher.

Dabei stellen wir fest, dass sich tatsächlich auch die Mannequin-Industrie auf das steigende Durchschnittsgewicht der Europäer eingestellt hat!

Leider ist es etwas windig, so dass wir uns alsbald in ein Café verziehen um wieder aufzutauen.

Dabei gibt es für Martin gleich den Tipp des Tages: Fettige Abrücke von der Nase auf dem Display vermeidet man, indem man die Helligkeit des Displays erhöht!

Nach den Unterhemden für Übergrößen folgt Beweis Nummer 2für den Sarkasmus der Dänen: Die Universität wirbt damit, dass Lernen ernsthaft das Gehirn beeinträchtigen kann!

Lustiges Teil 3 folgt unmittelbar auf dem Heimweg: Während man im Deutschen eher abfällig über Alkohol als „Sprit“ spricht, scheint der Däne das gleich manifestiert zu haben und nennt es direkt und offiziell Sprit.

Ønskeskive Vol 3

Haus 2 lädt ein, mittlerweile zum dritten Mal, zur Ønskeskive! Die Wunsch-Scheibe für Dänemark wird feierlich eingelegt und das muntere Rätselraten beginnt, wer wohl welches Lied auf die Scheibe gebracht hat. Und Jan hat wieder alles gegeben, sein Brenner ist heiß gelaufen und der Drucker ging in die Massenproduktion über. Es gibt wieder für alle die tolle CD mit einem bunten Mix, die uns durch die ganze kommende Woche begleiten wird. Dazu kredenzt werden dann wieder diverse Hotdogs, die verteilt über den Abend die eine oder andere Lücke im Magen füllen.

  1. Robin – Iggy Pop – Louie Louie
  2. Simon – The Who Won´t Get Fooled Again
  3. Britta – Sportfreunde Stiller – Ein Kompliment
  4. René – Linkin Park – Burn It Down
  5. Daniel – Wolfsheim – It´s Not Too Late
  6. Thorsten – Tenfold Loadstar – Sun and Rain
  7. Susi – Bruce Springsteen – The River
  8. Martin – America – A Horse With No Name
  9. Conny – Monty Python – Always Look on the Bright Side of Life
  10. Torben – Herbert Grönemeyer – Currywurst
  11. Marcel – Vicky Leandros – Apres Toi
  12. Robert – Sten & Stenley – Tro vad du vill
  13. Axel – BOJO Bosch Jazz Orchestra – Kultursaal Calypso
  14. Andy – Klangkarussell – Sonnentanz
  15. Frank – Dusty Springfield – Reputation
  16. Volker – Kiss – Plaster Caster
  17. Jan – KT Tunstall – Sudenly I See

Und auch Susi und Thorsten haben sich etwas nettes Ausgedacht: Uli aus Südtirol musste aus privaten Gründen dieses Jahr leider kurzfristig absagen und so haben die beiden einfach eine Karte vorbereitet, die wir nun alle unterzeichnen und die dann in die Post nach Italien gehen wird.

Und bevor der Abend ganz entgleist, schalten wir ganz nach Peter Lustig einfach mal ab Smile.gif

Sonne, Strand und Meer

Der Tag beginnt etwas unerfreulich. Die Küchenfee hat leider den Geist aufgegeben und bedarf einer Herz-Lungen-Wiederbelebung. Da muss erst der Doktor ran um die Minna wieder flott zu kriegen! Aber mit kleinen Händen kommt man auch so gut in das Abflussrohr hinein *würg*

Der Sturm hat sich gelegt, ihr findet mich am Strand

Frei nach Alf steht heute ein sonniger Strandspaziergang durch betonfesten Sand und windgeschützten Dünen statt. Was es nun mit dem Hubschrauber auf sich hatte konnten wir leider auch im Nachhinein nicht herausfinden. Der tanzte unweit von Blokhus etwas südlich am Strand entlang immer auf und ab um dann mit einem Affenzahn nach Norden zu verschwinden.

Und zuhause verwöhnt uns unser charmantes Küchenteam wieder mit allerlei Köstlichkeiten! Heute Abend ein leckerer Auflauf, der wärmt nach dem Strand schön durch. Und falls das noch nicht reicht, gibt es endlich den lang ersehnten Helbing, denn der Aalborg ist leider Gott sei Dank schon alle.

Rubjerg Knude und Børglum Kloster

Wir starten den Tag mit einem zünftigen Frühstück und Rührei für 8 Personen. Also die kleine Variante, aber irgendwie müssen wir ja die hohe Sanddüne hinauf kommen Smile.gif

Und da sind wir wieder, oben auf der Düne. Es ist gar nicht so einfach, den feinen Sand hinauf zu klettern und hinterher ist man sandgestrahlt und findet das feine Zeug überall in jeder Tasche und in den Schuhen.

Aber die Kraxelei lohnt sich in jedem Falle! Wir stehen oben und sind, wie üblich zu dieser Jahreszeit, ganz alleine und können die neue Form der Düne bestaunen!

Und wieder fehlt ganz deutlich ein Stück und die Abbruchkante ist dem Leuchtturm wieder ein Stück näher gekommen. Wer weiß, wie lange wir diese Bilder vor dem Abgrund noch machen können.

Dafür werden jetzt wieder mehr und mehr die Grundmauern der ehemaligen Gebäude und deren Grundmauern frei gelegt. Langsam kann man erahnen, was dort früher alles Mal gestanden hat.

Die Düne und der Leuchtturm selber sehen ja jedes Jahr anders aus. Aber diese Neuerung ist wirklich mal spannend: Eine Solar-LED-Lichtinstallation! Und dank Thorsten, der extra deswegen ein weiteres Mal zum Leuchtturm gefahren ist, gibt es sogar eine tolle Nachtaufname! Aber auch nur eine, denn der Akku seiner Kamera hat etwas gegen die Januar-Kälte und den eisigen Wind.

Panorama – 2013-01 Leuchtturm von Rubjerg

Ein Blick etwas südlich vom Leuchtturm Rubjerg Knude gen Norden Richtung Hirtshals.

Es soll keiner sagen, wir würden Jahr für Jahr dasselbe besichtigen. Etwas landeinwärts vom Leuchtturm kommt man zum Kloster Børglum. Da wird dort noch nie waren, entscheiden wir spontan dort vorbei zu fahren. Wir werden dem Kloster im nächsten Jahr jedoch erneut einen Besuch abstatten müssen, denn leider war das Kloster wegen Renovierungsarbeiten geschlossen.

Daher besichtigen wir nur den zugehörigen Friedhof.

Gleich um die Ecke, wir lassen den Wagen noch am Kloster stehen, steht die alte Schmiede…

… und eine spannende Windmühle. Da kann man sogar hoch klettern und drum herum gehen. Leider ist sie jedoch verschlossen. Ein offensichtlicher Nachteil, wenn man im Winter in Dänemark ist.

Der Abend dieses ereignis- und kilometerreichen Tags gestaltet sich kurz: Einkaufen (nein, keine Socken im praktischen 20er Pack), kochen und dann Wellness total!

Angrillen

Haus 1 hat ganz traditionell zum Angrillen eingeladen. Da das Haus 1 in diesem Jahr ein Haus näher an uns heran gerückt ist (eigentlich ist es somit Haus 4, aber darüber lässt sich streiten Smile.gif), gibt es doch das eine oder andere neue zu inspizieren. Bemerkenswert ist die Sauna: Diese hat nämlich ein Fenster zum Pool und wirkt dadurch etwas größer, dafür aber auch weniger privat. Eher besorgniserregend ist hingegen die Erdung des Whilpools! Aber wir sind ja zum Grillen eingeladen

Nächste Neuerung ist ein Gas-Grill. Wir sind weg von der dänischen Eier-Kohle und nutzen deutsches Propangas. Rauchen tut er jedenfalls sehr wie das Original. Nur die Kokelei von den Jahren zuvor entfällt leider.

Für das Leibliche Wohl ist in jedem Falle gesorgt…

… und wir hauen mächtig rein! Der Vorteil vom Gasgrill ist, dass er berechenbarer ist, als Kohle, weshalb wir Simon auch ablösen können, so dass mit ihm nicht dasselbe passiert, wie mit dem Olivenöl.

Was mit einem Gasgrill leider auch nicht funktioniert ist die Verwendung des Brenneisens MEINS und DEINS. Aber wofür gibt es denn einen Ofen in dem Ferienhaus!

Zwar ist Ritter Sport absolut konkurrenzlos zur schweizer Schoki aber in diesem Falle macht die Länge dann doch etwas her!

Und damit es besser rutscht, hat Robin wieder den Puppenfänger mitgebracht: Schwedische Blaubeersuppe trifft spanischen Licor 43!

Erster Abschied

Zum Frühstück gibt es heute frisch gebackene Brötchen, Rührei und… Kartoffeln? Nein! Das Abendessen wirft bereits seine Schatten voraus und die ersten Vorbereitungen starten direkt nach dem Frühstück.

Aber bevor die Sonne unter geht startet der Abschied auf Raten: Leider müssen Britta und Marcel schon gehen, aber wir haben uns alle gefreut, dass sie überhaupt da waren. Und das Bier um 4 am Strand und das Angrillen haben sie mitgenommen.

Panorama – 2013-01 Malinsvej 18 Blokhus

Blick von Haus 2 (Malinsvej 18) nach gegenüber zum potenziellen Haus 4 (Malinsvej 20) — vielleicht bekommen wir das ja noch voll…

Panorama – 2013-01 Malinsvej 16 Blokhus

Blick vom neuen Haus 1 (Malinsvej 16) nach links zum alten Haus 1 (Malinsvej 14)

Die Vorbereitungen zum Abendessen laufen auf Hochtouren. Und dazu gehört zum Beispiel auch, dass man schon mal den Wein entkorkt, damit er atmen kann. Und man muss auch das Bier rein holen, damit es schon mal auftauen kann. Irgendwie stand eine Kiste wohl etwas zu weit weg vom Haus. Aber die Verluste halten sich in Grenzen. Es waren nur wenige Flaschen…

Und tataaa! Rene, die Küchenfee hat wieder gezaubert und es gibt Fischfilet mit Bratkartoffeln! Mjam!

Und da Fisch schwimmen muss, baden wir ihn hinterher in einem Glas Helbing. DER darf übrigens gerne draußen stehen, steht aber bei -21°C im Froster. So muss er sein.

Hanstholm

Große Touren werfen ihre Schatten voraus. Da die Fahrt nach Hanstholm mit etwa 1,5 Stunden doch etwas länger ist, brechen wir ausnahmsweise schon am Vormittag auf, was auch prompt belohnt wird, denn hübsch angefrostete Bäume säumen unseren Weg. Auf der Rückfahrt ist dann auch schon alles abgetaut. Immer wieder faszinierend ist die Fahrt entlang des Limfjord, wo die Straße direkt am Wasser lang führt.

Und schon sind wir da. Wie üblich sind wir die einzigen verdächtigen und haben auf dem Besucherparkplatz des Bunkermuseums Hanstholm freie Auswahl. Die große 38cm Kanone ist schon von weitem Sichtbar und wie immer ein gefälliges Fotoobjekt. Da das Museum, wie zu erwarten war, geschlossen hat, machen wir uns auf die Suche nach dem Geschütz, wo man hinein kommt. Hier ist übrigens der Wikipedia-Artikel zu der Anlage.

Anstatt planlos durch die Gegend zu laufen, gibt es einen Trick: Man folgt einfach den Schienen der Munitions-Bahn! Und man muss keine Angst haben, die Bahn fährt nur im Sommer, wie der Fahrplan unmissverständlich in mehreren Sprachen klar macht. Problematisch ist dann schon eher, dass der bis zu mehr als 50cm hohe Schnee die Gleise verdeckt und so das Folgen dieser wieder schwieriger wird…

Hinzu kommt der im Norden übliche Wind — man sollte sich also schon passend anziehen, wenn man nicht die ganze Zeit im Bunker verbringen möchte. Und Wind von hinten ist auch nicht immer ein Geschenk Smile.gif

Und dann gibt es auch noch so vertrauenserweckende Schilder im Dickicht versteckt…

Panorama – 2013-01 Bunkermuseum Hansholm

Blich vom nordwestlichen Rand des Bunkermuseums ein Mal zum Meer hinaus eher nach Westen zum Hafen von Hanstholm und dann eher nach Norden Richtung Norwegen rüber; und ins Landesinnere zum Geschütz selber.

Unnötig zu erwähnen, dass man, wenn man irgendwie rein kann auch rein muss, oder? Und so passiert es, dass wir auf unterschiedlichsten Wegen in den Bunker rein kraxeln.

Allerdings kann man auch anstatt von oben den „offiziellen“ Weg über den unterirdischen Munitionseisenbahnzubringer nehmen. Erspart durchaus etwas Kletterarbeit!

Und drinnen erwarten uns diverse Gänge, Gänge und noch mehr Gänge. Allesamt natürlich ohne Licht. Aber wozu haben wir Taschenlampen, Stirnlampen, Handys und wenn gar nichts mehr geht, Blitze vom Fotoapparat? In jedem Falle braucht man aber irgendein Leuchtmittel, denn im Bunker ist es dunkel. Richtig dunkel! Und Fenster sucht man verständlicherweise vergebens.

Neben den diversen und für den Neuankömmling unübersichtlichen Verbindungsgängen gibt es natürlich auch unzählige Räume: Schlafgelegenheiten, sanitäre Anlagen, Maschinenräume und Munitions-Depots. Wir sind beeindruckt. Mal wieder. Und das alles noch vor dem Hintergrund, dass hier nicht ein einziger Schuss abgefeuert wurde!

Panorama – 2013-01 Leuchtturm Hanstholm Fyr

Am westlichen Ende von Hanstholm, recht weit im Landesinneren, steht der Leuchtturm Hanstholm Fyr mit einem Friedhof gleich daneben.

Unter dem Motto: Öfter mal etwas neues (und weil uns super kalt war) fahren wir nicht rüber nach Thisted sondern begnügen uns mit einer Zigarettenpause am Leuchtturm von Hirtshals. Mehr ist einfach nicht drin. Wir sehnen uns nach dem Whirlpool!!!

Türkisch

Tradition ist nicht die Verehrung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers!

In diesem Sinne wird das wohl unser letzter Abend im türkischen Restaurant Sason gewesen sein. Irgendwie waren wir ob der Qualität der Speisen etwas enttäuscht. Das Kebab-Fleisch war definitiv nicht frisch, sondern erinnerte stark an Tiefkühlkost vom Discounter — auch Blokhus hat einen Aldi!

Dennoch staunen wir wieder einmal über die Einfachheit des Dänischen: klap sammen pizza ist eine zusammengeklappte Pizza!

Andy & Robert Robert & Robin Martin
Axel & Conny Simon & Rene Daniel & Torben
Frank & Jan Thorsten & Lillemor & Susi Torben & Lillemor

Und die Salat-Pizza ist immer wieder ein Hingucker! Wer hätte das gedacht, dass ich diese Kreation ein Quartal später bei einem großen europäischen Flugzeughersteller wieder finden würde — meine Kollegen schwören drauf!

Jan erteilt uns am letzten Abend immer Koffer-Pack-Verbot. Klingt doof, ist aber total genial! Denn so hat der letzte Abend nie etwas von Abreise, sondern kann als vollwertiger Urlaubstag noch mitgenommen werden. Whirlpool, wir kommen!!! Nur die Abrechnung muss noch mal eben schnell gemacht werden, bevor es planschen geht. Aber erst mal muss sich der Schaum auch wieder setzen.

Zweiter Abschied

Der Abrechnung zweiter Teil am Morgen darauf: Die Kaution! Wie üblich ist eine Tasse kaputt gegangen. Jørn wischt das immer mit einem Winken weg, als sei das nichts. Uns hingegen ist es immer furchtbar peinlich, aber vermutlich sind unsere „Verwüstungen“ lachhaft im Vergleich zu dem, was im Sommer alles passiert…

Aber die Boysenbeere muss mit, sagt unser jüngster Boy!

Und dann fix auf gen Heimat. Wenn das mal so einfach wäre. Trotz Hinterradantrieb hilft es nichts. Robert muss raus Andy anschieben. Dabei hat Robert wesentlich weniger Profil unter seinen Schuhen als Andy auf den breiten Puschen vom 1er!

Erster Zwischenstopp: Der Super-Spar. Wir müssen Leergut wegbringen. Auch die Dänen haben derartige Ambitionen. Auch in Dänemark gibt es Pfandautomaten. Auch in Dänemark gehen sie kaputt, nachdem der Vorgänger ihn schon 12 Minuten lang gefüttert hat. Wir entscheiden uns also um und nehmen alles mit nach Vejle.

Vorher aber machen wir noch einen Stopp an der Tankstelle in Blokhus. Denn Jan fährt mit einem halben Plattfuß. Die Tanke verlassen tut er mit einem 3/4 Plattfuß, denn irgendwie scheinen die Dänen doch andere Ventile zu haben. In Prandrup gibt es dann aber den nötigen Luftstoß und auf geht’s wirklich nach Vejle zum Bilka!

Und dort gibt es erst mal eine kleine Stärkung. Der Weg ist ja noch weit und ein dänischer Hotdog geht immer. Und das Personal am Bilka ist doch immer so nett.

Außerdem müssen wir uns dort doch noch mit allerlei dänischen Köstlichkeiten eindecken! Und was fällt dem aufmerksamen Beobachter sofort auf, wenn er den Kassenbon anschaut? Richtig: Eine sortierte (!) Abrechnung! Da steht nicht alles drauf, wie man es aufs Band abgekippt hat. Nein, es ist alles fein säuberlich nach Warengruppen sortiert! Herrlich!

In diesem Sinne sagen wir Tschüß und freuen uns schon heute, wenn es am 18. Januar 2014 wieder zum Angrillen nach Blokhus geht!!!

Reisekosten

2013-01 Volles Haus in Dänemark — Reisekosten

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